Fitnesspark unter Flügeln: Trainingsgeräte sollen Ende Mai aufgestellt werden Oliver Plöger,Henning Wandel Petershagen. In Minden sind die Pläne für einen Fitnesspark gescheitert, jetzt sollen die Trainingsgeräte in Petershagen aufgestellt werden. Auf dem Grundstück unterhalb der Büschingschen Mühle kann sich bald jeder eine „Portion Fitness“ abholen. Initiator ist der Rotary-Club Minden-Porta Westfalica. Wie Evelyn Hotze aus der Stabstelle für Wirtschaftsförderung und Tourismus auf MT-Anfrage mitteilt, sei die Aufstellung der Geräte Ende Mai vorgesehen. Die Stadt begrüße das Vorhaben des Rotary-Clubs, sagt auch Bauamtsleiter Kay Busche. Die fünf Geräte sollen Bewegung für alle möglich machen, sollen Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Entspannung fördern. „Wir wissen, dass das Interesse daran während Corona zugenommen hat“, sagt Evelyn Hotze, die den Platz an der Mühle mit dem Blick auf die Weser für optimal hält. „Wenn nicht hier, wo dann?“ Über Kontakte zu Bürgermeister Dirk Breves (CDU) waren die Rotarier nach dem erfolglosen Versuch, in Minden einen entsprechenden Park zu errichten, auf Petershagen gekommen. In die maßgebliche Planung vor Ort ist auch Alfred Raschke, Ehrenvorsitzender des Vereins „Büschings Mühle“ eingebunden. Raschke lobt die gute Zusammenarbeit mit Breves und dem Rotarier-Vorsitzenden Hans-Ulrich Mehlmann. Aktuell gehe es noch um Detailfragen. „Wir müssen klären, wie genau die Geräte aufgestellt werden“, so Raschke. Vor Ort halten alle Beteiligten die neue Sportmöglichkeit zwischen Mühle und Kalberkamp für einen Gewinn, auch der Mühlenbauhof habe als Grundstücksbesitzer zugesagt. Alfred Raschke verweist auf den unmittelbar hier verlaufenden Weserradweg, der jährlich von über 65.000 Radlern genutzt wird.Ursprünglich hätte der Fitnesspark einige Kilometer stromaufwärts an der Mindener Weserpromenade entstehen sollen. Doch der Rotary Club und die Stadt fanden nicht zusammen – und das über mehr als ein Jahr. Prof. Dr. Johannes Zeichen hat dafür rückblickend wenig Verständnis. „Die Stadt sollte doch ein Interesse daran haben“, sagt der Chirurg, schließlich seien die Fitnessgeräte gesponsert und die Folgekosten gering. Neben der Unterstützung des lokalen Clubs kommen 7.000 Euro von Rotary Deutschland. Insgesamt geht es laut Zeichen um 20.000 Euro. Doch die Gespräche zogen sich hin, vor allem, weil es keine Einigung für den richtigen Platz gab. Mindens Bürgermeister Michael Jäcke (SPD) erklärt das mit der fachlichen Einschätzung des Sportbüros. Während die Rotarier die Geräte gerne an der Promenade aufgestellt hätten, sprach sich die Verwaltung für einen deutlich weniger sichtbaren Platz in der Nähe des Minigolfplatzes oder am Spielplatz nördlich des Weserstadions aus. Der Grund: Die Zielgruppe 50 plus scheue eher ein derart exponiertes Training. Ein Kompromissvorschlag zwischen KSG-Boothaus und DLRG sei an der Hochwasserproblematik gescheitert. Auf der anderen Seite entstand so mit der Zeit der Eindruck, der ganze Vorgang werde verschleppt, so Zeichen. Auch, weil der Club nicht immer an den Gesprächen beteiligt gewesen sei. „Schade“, sagt Zeichen, „wir wollten etwas Gutes für die Bevölkerung und die Gesundheit tun.“Schließlich kam es zu dem Kontakt nach Petershagen, und hier ging alles ganz schnell. Jäcke verteidigt das Vorgehen der Stadt: „Die Geräte sollen ja auch genutzt werden“, sagt er. Und an der Weserpromenade sei der Nutzen aus Sicht des Sportbüros nicht gegeben gewesen. In Petershagen machen sich die Fürsprecher des Fitnessparks derweil Gedanken um die Einweihung. Die könnte im Juni gefeiert werden, so Alfred Raschke. Die Probleme, die es mit der Geländesuche in Minden gegeben hat, werden aus Petershagen nicht kommentiert.

