Häverner können wieder Aussicht vom Turm genießen Petershagen-Hävern (Wes). Der Anfang ist gemacht. Der Aussichtsturm im westlichen Ortseingangsbereich des Weserdorfes wird von einem Fachunternehmen saniert. Geländer und Treppenaufstieg bis zum Podest sind fertig, weitere Arbeiten werden in Kürze folgen. „Noch in diesem Monat, spätestens im Februar, dürften sämtliche Maßnahmen abgeschlossen sein. Zum Abschluss ist das Holzwerk am oberen Teil des Turms an der Reihe“, betonte Ortsbürgermeister Uwe Schäkel. Die Finanzierung in Höhe von 3.800 Euro ist gesichert: 3.000 Euro sind durch Spenden zusammengekommen, 800 Euro steuert die Stadt Petershagen bei. Witterungseinflüsse und Vandalismus hatten der Holzkonstruktion mit Blick auf das Naturschutzgebiet in südwestlicher Richtung stark zugesetzt. Die Folge war, dass die Zugangstreppe im Oktober 2018 aus Sicherheitsgründen mit einem Sperrgitter blockiert werden musste. Der Ortseingangsbereich mit der Bushaltestelle „Linie 504 – Hävern Schule“ ist bereits in den Jahren 1998 und 1999 neu gestaltet worden. Das Motto vor gut 20 Jahren hieß: „Eine neue Visitenkarte für das Weserdorf“. Für die Umsetzung der Pläne waren 51.100 Euro erforderlich. Bei dem Projekt handelte es sich um eine Gemeinschaftsaktion, an der neben der Stadt Petershagen und dem Kreis Minden-Lübbecke auch das Amt für Agrarordnung Bielefeld und die Bezirksregierung Detmold mitwirkten. Dazu kamen Häverner Einwohner, die tatkräftig mit anpackten. Das alte Beton-Buswartehäuschen wurde abgeräumt. In unmittelbarer Nähe des neuen Aussichtsturms erhielt zum Dorfjubiläum ein tonnenschwerer Findling mit der Inschrift „800 Jahre Hävern 1198 – 1998“ seinen Platz. Zu den weiteren Gestaltungselementen des Ortseingangsbereichs gehören eine Sitzecke, das Hinweisschild „Naturschutzgebiet“ und zwei Schautafeln der Biologischen Station des Kreises Minden-Lübbecke über das Vogelschutzgebiet „Weseraue“ und das Naturschutzgebiet „Mittelweser“. Im Innenbereich des Turmanbaus bieten Glaskästen weitere Informationen. Unter der Überschrift „Willkommen in Hävern“ geht es um die drei Schulen des Dorfes. Das älteste dieser Gebäude wurde 1795 durch ein Feuer zerstört, dann aber wieder aufgebaut. In späteren Jahren stellte sich heraus, dass die Räumlichkeiten für die gewachsene Zahl der Jungen und Mädchen nicht mehr ausreichten. Das neue Schulgebäude wurde 1915/1916 in westlicher Häverner Ortslage errichtet. Dort fand 1964 die letzte Unterrichtsstunde statt. In weiteren Texten der Schautafeln geht es um Geschichte und Strukturwandel des Dorfes. Beispiel: Im Jahr 1937 waren in Hävern 14 landwirtschaftliche Voll- und 16 Nebenerwerbsbetriebe ansässig. Dazu kamen unter anderem Schneiderinnen, Maurer, Hausschlachter, Fährmann, Pflasterer, Schmiede, Schuster und Tischler.

Häverner können wieder Aussicht vom Turm genießen

Der Aussichtsturm im Häverner Ortseingangsbereich wird saniert. Geländer und Treppenaufstieg bis zum Podest sind bereits erneuert worden. Foto: Ulrich Westermann © Ulrich Westermann

Petershagen-Hävern (Wes). Der Anfang ist gemacht. Der Aussichtsturm im westlichen Ortseingangsbereich des Weserdorfes wird von einem Fachunternehmen saniert. Geländer und Treppenaufstieg bis zum Podest sind fertig, weitere Arbeiten werden in Kürze folgen. „Noch in diesem Monat, spätestens im Februar, dürften sämtliche Maßnahmen abgeschlossen sein. Zum Abschluss ist das Holzwerk am oberen Teil des Turms an der Reihe“, betonte Ortsbürgermeister Uwe Schäkel. Die Finanzierung in Höhe von 3.800 Euro ist gesichert: 3.000 Euro sind durch Spenden zusammengekommen, 800 Euro steuert die Stadt Petershagen bei.

Witterungseinflüsse und Vandalismus hatten der Holzkonstruktion mit Blick auf das Naturschutzgebiet in südwestlicher Richtung stark zugesetzt. Die Folge war, dass die Zugangstreppe im Oktober 2018 aus Sicherheitsgründen mit einem Sperrgitter blockiert werden musste.

Der Ortseingangsbereich mit der Bushaltestelle „Linie 504 – Hävern Schule“ ist bereits in den Jahren 1998 und 1999 neu gestaltet worden. Das Motto vor gut 20 Jahren hieß: „Eine neue Visitenkarte für das Weserdorf“. Für die Umsetzung der Pläne waren 51.100 Euro erforderlich.

Bei dem Projekt handelte es sich um eine Gemeinschaftsaktion, an der neben der Stadt Petershagen und dem Kreis Minden-Lübbecke auch das Amt für Agrarordnung Bielefeld und die Bezirksregierung Detmold mitwirkten. Dazu kamen Häverner Einwohner, die tatkräftig mit anpackten. Das alte Beton-Buswartehäuschen wurde abgeräumt. In unmittelbarer Nähe des neuen Aussichtsturms erhielt zum Dorfjubiläum ein tonnenschwerer Findling mit der Inschrift „800 Jahre Hävern 1198 – 1998“ seinen Platz.

Zu den weiteren Gestaltungselementen des Ortseingangsbereichs gehören eine Sitzecke, das Hinweisschild „Naturschutzgebiet“ und zwei Schautafeln der Biologischen Station des Kreises Minden-Lübbecke über das Vogelschutzgebiet „Weseraue“ und das Naturschutzgebiet „Mittelweser“.

Im Innenbereich des Turmanbaus bieten Glaskästen weitere Informationen. Unter der Überschrift „Willkommen in Hävern“ geht es um die drei Schulen des Dorfes. Das älteste dieser Gebäude wurde 1795 durch ein Feuer zerstört, dann aber wieder aufgebaut. In späteren Jahren stellte sich heraus, dass die Räumlichkeiten für die gewachsene Zahl der Jungen und Mädchen nicht mehr ausreichten. Das neue Schulgebäude wurde 1915/1916 in westlicher Häverner Ortslage errichtet. Dort fand 1964 die letzte Unterrichtsstunde statt. In weiteren Texten der Schautafeln geht es um Geschichte und Strukturwandel des Dorfes. Beispiel: Im Jahr 1937 waren in Hävern 14 landwirtschaftliche Voll- und 16 Nebenerwerbsbetriebe ansässig. Dazu kamen unter anderem Schneiderinnen, Maurer, Hausschlachter, Fährmann, Pflasterer, Schmiede, Schuster und Tischler.

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