Erweiterung des Ganztags in Frille geplant Claudia Hyna Petershagen-Frille. Bisher sind die Räumlichkeiten des Offenen Ganztags in Frille über das Schulgebäude verteilt. Das könnte sich bald ändern. Im neuen Haushalt ist Budget für einen Anbau eingeplant. „Wir sind ganz dankbar“, sagt die Schulleiterin Kerstin Warnecke, die den Grundschulverbund Lahde-Frille leitet. Immer mehr Kinder besuchen den Offenen Ganztag in Frille. Im laufenden Schuljahr sind es 44, nach den Sommerferien werden es 54 sein, teilt die Rektorin mit. Da trifft es sich gut, dass die Bundesregierung zusätzliche Mittel für den beschleunigten Ganztagsausbau für Grundschulkinder bereitstellt, in Summe 750 Millionen Euro. Petershagen bekommt davon 242.000 Euro, so Bürgermeister und Kämmerer Dirk Breves (CDU) im MT-Gespräch. Eine Verwendung dafür zu finden sei nicht schwierig, sagt er. Im interfraktionellen Kreis sei überlegt worden, wo die Summe am sinnvollsten eingesetzt werden kann. Diese Gespräche, die sonst alle zwei Monate stattfinden, sind jetzt alle zwei Wochen terminiert. Es gebe eine Fülle an Themen zu bearbeiten, daher müsse der Rhythmus engmaschiger sein. Der interfraktionelle Kreis hat sich die Standorte angeschaut und den größten Handlungsbedarf in Frille festgestellt. Dieser hat laut Breves in den vergangenen Jahren am wenigsten Sanierungen erfahren. Das hing unter anderem damit zusammen, dass der Teilstandort 2018 vor dem Aus stand, da wegen zu geringer Anmeldezahlen keine Eingangsklasse gebildet werden konnte. Die Zahlenprognosen waren aber gut und sind es noch. Positiv hinzu komme die Ausweisung von zwei neuen Baugebieten im Ort. Außerdem habe die Stadt Bückeburg in Aussicht gestellt, in stärkerem Maße Schüler aus dem angrenzenden Cammer nach Frille zu schicken. Schulleiterin Kerstin Warnecke erklärt, das die Räume für den Ganztag derzeit an verschiedenen Ecken der Schule zu finden sind. Auch sei die Mensa für die wachsende Zahl der Kinder zu klein. Es handele sich beim Offenen Ganztag auch nicht um reine Betreuung, sondern um ein zusätzliches Bildungsangebot mit Arbeitsgemeinschaften und Mittagessen in der Trägerschaft der Johanniter-Unfall-Hilfe. Es soll Eltern helfen, Familienleben und Beruf zu vereinbaren. Zwar gebe es gute Gründe, die für Frille sprechen, die Entscheidung sei aber noch nicht 100-prozentig klar, macht der Bürgermeister deutlich. Im interfraktionellen Kreis habe es ein einstimmiges Votum gegeben, dieser sei jedoch kein Beschlussorgan. Noch immer könne die Politik das Vorhaben im Rat im März ausbremsen, zumindest hypothetisch. Im Haushaltsplan sei die Sanierung bereits enthalten. Ein Problem seien die engen zeitlichen Vorgaben der Förderrichtlinien. Der Antrag müsse bis zum 28. Februar gestellt werden, Baubeginn müsse bis 30. Juni und die Fertigstellung bis 31. Dezember erfolgen. „Das ist sehr ambitioniert“, meint Breves. Wie man auf diese Fristen komme, erschließe sich ihm nicht. Die Stadt wolle natürlich kein Geld verfallen lassen, das der Kommune zusteht. Nun brauche es eine schnelle Planung.

Erweiterung des Ganztags in Frille geplant

Grundschule Frille Foto: privat © privat

Petershagen-Frille. Bisher sind die Räumlichkeiten des Offenen Ganztags in Frille über das Schulgebäude verteilt. Das könnte sich bald ändern. Im neuen Haushalt ist Budget für einen Anbau eingeplant. „Wir sind ganz dankbar“, sagt die Schulleiterin Kerstin Warnecke, die den Grundschulverbund Lahde-Frille leitet.

Immer mehr Kinder besuchen den Offenen Ganztag in Frille. Im laufenden Schuljahr sind es 44, nach den Sommerferien werden es 54 sein, teilt die Rektorin mit. Da trifft es sich gut, dass die Bundesregierung zusätzliche Mittel für den beschleunigten Ganztagsausbau für Grundschulkinder bereitstellt, in Summe 750 Millionen Euro. Petershagen bekommt davon 242.000 Euro, so Bürgermeister und Kämmerer Dirk Breves (CDU) im MT-Gespräch.

Immer mehr Kinder besuchen den Ganztag der Grundschule Frille. MT-Foto: Oliver Plöger - © plö
Immer mehr Kinder besuchen den Ganztag der Grundschule Frille. MT-Foto: Oliver Plöger - © plö

Eine Verwendung dafür zu finden sei nicht schwierig, sagt er. Im interfraktionellen Kreis sei überlegt worden, wo die Summe am sinnvollsten eingesetzt werden kann.

Diese Gespräche, die sonst alle zwei Monate stattfinden, sind jetzt alle zwei Wochen terminiert. Es gebe eine Fülle an Themen zu bearbeiten, daher müsse der Rhythmus engmaschiger sein.

Der interfraktionelle Kreis hat sich die Standorte angeschaut und den größten Handlungsbedarf in Frille festgestellt. Dieser hat laut Breves in den vergangenen Jahren am wenigsten Sanierungen erfahren. Das hing unter anderem damit zusammen, dass der Teilstandort 2018 vor dem Aus stand, da wegen zu geringer Anmeldezahlen keine Eingangsklasse gebildet werden konnte. Die Zahlenprognosen waren aber gut und sind es noch. Positiv hinzu komme die Ausweisung von zwei neuen Baugebieten im Ort. Außerdem habe die Stadt Bückeburg in Aussicht gestellt, in stärkerem Maße Schüler aus dem angrenzenden Cammer nach Frille zu schicken.

Schulleiterin Kerstin Warnecke erklärt, das die Räume für den Ganztag derzeit an verschiedenen Ecken der Schule zu finden sind. Auch sei die Mensa für die wachsende Zahl der Kinder zu klein. Es handele sich beim Offenen Ganztag auch nicht um reine Betreuung, sondern um ein zusätzliches Bildungsangebot mit Arbeitsgemeinschaften und Mittagessen in der Trägerschaft der Johanniter-Unfall-Hilfe. Es soll Eltern helfen, Familienleben und Beruf zu vereinbaren.

Zwar gebe es gute Gründe, die für Frille sprechen, die Entscheidung sei aber noch nicht 100-prozentig klar, macht der Bürgermeister deutlich. Im interfraktionellen Kreis habe es ein einstimmiges Votum gegeben, dieser sei jedoch kein Beschlussorgan. Noch immer könne die Politik das Vorhaben im Rat im März ausbremsen, zumindest hypothetisch. Im Haushaltsplan sei die Sanierung bereits enthalten.

Ein Problem seien die engen zeitlichen Vorgaben der Förderrichtlinien. Der Antrag müsse bis zum 28. Februar gestellt werden, Baubeginn müsse bis 30. Juni und die Fertigstellung bis 31. Dezember erfolgen. „Das ist sehr ambitioniert“, meint Breves. Wie man auf diese Fristen komme, erschließe sich ihm nicht. Die Stadt wolle natürlich kein Geld verfallen lassen, das der Kommune zusteht. Nun brauche es eine schnelle Planung.

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