In einem Rutsch: Landesbetrieb saniert Radweg an der B 482 von Döhren bis Neuenknick Oliver Plöger Petershagen-Neuenknick. Was lange währt, könnte nun auch an der Bundesstraße 482 in Neuenknick endlich gut werden. Darauf weisen die Bauarbeiten hin, die derzeit am Radweg zwischen Tipperberg und Rombachstraße stattfinden. Dass der Radweg – obwohl gefährliche Huckelpiste – ausgerechnet an dieser Stelle saniert wird, war lange unklar. Für den Straßenbetrieb NRW gab es zunächst einen anderen Schwerpunkt. Auf die Wurzelaufbrüche auf dem knapp 300 Meter langen Teilstück ab Tipperberg hatte Ortsbürgermeister Stefan Wiesinger (CDU) den Landesbetrieb Straßen.NRW schon 2018 hingewiesen, öffentlich im MT dann im September vorigen Jahres. „Für mich war es nur eine Frage der Zeit, bis hier die ersten Unfälle passieren“, sagte Wiesinger, der auch die Fahrradtouristen im Blick hat, die in größerer Zahl an der B 482 unterwegs seien. Sorge hatte er, dass die möglicherweise direkt auf die Bundesstraße ausweichen. „Auch im Dorf war der Radweg ein Dauerthema.“ Eine Reparatur, so Wiesinger im September, könne nicht übermäßig aufwendig sein – der Ortsbürgermeister hatte für den „kurzen Dienstweg“ sogar vorgeschlagen, Arbeitsgerät vom Bauhof der Stadt Petershagen zu leihen.Der Landesbetrieb aber hatte sich zunächst auf den Bereich Richtung Döhrener Straße konzentriert, der aktuell ebenfalls saniert wird. Dieser Abschnitt sei aus Sicht der Landesbehörde „viel schlimmer“, so Pressesprecher Sven Johanning zum MT. Das Problem: Hier gebe es eine nur 30 Zentimeter breite Bankette, danach die bis zu zehn Meter tiefe Böschung. Die mache auch die Sanierung problematisch: „Bei den Arbeiten laufen wir Gefahr, dass die Asphaltfräse abstürzt.“ Die Lösung hatte die Behörde nach einer laut Johanning „schwierigen Ausschreibung“ schließlich mit einer Fachfirma aus Bad Oeynhausen gefunden. Gleichwohl war dem Landesbetrieb auch der Zustand des Abschnittes bis zur Rombachstraße bekannt. Im Zusammenhang mit der Sanierung sollte dann der vom Ortsbürgermeister kritisierte Abschnitt gleich mitgemacht werden, so die von Johanning im MT angekündigte Lösung. Auch hier ist die Fachfirma aus Bad Oeynhausen im Einsatz. „Für uns kein Problem“, hieß es am Dienstag vor Ort an der Baustelle: „Wir machen alles.“ Wiesinger nahm mit Wohlwollen zur Kenntnis, dass die Baufahrzeuge tatsächlich Anfang des Monats angerollt waren. Dass der Weg bis zur Sanierung dann doch so lange gedauert hat, kann er jedoch nach wie vor nicht verstehen. Begründet worden waren die Verzögerungen zuletzt mit der Wetterlage und Corona.Die Arbeiten zwischen Einmündung Döhrener Straße und Rombachstraße sollen insgesamt bis zum 25. Mai andauern. In dieser Zeit, so Sven Johanning, werde der Geh-/Radweg über die Döhrener Straße und die Seelenfelder Straße umgeleitet. Auf der Bundesstraße gibt es während der Arbeiten eine halbseitige Sperrung, der Verkehr wird über eine Ampel geregelt. Während Stefan Wiesinger sich jetzt vor allem über das Teilstück in Neuenknick freut, dürften weitere Fahrradnutzer auch die Sanierung der Gesamtstrecke ab Döhrener Straße begrüßen. Laut Joachim Römermann, Tourguide beim ADFC, sei auch die nämlich eine nicht mehr durch Radfahrer befahrbare Buckelpiste gewesen – ohne die Möglichkeit, auf die Bundesstraße auszuweichen. Entsprechend war die B 482 auch Thema im Fahrradklimatest, den Römermann betreut und der für Petershagen mit der Note 3,8 ausgefallen ist. Den nächsten Test soll es 2024 geben – mit der B 482 und dann hoffentlich weiteren Verbesserungen im Petershäger Radwegenetz, etwa bei der Verbindung zwischen Wietersheim und Leteln, für die der Kreis gerade ein Konzept bastelt, sollte die Note besser werden.

