Hohe Temperaturen: Kraftwerk reduziert Leistung Petershagen-Lahde (dpa/hy). Die Hitzewelle hat Folgen für die Stromproduktion in Deutschland: Erste Kraftwerke beginnen, die Leistung zu drosseln – unter ihnen auch das Kraftwerk Heyden in Lahde. Für laufwassergebundene Kraftwerke wie die Anlage in Lahde sei das bei der Wetterlage nicht ungewöhnlich, so Heiko Deterding, zuständig für die Kommunikation in dem Betrieb. Der Grund sei, dass die Weser, von der das Kühlwasser bezogen werde, derzeit eine Temperatur von 24 bis 25 Grad habe. Dadurch könne die Anlage nicht mehr ausreichend gekühlt werden. Im vergangenen Sommer sei das nicht der Fall gewesen, aber im Jahr 2016 hatte das Kraftwerk auch auf hohe Außentemperaturen reagieren müssen. Man müsse auch beim Wasser, das in die Weser geleitet werde, gewisse Grenzwerte einhalten. Diese würden bei den aktuellen Temperaturen sonst überschritten. Erschwerend komme hinzu, dass die Kunden momentan viel Leistung aus dem Kohlekraftwerk fordern, berichtet Deterding weiter. Das liege daran, da wegen Windstille kein Strom aus Windenergie gewonnen werden könne, außerdem seien Photovoltaikanlagen bei den Temperaturen überlastet. Das Kraftwerk Heyden werde im Verlauf des Jahres nicht immer mit Volllast gefahren. Vor kurzem hatte es noch eine Revision gegeben, so dass die Anlage erst in der vergangenen Woche wieder neu hochgefahren wurde. „Wir schauen jetzt, wie sich der Betrieb einpendelt“, sagt Heiko Deterding. Gegebenenfalls müsse der Kraftwerksbetreiber die Leistung dann erneut weiter herunterfahren. Der sinkende Wasserstand auf den Flüssen könnte auch die Belieferung von Kohlekraftwerken beeinträchtigen, da die Schiffe nicht mehr wie gewohnt beladen werden können. RWE meldete vorsorglich, dass sein Kraftwerk in Hamm betroffen sein könnte. Die Produktion sei nicht beeinträchtigt, sagte ein Sprecher.

Hohe Temperaturen: Kraftwerk reduziert Leistung

Das Kraftwerk Heyden in Lahde drosselt wegen der anhaltenden Hitze seine Leistung. © Foto: pr

Petershagen-Lahde (dpa/hy). Die Hitzewelle hat Folgen für die Stromproduktion in Deutschland: Erste Kraftwerke beginnen, die Leistung zu drosseln – unter ihnen auch das Kraftwerk Heyden in Lahde.

Für laufwassergebundene Kraftwerke wie die Anlage in Lahde sei das bei der Wetterlage nicht ungewöhnlich, so Heiko Deterding, zuständig für die Kommunikation in dem Betrieb. Der Grund sei, dass die Weser, von der das Kühlwasser bezogen werde, derzeit eine Temperatur von 24 bis 25 Grad habe. Dadurch könne die Anlage nicht mehr ausreichend gekühlt werden. Im vergangenen Sommer sei das nicht der Fall gewesen, aber im Jahr 2016 hatte das Kraftwerk auch auf hohe Außentemperaturen reagieren müssen. Man müsse auch beim Wasser, das in die Weser geleitet werde, gewisse Grenzwerte einhalten. Diese würden bei den aktuellen Temperaturen sonst überschritten.

Erschwerend komme hinzu, dass die Kunden momentan viel Leistung aus dem Kohlekraftwerk fordern, berichtet Deterding weiter. Das liege daran, da wegen Windstille kein Strom aus Windenergie gewonnen werden könne, außerdem seien Photovoltaikanlagen bei den Temperaturen überlastet.

Das Kraftwerk Heyden werde im Verlauf des Jahres nicht immer mit Volllast gefahren. Vor kurzem hatte es noch eine Revision gegeben, so dass die Anlage erst in der vergangenen Woche wieder neu hochgefahren wurde. „Wir schauen jetzt, wie sich der Betrieb einpendelt“, sagt Heiko Deterding. Gegebenenfalls müsse der Kraftwerksbetreiber die Leistung dann erneut weiter herunterfahren.

Der sinkende Wasserstand auf den Flüssen könnte auch die Belieferung von Kohlekraftwerken beeinträchtigen, da die Schiffe nicht mehr wie gewohnt beladen werden können. RWE meldete vorsorglich, dass sein Kraftwerk in Hamm betroffen sein könnte. Die Produktion sei nicht beeinträchtigt, sagte ein Sprecher.

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