FriedEL und die Dorfkapelle: eine Gemeinschaft mit Perspektive Andreas Laubig Petershagen-Eldagsen. Eine Begegnungsstätte an diesem Ort zu schaffen, das ist Helma Owczarski und Kirsten Bock aus dem Vorstand des Vereins „FriedEL“ wichtig. Der Name steht für die Friedhofskapelle in Eldagsen. Ein eher unscheinbarer Bau von 1969, direkt am Friedhof gelegen. Für den Verein bietet er Räumlichkeiten, die Visionen für eine sinnvolle Nutzung entstehen lassen. Zum Teil haben die Pläne Gestalt angenommen: Mit der Leihbücherei gibt es eine Anlaufstelle für Kinder und Erwachsene, die jeden Montag geöffnet ist. Dass die Kapelle auch für Lesungen und Konzerte hervorragend geeignet ist, zeigte sich zuletzt bei einer Kurt-Tucholsky-Lesung und jetzt bei einem Benefizkonzert mit dem Saxofon- Quartett Fifty Fingers. Die holzvertäfelten Dachschrägen sorgen für eine gute Akustik. „Und auch die vielen Bücher geben eine schöne Dämmung“, freut sich Saxofonist Detlev Völker nach dem Einspielen. Gut 40 Plätze bietet der Raum an diesem Abend, sie sind alle vergeben. Helma Owczarski hat Pläne aufgehängt, wie es hier künftig aussehen könnte. Mit einer Empore ließen sich zusätzliche Zuschauerplätze schaffen. Und mit einer Öffnung des Gebäudes zum hinteren Teil, nach Süden hin, ließen sich Möglichkeiten für Freiluft- und Terrassen-Aktivitäten umsetzen. Für die Installation einer neuen Heizungsanlage hat der Verein Unterstützung finden können. Die Stadt, der Kreis, Sparkasse und Volksbank sowie ein Energieversorger haben Beiträge für den Erhalt und die Umwidmung der Kapelle geleistet. Es hatte Pläne gegeben, das Gebäude in einen Lagerraum für Baustoffe umzuwandeln. Das war der Weckruf für die Vereinsgründung mit ursprünglich 13 Mitgliedern. Heute sind es gut 20, weitere Unterstützung ist willkommen. So wie die vier Musiker an diesem Abend auf ihre Gage verzichten und die Zuschauer über ihren Beitrag entscheiden. Die Technik und das Licht hat die Veranstaltungsagentur des Sohnes vom Vorstand bereitgestellt. Ehrenamtliche Arbeit, Nachbarschaftshilfe und engagierte Bürger machen es möglich, dass hier Begegnung stattfindet. Gern würde der Vorstand ortsansässiges Gewerbe für eine Unterstützung gewinnen. Bei der Programmgestaltung sei man offen, die Premiere mit der Lesung wurde gut angenommen. Als regelmäßiger Termin erfreut sich der Freitagnachmittag großer Beliebtheit. Bei Kaffee und Kuchen trifft man sich. Schon vor der Pandemie-bedingten Zwangspause waren Spiele-Angebote für Kinder hinzugekommen, die wieder aufgenommen werden sollen. Als nächstes könnte eine Vernissage Kunst in die Kapelle bringen. Für die warmen und vollen Klänge von vier Saxofonen ist der Raum hervorragend geeignet. Mit vielen Swing-Klassikern, Blues und Pop lieferte das Quintett ein Konzert, wie geschaffen für diesen lauen Sommerabend.

FriedEL und die Dorfkapelle: eine Gemeinschaft mit Perspektive

Fifty Fingers zeigen schon mal, wie gut es sich in einer ehemaligen Friedhofskapelle spielen lässt. © Andreas Laubig

Petershagen-Eldagsen. Eine Begegnungsstätte an diesem Ort zu schaffen, das ist Helma Owczarski und Kirsten Bock aus dem Vorstand des Vereins „FriedEL“ wichtig. Der Name steht für die Friedhofskapelle in Eldagsen. Ein eher unscheinbarer Bau von 1969, direkt am Friedhof gelegen. Für den Verein bietet er Räumlichkeiten, die Visionen für eine sinnvolle Nutzung entstehen lassen. Zum Teil haben die Pläne Gestalt angenommen: Mit der Leihbücherei gibt es eine Anlaufstelle für Kinder und Erwachsene, die jeden Montag geöffnet ist.

Dass die Kapelle auch für Lesungen und Konzerte hervorragend geeignet ist, zeigte sich zuletzt bei einer Kurt-Tucholsky-Lesung und jetzt bei einem Benefizkonzert mit dem Saxofon- Quartett Fifty Fingers. Die holzvertäfelten Dachschrägen sorgen für eine gute Akustik. „Und auch die vielen Bücher geben eine schöne Dämmung“, freut sich Saxofonist Detlev Völker nach dem Einspielen.

Trauer war nicht angesagt: Das Kapellengebäude in Eldagsen bietet Raum für Lesungen und Konzerte. Fotos: Andreas Laubig - © Laubig
Trauer war nicht angesagt: Das Kapellengebäude in Eldagsen bietet Raum für Lesungen und Konzerte. Fotos: Andreas Laubig - © Laubig

Gut 40 Plätze bietet der Raum an diesem Abend, sie sind alle vergeben. Helma Owczarski hat Pläne aufgehängt, wie es hier künftig aussehen könnte. Mit einer Empore ließen sich zusätzliche Zuschauerplätze schaffen. Und mit einer Öffnung des Gebäudes zum hinteren Teil, nach Süden hin, ließen sich Möglichkeiten für Freiluft- und Terrassen-Aktivitäten umsetzen.

Für die Installation einer neuen Heizungsanlage hat der Verein Unterstützung finden können. Die Stadt, der Kreis, Sparkasse und Volksbank sowie ein Energieversorger haben Beiträge für den Erhalt und die Umwidmung der Kapelle geleistet.

Es hatte Pläne gegeben, das Gebäude in einen Lagerraum für Baustoffe umzuwandeln. Das war der Weckruf für die Vereinsgründung mit ursprünglich 13 Mitgliedern. Heute sind es gut 20, weitere Unterstützung ist willkommen.

So wie die vier Musiker an diesem Abend auf ihre Gage verzichten und die Zuschauer über ihren Beitrag entscheiden. Die Technik und das Licht hat die Veranstaltungsagentur des Sohnes vom Vorstand bereitgestellt. Ehrenamtliche Arbeit, Nachbarschaftshilfe und engagierte Bürger machen es möglich, dass hier Begegnung stattfindet.

Gern würde der Vorstand ortsansässiges Gewerbe für eine Unterstützung gewinnen. Bei der Programmgestaltung sei man offen, die Premiere mit der Lesung wurde gut angenommen. Als regelmäßiger Termin erfreut sich der Freitagnachmittag großer Beliebtheit. Bei Kaffee und Kuchen trifft man sich. Schon vor der Pandemie-bedingten Zwangspause waren Spiele-Angebote für Kinder hinzugekommen, die wieder aufgenommen werden sollen. Als nächstes könnte eine Vernissage Kunst in die Kapelle bringen.

Für die warmen und vollen Klänge von vier Saxofonen ist der Raum hervorragend geeignet. Mit vielen Swing-Klassikern, Blues und Pop lieferte das Quintett ein Konzert, wie geschaffen für diesen lauen Sommerabend.

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