Jugendliche testen sich im Berufsparcours Noah Vitiello Petershagen-Lahde. Für Louis und Anas ist es der erste richtige Kontakt zur Berufswelt. „Es ist anders als im Unterricht und hier können wir Inspiration sammeln“, sagen sie. Im Viertelstundentakt wechseln die 13-Jährigen zusammen mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern beim Berufsparcours von Tisch zu Tisch. In der Städtischen Sekundarschule Petershagen stellen an 16 Stationen 13 Unternehmen ihre Ausbildungsberufe vor. Vor allem diese Bandbreite gefällt Louis und Anas, denen das Projekt viel Spaß macht. Bevor die Schüler in die Turnhalle der Sekundarschule strömen und sich verteilen, werden sie in Achtergruppen eingeteilt – eine Vorsichtsmaßnahme wegen Corona. Neben der Maskenpflicht gibt es keine Veränderungen zum letzten Bewerbungscasting in 2019. In drei Schulstunden geht es vor allem darum, nicht nur Vorträge über einen Arbeitsbereich zu hören, sondern mit Spielen oder handwerklichen Aufgaben aktiv teilzunehmen. Karin Ressel, die vor mehr als 25 Jahren das Projekt ins Leben gerufen und dafür das Bundesverdienstkreuz bekommen hat, ist ebenfalls vor Ort. Nach ihren Angaben hat der Berufsparcours eine 30-prozentige Erfolgsquote, was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer angeht, die den Weg in einen der Betriebe finden.Die Organisatorin sieht das Besondere an dem Projekt im direkten und detaillierten Austausch zwischen Beruf und Schülern. Karin Ressel: „Es ist aber kein ’Speed-Dating’, sondern viel mehr ein ’Mini-Praktikum’. Beim ’Speed-Dating’ weiß ich schon, zu wem ich will. Das ist hier anders. Die Jugendlichen werden an die Hand genommen und bei praktischen Übungen begleitet“, stellt sie klar.Wenn fachliche und persönliche Voraussetzungen passen, gehen teilweise auch die Unternehmen auf die engagierten Schüler zu und laden sie ein. Dieser Aspekt gefällt auch Andreas Rodenberg vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt. Der stellvertretende Leiter der Ausbildungswerkstatt nimmt zum ersten Mal am Berufsparcours teil, hat allerdings mit seinen Auszubildenden an vergleichbaren Veranstaltungen mitgewirkt. „Die Bewerbungen in der Industrie und im handwerklichen Bereich sind zurückgegangen. Deswegen finde ich es gut, dass hier jüngere Schülerinnen und Schüler langsam an das Thema herangeführt werden.“An den zwei Ständen der Behörde geht es um die Berufe des Industriemechanikers und des Elektronikers. Bei technischen Aufgaben helfen die Azubis und beantworten Fragen. „Liegt einem das Handling, geben wir den Interessierten gerne Unterlagen mit“, erklärt der Ausbilder. Die Bundeswehr ist seit 2012 Teil des Projektes. Stabsfeldwebel Jacob Spahr zeigt den Schülern Utensilien, die von der Bundeswehr bereitgestellt werden. „Wir haben zum Beispiel Helme und Rucksäcke, die jeder aufsetzen kann, wenn er oder sie es will.“ Nach der praktischen Einheit besprechen die Schüler ihre Erfahrungen im Unterricht. Dabei wird klar: Nicht nur die Lehrer und Veranstalter sind glücklich, dass es nach einem Jahr Pause wieder einen Berufsparcours gibt. Auch die Jugendlichen und die Betriebe nehmen den Tag gut auf: Eine Win-Win-Situation also. Und vielleicht sind Louis und Anas an diesem Tag ihren Zukunftsplänen einen Schritt nähergekommen. Mit dabei waren auch: Diakonie Stiftung Salem, Edeka Wez / Karl Preuß, Finanzamt Minden (Landesfinanzverwaltung NRW), Gauselmann, Jenz Maschinen- und Fahrzeugbau, Meyer-Jumbo Logistics, Minda Industrieanlagen, RK Rose + Krieger, Wago Kontakttechnik, Weser Residenz Bad Hopfenberg und Pre Zero Deutschland KG.Bundesweite Aktion Bundesweit nehmen Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe an dieser Aktion teil. Etwa 7.200 Unternehmen sind mit im Boot, der Schwerpunkt liegt in Nordrhein-Westfalen. Sponsoren gibt es viele, sagt Karin Ressel, die beim Technikzentrum Minden-Lübbecke arbeitet. In Lahde waren beispielsweise die Kommune und die „Agentur für Arbeit“ wichtige Geldgeber.

