Jugendherbergen in der Existenz bedroht Oliver Plöger Petershagen. Die Existenz der Jugendherbergen im Landesverband Westfalen-Lippe im Deutschen Jugendherbergswerk ist weiter bedroht. Das bestätigte nun auch Pressesprecherin Maike Braun gegenüber dem MT. „Generell betrachten wir die wirtschaftliche Situation immer als Landesverband mit unseren 29 Jugendherbergen insgesamt. Durch die Corona-Pandemie befinden sich die Jugendherbergen in Westfalen-Lippe in einer existenzbedrohenden Lage.“ Im Mai 2020 habe das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen einen Rettungsschirm für Träger der Jugend- und Jugendsozialarbeit aufgespannt. „Vor allem diese Billigkeitsleistungen sowie Mittel des Bundes federn die corona-bedingten Einnahmeverluste der Jugendherbergen in Westfalen-Lippe für das Jahr 2020 ab“, so Braun weiter. In Kombination mit eigenen Maßnahmen wie Kurzarbeit oder Investitionsstopps hoffe der Landesverband, die Krise ohne Standort-Schließungen und Entlassungen zu meistern. „Das ist aus heutiger Sicht nur möglich, wenn auch 2021 ein Rettungsschirm für die Jugendherbergen aufgespannt wird.“ Die Kurzarbeit im Landesverband gelte seit April 2020 und bis auf Weiteres für alle rund 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendherbergen und der Geschäftsstelle, somit sind auch die zwölf Mitarbeitenden der Jugendherberge in Petershagen betroffen. „Dabei arbeiten wir nicht zwangsläufig auf Kurzarbeit Null, sondern – je nach Standort, Tätigkeit und aktueller Lage – zu unterschiedlichen prozentualen Anteilen in Kurzarbeit. In Petershagen finden derzeit Renovierungsarbeiten statt, die unter „normalen“ Betriebsbedingungen eher schwierig durchführbar sind. Dass Corona die Bilanz empfindlich gestört hat, steht für 2020 außer Frage. Konkrete Zahlen gibt es aus der Jugendherberge allerdings noch nicht. Maike Braun dazu: „Das Deutsche Jugendherbergswerk plant für Anfang/Mitte Februar eine bundesweite Bilanzpressekonferenz. Dann werden auch wir wieder umfangreiches Zahlen- und Faktenmaterial zur Lage der Jugendherbergen in Westfalen-Lippe und natürlich auch zum Jugendgästehaus Petershagen veröffentlichen.“

Jugendherbergen in der Existenz bedroht

Im Jugendgästehaus Petershagen gilt die Kurzarbeit „bis auf Weiteres“. MT-Foto: Oliver Plöger © Oliver Plöger

Petershagen. Die Existenz der Jugendherbergen im Landesverband Westfalen-Lippe im Deutschen Jugendherbergswerk ist weiter bedroht. Das bestätigte nun auch Pressesprecherin Maike Braun gegenüber dem MT. „Generell betrachten wir die wirtschaftliche Situation immer als Landesverband mit unseren 29 Jugendherbergen insgesamt. Durch die Corona-Pandemie befinden sich die Jugendherbergen in Westfalen-Lippe in einer existenzbedrohenden Lage.“

Im Mai 2020 habe das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen einen Rettungsschirm für Träger der Jugend- und Jugendsozialarbeit aufgespannt. „Vor allem diese Billigkeitsleistungen sowie Mittel des Bundes federn die corona-bedingten Einnahmeverluste der Jugendherbergen in Westfalen-Lippe für das Jahr 2020 ab“, so Braun weiter. In Kombination mit eigenen Maßnahmen wie Kurzarbeit oder Investitionsstopps hoffe der Landesverband, die Krise ohne Standort-Schließungen und Entlassungen zu meistern. „Das ist aus heutiger Sicht nur möglich, wenn auch 2021 ein Rettungsschirm für die Jugendherbergen aufgespannt wird.“ Die Kurzarbeit im Landesverband gelte seit April 2020 und bis auf Weiteres für alle rund 450 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Jugendherbergen und der Geschäftsstelle, somit sind auch die zwölf Mitarbeitenden der Jugendherberge in Petershagen betroffen. „Dabei arbeiten wir nicht zwangsläufig auf Kurzarbeit Null, sondern – je nach Standort, Tätigkeit und aktueller Lage – zu unterschiedlichen prozentualen Anteilen in Kurzarbeit. In Petershagen finden derzeit Renovierungsarbeiten statt, die unter „normalen“ Betriebsbedingungen eher schwierig durchführbar sind.

Dass Corona die Bilanz empfindlich gestört hat, steht für 2020 außer Frage. Konkrete Zahlen gibt es aus der Jugendherberge allerdings noch nicht. Maike Braun dazu: „Das Deutsche Jugendherbergswerk plant für Anfang/Mitte Februar eine bundesweite Bilanzpressekonferenz. Dann werden auch wir wieder umfangreiches Zahlen- und Faktenmaterial zur Lage der Jugendherbergen in Westfalen-Lippe und natürlich auch zum Jugendgästehaus Petershagen veröffentlichen.“

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