Erreichbarkeit gesunken: Feuerwehr will schneller werden Petershagen-Windheim (hy). „Wir waren schon mal stärker.“ Selbstkritisch kommentiert Stadtbrandmeister Karl Jungcurt den Erreichungsgrad bei den 17 kritischen Wohnungsbränden in 2019/20. Die Bewohner Petershagens könnten aber weiterhin ruhig schlafen, ergänzt der Wehrleiter. Das Planungsziel der Stadt lautet, innerhalb von acht Minuten nach Alarmierung mit neun Feuerwehrmännern und nach weiteren fünf Minuten mit weiteren sieben Feuerwehrleuten am Einsatzort zu sein. Der Wunsch ist, dieses Ziel zu 90 Prozent abzudecken – in Wirklichkeit traf das in 59 Prozent aller Fälle zu, so Jungcurt. In den Vorjahren habe es bessere Werte gegeben. Ein Problem im großen Stadtgebiet mit seinen 29 Ortschaften sei die Erreichbarkeit. So verfügten manche Orte wie etwa Hävern über kein Feuerwehrhaus. Auch in Heisterholz gebe es keines, so dass es bei einem Brand am 27. Januar dieses Jahres nach acht Minuten noch keine Feuerwehr vor Ort war. Nach weiteren fünf Minuten waren dann aber 17 Feuerwehrleute am Tatort. Insgesamt sei die Erreichbarkeit nach zehn Minuten zu 83 Prozent hergestellt worden. Zunehmend wichtiger werde auch, ob Arbeitgeber ihre Mitarbeiter für den Dienst freistellten. Eine gute Tagesverfügbarkeit sei ein entscheidender Faktor. Jungcurt machte gegenüber dem Feuerschutzausschuss klar, dass diese acht Minuten eine Empfehlung des AGWF (Arbeitsgemeinschaft der Werkfeuerwehren) seien. Als Beispiel: Porta Westfalica habe zehn Minuten festgelegt. Er verdeutlichte die Bedeutung einer guten Abdeckung mit den Worten: „Jeder Großbrand war mal ein Kleinbrand.“ Wichtig sei vor allem, die Menschen aus dem brennenden Haus zu holen, merkte Ausschussvorsitzender Karl-Heinz Schwier an. Derzeit verfügt die Feuerwehr über etwa 750 aktive Mitglieder. Diese teilen sich in drei Alarmkreise, sechs Züge und 25 Löschgruppen.

Erreichbarkeit gesunken: Feuerwehr will schneller werden

Die Feuerwehr Petershagen will die Erreichbarkeit zum Einsatz verbessern. © Oliver Plöger

Petershagen-Windheim (hy). „Wir waren schon mal stärker.“ Selbstkritisch kommentiert Stadtbrandmeister Karl Jungcurt den Erreichungsgrad bei den 17 kritischen Wohnungsbränden in 2019/20. Die Bewohner Petershagens könnten aber weiterhin ruhig schlafen, ergänzt der Wehrleiter.

Das Planungsziel der Stadt lautet, innerhalb von acht Minuten nach Alarmierung mit neun Feuerwehrmännern und nach weiteren fünf Minuten mit weiteren sieben Feuerwehrleuten am Einsatzort zu sein. Der Wunsch ist, dieses Ziel zu 90 Prozent abzudecken – in Wirklichkeit traf das in 59 Prozent aller Fälle zu, so Jungcurt. In den Vorjahren habe es bessere Werte gegeben.

Ein Problem im großen Stadtgebiet mit seinen 29 Ortschaften sei die Erreichbarkeit. So verfügten manche Orte wie etwa Hävern über kein Feuerwehrhaus. Auch in Heisterholz gebe es keines, so dass es bei einem Brand am 27. Januar dieses Jahres nach acht Minuten noch keine Feuerwehr vor Ort war. Nach weiteren fünf Minuten waren dann aber 17 Feuerwehrleute am Tatort. Insgesamt sei die Erreichbarkeit nach zehn Minuten zu 83 Prozent hergestellt worden. Zunehmend wichtiger werde auch, ob Arbeitgeber ihre Mitarbeiter für den Dienst freistellten. Eine gute Tagesverfügbarkeit sei ein entscheidender Faktor.

Jungcurt machte gegenüber dem Feuerschutzausschuss klar, dass diese acht Minuten eine Empfehlung des AGWF (Arbeitsgemeinschaft der Werkfeuerwehren) seien. Als Beispiel: Porta Westfalica habe zehn Minuten festgelegt. Er verdeutlichte die Bedeutung einer guten Abdeckung mit den Worten: „Jeder Großbrand war mal ein Kleinbrand.“ Wichtig sei vor allem, die Menschen aus dem brennenden Haus zu holen, merkte Ausschussvorsitzender Karl-Heinz Schwier an. Derzeit verfügt die Feuerwehr über etwa 750 aktive Mitglieder. Diese teilen sich in drei Alarmkreise, sechs Züge und 25 Löschgruppen.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Petershagen