Heike Dühlmeier verstorben: Sekundarschule mit aufgebaut Petershagen (mt). Immer ging es ihr um das Wohl der Schüler und der Schule. Als Chefin wollte Heike Dühlmeier selbst nicht im Vordergrund stehen. Auch einen Nachruf hätte sie wahrscheinlich übertrieben gefunden – und gerade deshalb hat sie einen verdient. Die ehemalige Leiterin der Realschule und der Sekundarschule Lahde ist im Alter von 63 Jahren gestorben. Der gute Kontakt zu den Schülern sei ihr immer wichtig gewesen, sagt der kommissarische Leiter der Sekundarschule, Albert Südbeck rückblickend. „Sie wollte herausholen, was in ihnen steckt und für jeden den bestmöglichen Schulabschluss erreichen.“ Heike Dühlmeier habe sich für die Inklusion stark gemacht. Auch die Entwicklung der jungen Lehrkräfte lag ihr am Herzen. Eine ehemalige Kollegin habe geäußert, dass junge Lehrer bei ihr die Chance bekamen, Schule neu zu denken und zu entwickeln. Ihre Tür habe immer für jeden offen gestanden. Südbeck selbst denkt gern an die gute Zusammenarbeit mit seiner Kollegin zurück. „Wir hatten die gleiche Vorstellung und nie Auseinandersetzungen.“ Das sei nicht selbstverständlich. Sie selbst hielt sich gerne im Hintergrund, scheute die Öffentlichkeit. An erster Stelle stand der Wunsch, den Schülern etwas zu bieten – und das sei mit der neuen Schulform Sekundarschule, die sie mit aufbaute, möglich gewesen. Als bei der Eröffnung ein Kind fragte: „Darf ich jetzt auch rein?“, sagte Heike Dühlmeier: „Ja, das ist deine Schule, die ist für dich gebaut worden.“ Glücklich war sie auch über die Einweihung des Bewegungsparcours 2018.Die gebürtige Bielefelderin war 1985 in den Schuldienst eingetreten. Im Mai 2000 wurde sie Konrektorin an der Realschule Lahde, im Dezember 2001 Leiterin. 2010 fasste die Stadt den Beschluss, eine Sekundarschule zu installieren. 2013 war sie Gründungsmitglied der Städtischen Sekundarschule Petershagen und leitete diese bis zu ihrem Abschied im Februar dieses Jahres. Die Schule war mit 153 Kindern in sechs Klassen gestartet, heute wird sie von 800 Schülern besucht. Diese nannte Heike Dühlmeier liebevoll „die kleinen Mäuse“.Sie habe die Entwicklung und das Profil der Schule maßgebend geprägt und gestaltet, heißt es im Nachruf der Schule. Gemeinsam mit ihrem Hund Paul, den sie mit in die Schule brachte, sei es oft gelungen, Lehrern und Schülern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Heike Dühlmeier wollte, dass der Gedanke der Sekundarschule weiter getragen wird. Es sei eine Flamme entfacht worden, die nicht wieder verlöschen dürfe, sagte sie bei der Eröffnung. (hy)

Heike Dühlmeier verstorben: Sekundarschule mit aufgebaut

Heike Dühlmeier. Archivfoto: Hyna © hy

Petershagen (mt). Immer ging es ihr um das Wohl der Schüler und der Schule. Als Chefin wollte Heike Dühlmeier selbst nicht im Vordergrund stehen. Auch einen Nachruf hätte sie wahrscheinlich übertrieben gefunden – und gerade deshalb hat sie einen verdient. Die ehemalige Leiterin der Realschule und der Sekundarschule Lahde ist im Alter von 63 Jahren gestorben.

Der gute Kontakt zu den Schülern sei ihr immer wichtig gewesen, sagt der kommissarische Leiter der Sekundarschule, Albert Südbeck rückblickend. „Sie wollte herausholen, was in ihnen steckt und für jeden den bestmöglichen Schulabschluss erreichen.“ Heike Dühlmeier habe sich für die Inklusion stark gemacht. Auch die Entwicklung der jungen Lehrkräfte lag ihr am Herzen. Eine ehemalige Kollegin habe geäußert, dass junge Lehrer bei ihr die Chance bekamen, Schule neu zu denken und zu entwickeln. Ihre Tür habe immer für jeden offen gestanden.

Südbeck selbst denkt gern an die gute Zusammenarbeit mit seiner Kollegin zurück. „Wir hatten die gleiche Vorstellung und nie Auseinandersetzungen.“ Das sei nicht selbstverständlich. Sie selbst hielt sich gerne im Hintergrund, scheute die Öffentlichkeit. An erster Stelle stand der Wunsch, den Schülern etwas zu bieten – und das sei mit der neuen Schulform Sekundarschule, die sie mit aufbaute, möglich gewesen. Als bei der Eröffnung ein Kind fragte: „Darf ich jetzt auch rein?“, sagte Heike Dühlmeier: „Ja, das ist deine Schule, die ist für dich gebaut worden.“ Glücklich war sie auch über die Einweihung des Bewegungsparcours 2018.

Die gebürtige Bielefelderin war 1985 in den Schuldienst eingetreten. Im Mai 2000 wurde sie Konrektorin an der Realschule Lahde, im Dezember 2001 Leiterin. 2010 fasste die Stadt den Beschluss, eine Sekundarschule zu installieren. 2013 war sie Gründungsmitglied der Städtischen Sekundarschule Petershagen und leitete diese bis zu ihrem Abschied im Februar dieses Jahres. Die Schule war mit 153 Kindern in sechs Klassen gestartet, heute wird sie von 800 Schülern besucht. Diese nannte Heike Dühlmeier liebevoll „die kleinen Mäuse“.

Sie habe die Entwicklung und das Profil der Schule maßgebend geprägt und gestaltet, heißt es im Nachruf der Schule. Gemeinsam mit ihrem Hund Paul, den sie mit in die Schule brachte, sei es oft gelungen, Lehrern und Schülern ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Heike Dühlmeier wollte, dass der Gedanke der Sekundarschule weiter getragen wird. Es sei eine Flamme entfacht worden, die nicht wieder verlöschen dürfe, sagte sie bei der Eröffnung. (hy)

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