Fitnesspark unter Flügeln: Trainingsgeräte sollen Ende Mai aufgestellt werden

Genügend Platz für die Fitnessgeräte gibt es vor der Büschingschen Mühle in Petershagen. Wo und wie genau die Geräte aufgestellt werden, wird gerade noch geplant. MT-Foto: Oliver Plöger

Petershagen. In Minden sind die Pläne für einen Fitnesspark gescheitert, jetzt sollen die Trainingsgeräte in Petershagen aufgestellt werden. Auf dem Grundstück unterhalb der Büschingschen Mühle kann sich bald jeder eine „Portion Fitness“ abholen. Initiator ist der Rotary-Club Minden-Porta Westfalica. Wie Evelyn Hotze aus der Stabstelle für Wirtschaftsförderung und Tourismus auf MT-Anfrage mitteilt, sei die Aufstellung der Geräte Ende Mai vorgesehen.

Die Stadt begrüße das Vorhaben des Rotary-Clubs, sagt auch Bauamtsleiter Kay Busche. Die fünf Geräte sollen Bewegung für alle möglich machen, sollen Ausdauer, Kraft, Beweglichkeit und Entspannung fördern. „Wir wissen, dass das Interesse daran während Corona zugenommen hat“, sagt Evelyn Hotze, die den Platz an der Mühle mit dem Blick auf die Weser für optimal hält. „Wenn nicht hier, wo dann?“

Über Kontakte zu Bürgermeister Dirk Breves (CDU) waren die Rotarier nach dem erfolglosen Versuch, in Minden einen entsprechenden Park zu errichten, auf Petershagen gekommen. In die maßgebliche Planung vor Ort ist auch Alfred Raschke, Ehrenvorsitzender des Vereins „Büschings Mühle“ eingebunden. Raschke lobt die gute Zusammenarbeit mit Breves und dem Rotarier-Vorsitzenden Hans-Ulrich Mehlmann. Aktuell gehe es noch um Detailfragen. „Wir müssen klären, wie genau die Geräte aufgestellt werden“, so Raschke. Vor Ort halten alle Beteiligten die neue Sportmöglichkeit zwischen Mühle und Kalberkamp für einen Gewinn, auch der Mühlenbauhof habe als Grundstücksbesitzer zugesagt. Alfred Raschke verweist auf den unmittelbar hier verlaufenden Weserradweg, der jährlich von über 65.000 Radlern genutzt wird.

Ursprünglich hätte der Fitnesspark einige Kilometer stromaufwärts an der Mindener Weserpromenade entstehen sollen. Doch der Rotary Club und die Stadt fanden nicht zusammen – und das über mehr als ein Jahr. Prof. Dr. Johannes Zeichen hat dafür rückblickend wenig Verständnis. „Die Stadt sollte doch ein Interesse daran haben“, sagt der Chirurg, schließlich seien die Fitnessgeräte gesponsert und die Folgekosten gering.

Neben der Unterstützung des lokalen Clubs kommen 7.000 Euro von Rotary Deutschland. Insgesamt geht es laut Zeichen um 20.000 Euro. Doch die Gespräche zogen sich hin, vor allem, weil es keine Einigung für den richtigen Platz gab. Mindens Bürgermeister Michael Jäcke (SPD) erklärt das mit der fachlichen Einschätzung des Sportbüros. Während die Rotarier die Geräte gerne an der Promenade aufgestellt hätten, sprach sich die Verwaltung für einen deutlich weniger sichtbaren Platz in der Nähe des Minigolfplatzes oder am Spielplatz nördlich des Weserstadions aus. Der Grund: Die Zielgruppe 50 plus scheue eher ein derart exponiertes Training. Ein Kompromissvorschlag zwischen KSG-Boothaus und DLRG sei an der Hochwasserproblematik gescheitert. Auf der anderen Seite entstand so mit der Zeit der Eindruck, der ganze Vorgang werde verschleppt, so Zeichen. Auch, weil der Club nicht immer an den Gesprächen beteiligt gewesen sei. „Schade“, sagt Zeichen, „wir wollten etwas Gutes für die Bevölkerung und die Gesundheit tun.“

Schließlich kam es zu dem Kontakt nach Petershagen, und hier ging alles ganz schnell. Jäcke verteidigt das Vorgehen der Stadt: „Die Geräte sollen ja auch genutzt werden“, sagt er. Und an der Weserpromenade sei der Nutzen aus Sicht des Sportbüros nicht gegeben gewesen.

In Petershagen machen sich die Fürsprecher des Fitnessparks derweil Gedanken um die Einweihung. Die könnte im Juni gefeiert werden, so Alfred Raschke. Die Probleme, die es mit der Geländesuche in Minden gegeben hat, werden aus Petershagen nicht kommentiert.

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