Investitionen in die Feuerwehr: Das will die Stadt Petershagen ausgeben Claudia Hyna Petershagen-Windheim. Die wenigsten Privatleute fahren ein Auto 25 Jahre lang. Fahrzeuge für die Feuerwehr sind häufig viel älter, bis sie ersetzt werden. In den nächsten Jahren kommen daher finanziell einige größere Brocken auf die Stadt Petershagen zu. Das berichtete Stadtbrandmeister Karl Jungcurt im Feuerschutzausschuss. Der größte Posten im Budget istin diesem Jahr Bierde mit einem Löschgruppenfahrzeug LF20 für 420.000 Euro dar. Es ersetzt ein Fahrzeug aus dem Jahr 1993. Die Ausschreibung sei so gut wie fertig. „Mit Glück“ werde es Ende nächsten Jahres ausgeliefert, verdeutlichte Jungcurt die langen Fristen. Er hoffe, dass das alte Fahrzeug so lange halte. Ein großes Problem, das bei den regelmäßigen Untersuchungen auftauche, sei Rost. Dieser betreffe vor allem die älteren Fahrzeuge. Ein Grund dafür sei, dass nicht alle Feuerwehr-Gerätehäuser beheizt werden können. Insgesamt stimmte der Ausschuss dem Haushaltplanentwurf 2021/22 zu. Das Investitionsprogramm der Feuerwehr sieht für die Jahre 2021 bis 2027 einen jährlichen Bedarf von 600.000 Euro vor. Von der Summe entfallen rund 400.00 Euro, um ausgediente Großfahrzeuge zu ersetzen. Angefangen habe die Stadt mal bei 260.000, in den Jahren 2019 und 2020 lag die Summe bei 370.000 Euro, sagte Bürgermeister Dirk Breves (CDU) in seiner Funktion als Kämmerer. In den nächsten fünf Jahren werden durchschnittlich 500.00 Euro pro Jahr für Fahrzeuge und Ausrüstung bereitgestellt, also insgesamt 2,5 Millionen. Das sind knapp 50 Prozent mehr als noch 2019/2020. „Das ist ein starkes Zeichen an die Feuerwehr.“ Man müsse aber das große Ganze im Blick behalten. Im Hinblick auf die Sanierung beziehungsweise Erneuerung der Feuerwehrgerätehäuser, die in den kommenden Jahren ein großes Thema wird, soll der Kauf von Fahrzeugen zeitlich gestreckt werden. Alle zwei Jahre werde ein Großfahrzeug bestellt, das in der Regel ein Jahr später geliefert wird. Bei der Bestellung eines Großfahrzeuges wird nach rund vier Monaten das Fahrgestell geliefert und ist dann zu zahlen, so der Bürgermeister. Der folgende Fahrzeugaufbau dauere weitere zwölf bis 16 Monate, die Kosten dafür sind bei der Auslieferung des Fahrzeugs fällig. Noch in diesem Jahr sollen für rund 25.000 Euro Anzug, Handschuhe und Helm für die Jugendfeuerwehr beschafft werden. In den nächsten sechs Jahren liegt die Summe dann mit gut je 5.000 Euro deutlich niedriger. Für die Wehrleute sollen in diesem Jahr Feuerwehrjacken und -hosen (Hupfbekleidung) im Wert von 15.000 Euro gekauft werden. Dabei handelt es sich, wie auch in den Jahren bis 2024, um Ersatz wegen Verschleißes. In den Jahren 2025/26 werden dann jeweils 112.500 Euro für Kleidung fällig. Die persönliche Schutzausrüstung kostet bis einschließlich 2027 pro Jahr 31.500 Euro, auch hier wird Ersatz für Helme und Stiefel fällig. Für Funkmeldeempfänger fallen von 2021 bis 2023 pro Jahr 40.000 Euro an, dann sei eine vollständige Abdeckung erreicht, stellt der Wehrleiter in Aussicht. Bei den Handsprechgeräten für den Digitalfunk werden alle zwei Jahre rund zwölf Geräte ersetzt, der Posten beläuft sich auf 9.000 Euro. Bis zum Jahr 2027 erhalten die Löschgruppe Ilserheide, Ovenstädt, Wasserstraße, Schlüsselburg, Lahde, Südfelde sowie Buchholz-Großenheerse Mannschaftstransportfahrzeuge im Wert von von jeweils gut 50.000 Euro. Frille bekommt 2024 ein Tanklöschfahrzeug für 380.000 Euro, Windheim 2025 einen Schlauchwagen für 300.000 Euro, Ilvese 2026 ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF10) für 400.000 Euro und Ovenstädt ein Löschgruppenfahrzeug für 375.000 Euro. Das höchste Alter auf dem Buckel hat der Mannschaftskraftwagen Ilserheide mit seinen 38 Jahren. Ähnlich alt ist der Gerätekraftwagen aus Eldagsen mit 36 Jahren, der in diesem Jahr im Etat verzeichnet ist. Der Rat hatte im Oktober 2015 beschlossen, dass für die Umsetzung des von der Freiwilligen Feuerwehr erarbeiteten Beschaffungsprogramms ein jährlicher Betrag zur Verfügung gestellt wird. Bei den Beratungen wurde bestimmt, dass über die konkrete Verwendung des Investitionsbudgets die Wehrführung entscheidet. Diese habe dem Feuerschutzausschuss einmal jährlich darüber zu berichten.