In einem Rutsch: Landesbetrieb saniert Radweg an der B 482 von Döhren bis Neuenknick

Das Fachunternehmen aus Bad Oeynhausen ist bereits seit einigen Tagen an der B 482 im Einsatz, hier am Dienstag auf Höhe Rombachstraße. MT-Foto: Oliver Plöger

Petershagen-Neuenknick. Was lange währt, könnte nun auch an der Bundesstraße 482 in Neuenknick endlich gut werden. Darauf weisen die Bauarbeiten hin, die derzeit am Radweg zwischen Tipperberg und Rombachstraße stattfinden. Dass der Radweg – obwohl gefährliche Huckelpiste – ausgerechnet an dieser Stelle saniert wird, war lange unklar. Für den Straßenbetrieb NRW gab es zunächst einen anderen Schwerpunkt.

Auf die Wurzelaufbrüche auf dem knapp 300 Meter langen Teilstück ab Tipperberg hatte Ortsbürgermeister Stefan Wiesinger (CDU) den Landesbetrieb Straßen.NRW schon 2018 hingewiesen, öffentlich im MT dann im September vorigen Jahres. „Für mich war es nur eine Frage der Zeit, bis hier die ersten Unfälle passieren“, sagte Wiesinger, der auch die Fahrradtouristen im Blick hat, die in größerer Zahl an der B 482 unterwegs seien. Sorge hatte er, dass die möglicherweise direkt auf die Bundesstraße ausweichen. „Auch im Dorf war der Radweg ein Dauerthema.“ Eine Reparatur, so Wiesinger im September, könne nicht übermäßig aufwendig sein – der Ortsbürgermeister hatte für den „kurzen Dienstweg“ sogar vorgeschlagen, Arbeitsgerät vom Bauhof der Stadt Petershagen zu leihen.

Der Landesbetrieb aber hatte sich zunächst auf den Bereich Richtung Döhrener Straße konzentriert, der aktuell ebenfalls saniert wird. Dieser Abschnitt sei aus Sicht der Landesbehörde „viel schlimmer“, so Pressesprecher Sven Johanning zum MT. Das Problem: Hier gebe es eine nur 30 Zentimeter breite Bankette, danach die bis zu zehn Meter tiefe Böschung. Die mache auch die Sanierung problematisch: „Bei den Arbeiten laufen wir Gefahr, dass die Asphaltfräse abstürzt.“ Die Lösung hatte die Behörde nach einer laut Johanning „schwierigen Ausschreibung“ schließlich mit einer Fachfirma aus Bad Oeynhausen gefunden. Gleichwohl war dem Landesbetrieb auch der Zustand des Abschnittes bis zur Rombachstraße bekannt. Im Zusammenhang mit der Sanierung sollte dann der vom Ortsbürgermeister kritisierte Abschnitt gleich mitgemacht werden, so die von Johanning im MT angekündigte Lösung. Auch hier ist die Fachfirma aus Bad Oeynhausen im Einsatz. „Für uns kein Problem“, hieß es am Dienstag vor Ort an der Baustelle: „Wir machen alles.“

Schon abgeschabt: Die Aufplatzungen sind bereits verschwunden, auch auf Höhe Neuenknick wird der Radweg saniert. MT-Archivfoto: Oliver Plöger - © Plöger
Schon abgeschabt: Die Aufplatzungen sind bereits verschwunden, auch auf Höhe Neuenknick wird der Radweg saniert. MT-Archivfoto: Oliver Plöger - © Plöger

Wiesinger nahm mit Wohlwollen zur Kenntnis, dass die Baufahrzeuge tatsächlich Anfang des Monats angerollt waren. Dass der Weg bis zur Sanierung dann doch so lange gedauert hat, kann er jedoch nach wie vor nicht verstehen. Begründet worden waren die Verzögerungen zuletzt mit der Wetterlage und Corona.

Die Arbeiten zwischen Einmündung Döhrener Straße und Rombachstraße sollen insgesamt bis zum 25. Mai andauern. In dieser Zeit, so Sven Johanning, werde der Geh-/Radweg über die Döhrener Straße und die Seelenfelder Straße umgeleitet. Auf der Bundesstraße gibt es während der Arbeiten eine halbseitige Sperrung, der Verkehr wird über eine Ampel geregelt.

Während Stefan Wiesinger sich jetzt vor allem über das Teilstück in Neuenknick freut, dürften weitere Fahrradnutzer auch die Sanierung der Gesamtstrecke ab Döhrener Straße begrüßen. Laut Joachim Römermann, Tourguide beim ADFC, sei auch die nämlich eine nicht mehr durch Radfahrer befahrbare Buckelpiste gewesen – ohne die Möglichkeit, auf die Bundesstraße auszuweichen. Entsprechend war die B 482 auch Thema im Fahrradklimatest, den Römermann betreut und der für Petershagen mit der Note 3,8 ausgefallen ist. Den nächsten Test soll es 2024 geben – mit der B 482 und dann hoffentlich weiteren Verbesserungen im Petershäger Radwegenetz, etwa bei der Verbindung zwischen Wietersheim und Leteln, für die der Kreis gerade ein Konzept bastelt, sollte die Note besser werden.

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