Digitaler Stadtrundgang durch Petershagen startet am Mittwoch Claudia Hyna Petershagen. Der Verein der Ortsheimatpflege eröffnet am Mittwoch einen digitalen Stadtrundgang in Petershagen. Er ist Teil der neu angelegten Homepage und macht die Geschichte von Heimat und Landschaft mit multimedialen Inhalten, die der Idee eines digitalen Museums folgen, für Besucher erlebbar, sagt Uwe Jacobsen. Der digitale Stadtrundgang ist ein Vereinsprojekt, das dank eines Heimat-Schecks des Landes NRW in Höhe von 2.000 Euro sowie über Mitgliedsbeiträge und Spenden verwirklicht werden konnte, freut sich der Ortsheimatpfleger. Mit dem neuen multimedialen Stadtrundgang können Besucher ganz individuell und kostenlos eine Stadtführung mit dem Smartphone durch Petershagen unternehmen. Ein Stadtplan dient der Orientierung und führt die Besucher an den Sehenswürdigkeiten entlang. Das Angebot ist kostenlos. Die Dauer der Entdeckungstour können die Teilnehmer individuell gestalten. Werden alle Sehenswürdigkeiten besucht, kann man einen ganzen Tag damit verbringen. Nicht nur an Fußgänger, sondern auch an Radfahrer wurde gedacht – eine Strecke führt zur Mühle hinter Bad Hopfenberg. „Jeder kann eigene Schwerpunkte setzen“, erklärt Jacobsen. Wenn der GPS-Empfang auf dem Smartphone aktiviert ist, wird der aktuelle Standort auf dem Handy eingeblendet. Auch ein Routenvorschlag ist vorhanden. Man kann ihm folgen, eine persönliche Entdeckungstour starten oder einfach die Daten einzelner Sehenswürdigkeiten abrufen. Vor Ort erfahren die Interessierten Faszinierendes über die Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner. Nicht nur Touristen, auch Einheimische können sich von den Ausführungen überraschen lassen. Selbst der Ortsheimatpfleger hat bei der Recherche viele neue Dinge erfahren. Die Vorstandsmitglieder Sabine Lewin, Dietrich Kloth und Uwe Jacobsen haben die Corona-Pause genutzt, um die Daten zu den Sehenswürdigkeiten zu aktualisieren und auf Vordermann zu bringen. So wird jetzt zum Beispiel vor dem Alten Amtsgericht auf die verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen der Petershäger Kaufmannsfamilie Meyer, die die Altstadthäuser Nr. 120, 121 und 125 in der Unteren Poststraße bewohnte, und der amerikanischen Firmengruppe F.A.O. Schwarz, der ältesten Spielzeugmarke in den USA, die heute ihren Sitz am Rockefeller Plaza hat, verwiesen. Plastisch sichtbar ist das Ganze in der Lechner-Figur Herr Meyer, der die Besucher vor dem Amtsgericht empfängt. Dem digitalen Rundgang liegen die Stationen zugrunde, die die Kulturgemeinschaft Petershagen gegen Ende der 1990er-Jahre eingerichtet hatte. „Das haben wir erweitert und ergänzt – und dann digitalisiert“, erklärt Jacobsen. Bei Bedarf würden die Initiatoren auch QR-Codes einrichten. Zur Zeit sind etwa 30 Stationen (von der Pottmühle bis zur Büsching’schen Mühle) sowie zahlreiche Denkmäler und Wegpunkte erfasst. „Das digitale Netz soll aber nach und nach ergänzt und ausgeweitet werden“, verspricht Jacobsen. Mitte Mai ermöglichte das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung mit einem Heimat-Scheck die Webpräsenz des Vereins mittels professioneller Hilfe neu zu gestalten und die Angebote zur Regionalgeschichte weiter auszubauen. Hans Luckfiel hat das Design entwickelt und die technische Umsetzung betreut. Der Verein schreitet damit auf dem Weg der Digitalisierung voran. In nur zwei Monaten hat das Team rund um Uwe Jacobsen den Rundgang auf die Beine gestellt. „Wir sind stolz darauf. Das ist eine wunderbare Sache“, findet der Pädagoge. Bisher ist eine Audiodatei inbegriffen, darauf ist Orgelmusik in der Petrikirche zu hören. Das liegt daran, dass die Mitglieder sich anfangs coronabedingt nicht treffen konnten. Es sei geplant, dass einige Geschichtenerzähler weitere Hördateien hinzufügen. Heimatpflege und Digitaltechnik könnten ein hervorragendes Gespann bilden. „Sie harmonieren bestens, um Geschichte vor Ort darzustellen.“ Der Verein nimmt Anregungen zu Ergänzungen des Rundgangs, aber auch der anderen Module, der Zeitleiste oder dem Digitalen Museum, entgegen. Die Homepage ist unter www.heimatpflege-petershagen.de öffentlich zugänglich.