Investitionen in die Feuerwehr: Das will die Stadt Petershagen ausgeben

Im Jahr 2019 hat die Fahrzeughalle der Löschgruppe Bierde einen neuen Anbau bekommen. Dort kann hoffentlich bald auch das neue Löschgruppenfahrzeug einziehen.
MT-Foto: Claudia Hyna
© hy

Petershagen-Windheim. Die wenigsten Privatleute fahren ein Auto 25 Jahre lang. Fahrzeuge für die Feuerwehr sind häufig viel älter, bis sie ersetzt werden. In den nächsten Jahren kommen daher finanziell einige größere Brocken auf die Stadt Petershagen zu. Das berichtete Stadtbrandmeister Karl Jungcurt im Feuerschutzausschuss.

Der größte Posten im Budget istin diesem Jahr Bierde mit einem Löschgruppenfahrzeug LF20 für 420.000 Euro dar. Es ersetzt ein Fahrzeug aus dem Jahr 1993. Die Ausschreibung sei so gut wie fertig. „Mit Glück“ werde es Ende nächsten Jahres ausgeliefert, verdeutlichte Jungcurt die langen Fristen. Er hoffe, dass das alte Fahrzeug so lange halte. Ein großes Problem, das bei den regelmäßigen Untersuchungen auftauche, sei Rost. Dieser betreffe vor allem die älteren Fahrzeuge. Ein Grund dafür sei, dass nicht alle Feuerwehr-Gerätehäuser beheizt werden können.

Im Jahr 2019 hat die Fahrzeughalle der Löschgruppe Bierde einen neuen Anbau bekommen. Dort kann hoffentlich bald auch das neue Löschgruppenfahrzeug einziehen. MT-Foto: Claudia Hyna - © x
Im Jahr 2019 hat die Fahrzeughalle der Löschgruppe Bierde einen neuen Anbau bekommen. Dort kann hoffentlich bald auch das neue Löschgruppenfahrzeug einziehen. MT-Foto: Claudia Hyna - © x

Insgesamt stimmte der Ausschuss dem Haushaltplanentwurf 2021/22 zu. Das Investitionsprogramm der Feuerwehr sieht für die Jahre 2021 bis 2027 einen jährlichen Bedarf von 600.000 Euro vor. Von der Summe entfallen rund 400.00 Euro, um ausgediente Großfahrzeuge zu ersetzen. Angefangen habe die Stadt mal bei 260.000, in den Jahren 2019 und 2020 lag die Summe bei 370.000 Euro, sagte Bürgermeister Dirk Breves (CDU) in seiner Funktion als Kämmerer.