Jugendliche testen sich im Berufsparcours

Zahlreiche Stationen warteten auf die Jugendlichen in der Turnhalle der Sekundarschule, hier der Stand der Firma Gauselmann. Foto: Noah Vitiello

Petershagen-Lahde. Für Louis und Anas ist es der erste richtige Kontakt zur Berufswelt. „Es ist anders als im Unterricht und hier können wir Inspiration sammeln“, sagen sie. Im Viertelstundentakt wechseln die 13-Jährigen zusammen mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern beim Berufsparcours von Tisch zu Tisch.

In der Städtischen Sekundarschule Petershagen stellen an 16 Stationen 13 Unternehmen ihre Ausbildungsberufe vor. Vor allem diese Bandbreite gefällt Louis und Anas, denen das Projekt viel Spaß macht. Bevor die Schüler in die Turnhalle der Sekundarschule strömen und sich verteilen, werden sie in Achtergruppen eingeteilt – eine Vorsichtsmaßnahme wegen Corona. Neben der Maskenpflicht gibt es keine Veränderungen zum letzten Bewerbungscasting in 2019.

In drei Schulstunden geht es vor allem darum, nicht nur Vorträge über einen Arbeitsbereich zu hören, sondern mit Spielen oder handwerklichen Aufgaben aktiv teilzunehmen. Karin Ressel, die vor mehr als 25 Jahren das Projekt ins Leben gerufen und dafür das Bundesverdienstkreuz bekommen hat, ist ebenfalls vor Ort. Nach ihren Angaben hat der Berufsparcours eine 30-prozentige Erfolgsquote, was die Teilnehmerinnen und Teilnehmer angeht, die den Weg in einen der Betriebe finden.

Die Organisatorin sieht das Besondere an dem Projekt im direkten und detaillierten Austausch zwischen Beruf und Schülern. Karin Ressel: „Es ist aber kein ’Speed-Dating’, sondern viel mehr ein ’Mini-Praktikum’. Beim ’Speed-Dating’ weiß ich schon, zu wem ich will. Das ist hier anders. Die Jugendlichen werden an die Hand genommen und bei praktischen Übungen begleitet“, stellt sie klar.

Wenn fachliche und persönliche Voraussetzungen passen, gehen teilweise auch die Unternehmen auf die engagierten Schüler zu und laden sie ein. Dieser Aspekt gefällt auch Andreas Rodenberg vom Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt. Der stellvertretende Leiter der Ausbildungswerkstatt nimmt zum ersten Mal am Berufsparcours teil, hat allerdings mit seinen Auszubildenden an vergleichbaren Veranstaltungen mitgewirkt. „Die Bewerbungen in der Industrie und im handwerklichen Bereich sind zurückgegangen. Deswegen finde ich es gut, dass hier jüngere Schülerinnen und Schüler langsam an das Thema herangeführt werden.“

An den zwei Ständen der Behörde geht es um die Berufe des Industriemechanikers und des Elektronikers. Bei technischen Aufgaben helfen die Azubis und beantworten Fragen. „Liegt einem das Handling, geben wir den Interessierten gerne Unterlagen mit“, erklärt der Ausbilder.

Die Bundeswehr ist seit 2012 Teil des Projektes. Stabsfeldwebel Jacob Spahr zeigt den Schülern Utensilien, die von der Bundeswehr bereitgestellt werden. „Wir haben zum Beispiel Helme und Rucksäcke, die jeder aufsetzen kann, wenn er oder sie es will.“

Nach der praktischen Einheit besprechen die Schüler ihre Erfahrungen im Unterricht. Dabei wird klar: Nicht nur die Lehrer und Veranstalter sind glücklich, dass es nach einem Jahr Pause wieder einen Berufsparcours gibt. Auch die Jugendlichen und die Betriebe nehmen den Tag gut auf: Eine Win-Win-Situation also. Und vielleicht sind Louis und Anas an diesem Tag ihren Zukunftsplänen einen Schritt nähergekommen.

Mit dabei waren auch: Diakonie Stiftung Salem, Edeka Wez / Karl Preuß, Finanzamt Minden (Landesfinanzverwaltung NRW), Gauselmann, Jenz Maschinen- und Fahrzeugbau, Meyer-Jumbo Logistics, Minda Industrieanlagen, RK Rose + Krieger, Wago Kontakttechnik, Weser Residenz Bad Hopfenberg und Pre Zero Deutschland KG.

Bundesweite Aktion

Bundesweit nehmen Schülerinnen und Schüler der Mittelstufe an dieser Aktion teil. Etwa 7.200 Unternehmen sind mit im Boot, der Schwerpunkt liegt in Nordrhein-Westfalen. Sponsoren gibt es viele, sagt Karin Ressel, die beim Technikzentrum Minden-Lübbecke arbeitet. In Lahde waren beispielsweise die Kommune und die „Agentur für Arbeit“ wichtige Geldgeber.

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