In den nächsten fünf Jahren werden durchschnittlich 500.00 Euro pro Jahr für Fahrzeuge und Ausrüstung bereitgestellt, also insgesamt 2,5 Millionen. Das sind knapp 50 Prozent mehr als noch 2019/2020. „Das ist ein starkes Zeichen an die Feuerwehr.“ Man müsse aber das große Ganze im Blick behalten.

Im Hinblick auf die Sanierung beziehungsweise Erneuerung der Feuerwehrgerätehäuser, die in den kommenden Jahren ein großes Thema wird, soll der Kauf von Fahrzeugen zeitlich gestreckt werden. Alle zwei Jahre werde ein Großfahrzeug bestellt, das in der Regel ein Jahr später geliefert wird. Bei der Bestellung eines Großfahrzeuges wird nach rund vier Monaten das Fahrgestell geliefert und ist dann zu zahlen, so der Bürgermeister. Der folgende Fahrzeugaufbau dauere weitere zwölf bis 16 Monate, die Kosten dafür sind bei der Auslieferung des Fahrzeugs fällig.

Noch in diesem Jahr sollen für rund 25.000 Euro Anzug, Handschuhe und Helm für die Jugendfeuerwehr beschafft werden. In den nächsten sechs Jahren liegt die Summe dann mit gut je 5.000 Euro deutlich niedriger. Für die Wehrleute sollen in diesem Jahr Feuerwehrjacken und -hosen (Hupfbekleidung) im Wert von 15.000 Euro gekauft werden. Dabei handelt es sich, wie auch in den Jahren bis 2024, um Ersatz wegen Verschleißes.

In den Jahren 2025/26 werden dann jeweils 112.500 Euro für Kleidung fällig. Die persönliche Schutzausrüstung kostet bis einschließlich 2027 pro Jahr 31.500 Euro, auch hier wird Ersatz für Helme und Stiefel fällig. Für Funkmeldeempfänger fallen von 2021 bis 2023 pro Jahr 40.000 Euro an, dann sei eine vollständige Abdeckung erreicht, stellt der Wehrleiter in Aussicht. Bei den Handsprechgeräten für den Digitalfunk werden alle zwei Jahre rund zwölf Geräte ersetzt, der Posten beläuft sich auf 9.000 Euro.

Bis zum Jahr 2027 erhalten die Löschgruppe Ilserheide, Ovenstädt, Wasserstraße, Schlüsselburg, Lahde, Südfelde sowie Buchholz-Großenheerse Mannschaftstransportfahrzeuge im Wert von von jeweils gut 50.000 Euro. Frille bekommt 2024 ein Tanklöschfahrzeug für 380.000 Euro, Windheim 2025 einen Schlauchwagen für 300.000 Euro, Ilvese 2026 ein Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug (HLF10) für 400.000 Euro und Ovenstädt ein Löschgruppenfahrzeug für 375.000 Euro. Das höchste Alter auf dem Buckel hat der Mannschaftskraftwagen Ilserheide mit seinen 38 Jahren. Ähnlich alt ist der Gerätekraftwagen aus Eldagsen mit 36 Jahren, der in diesem Jahr im Etat verzeichnet ist.

Der Rat hatte im Oktober 2015 beschlossen, dass für die Umsetzung des von der Freiwilligen Feuerwehr erarbeiteten Beschaffungsprogramms ein jährlicher Betrag zur Verfügung gestellt wird. Bei den Beratungen wurde bestimmt, dass über die konkrete Verwendung des Investitionsbudgets die Wehrführung entscheidet. Diese habe dem Feuerschutzausschuss einmal jährlich darüber zu berichten.

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