Digitaler Stadtrundgang durch Petershagen startet am Mittwoch

Sabine Lewin, Uwe Jacobsen und Dietrich Kloth (von rechts nach links) testen am Schlosseingang den Digitalen Stadtrundgang. © Foto: privat

Petershagen. Der Verein der Ortsheimatpflege eröffnet am Mittwoch einen digitalen Stadtrundgang in Petershagen. Er ist Teil der neu angelegten Homepage und macht die Geschichte von Heimat und Landschaft mit multimedialen Inhalten, die der Idee eines digitalen Museums folgen, für Besucher erlebbar, sagt Uwe Jacobsen.

Der digitale Stadtrundgang ist ein Vereinsprojekt, das dank eines Heimat-Schecks des Landes NRW in Höhe von 2.000 Euro sowie über Mitgliedsbeiträge und Spenden verwirklicht werden konnte, freut sich der Ortsheimatpfleger.

Mit dem neuen multimedialen Stadtrundgang können Besucher ganz individuell und kostenlos eine Stadtführung mit dem Smartphone durch Petershagen unternehmen. Ein Stadtplan dient der Orientierung und führt die Besucher an den Sehenswürdigkeiten entlang. Das Angebot ist kostenlos.

Die Dauer der Entdeckungstour können die Teilnehmer individuell gestalten. Werden alle Sehenswürdigkeiten besucht, kann man einen ganzen Tag damit verbringen. Nicht nur an Fußgänger, sondern auch an Radfahrer wurde gedacht – eine Strecke führt zur Mühle hinter Bad Hopfenberg. „Jeder kann eigene Schwerpunkte setzen“, erklärt Jacobsen. Wenn der GPS-Empfang auf dem Smartphone aktiviert ist, wird der aktuelle Standort auf dem Handy eingeblendet. Auch ein Routenvorschlag ist vorhanden. Man kann ihm folgen, eine persönliche Entdeckungstour starten oder einfach die Daten einzelner Sehenswürdigkeiten abrufen. Vor Ort erfahren die Interessierten Faszinierendes über die Geschichte der Stadt und ihrer Bewohner.

Nicht nur Touristen, auch Einheimische können sich von den Ausführungen überraschen lassen. Selbst der Ortsheimatpfleger hat bei der Recherche viele neue Dinge erfahren. Die Vorstandsmitglieder Sabine Lewin, Dietrich Kloth und Uwe Jacobsen haben die Corona-Pause genutzt, um die Daten zu den Sehenswürdigkeiten zu aktualisieren und auf Vordermann zu bringen. So wird jetzt zum Beispiel vor dem Alten Amtsgericht auf die verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen der Petershäger Kaufmannsfamilie Meyer, die die Altstadthäuser Nr. 120, 121 und 125 in der Unteren Poststraße bewohnte, und der amerikanischen Firmengruppe F.A.O. Schwarz, der ältesten Spielzeugmarke in den USA, die heute ihren Sitz am Rockefeller Plaza hat, verwiesen. Plastisch sichtbar ist das Ganze in der Lechner-Figur Herr Meyer, der die Besucher vor dem Amtsgericht empfängt.

Dem digitalen Rundgang liegen die Stationen zugrunde, die die Kulturgemeinschaft Petershagen gegen Ende der 1990er-Jahre eingerichtet hatte. „Das haben wir erweitert und ergänzt – und dann digitalisiert“, erklärt Jacobsen. Bei Bedarf würden die Initiatoren auch QR-Codes einrichten.

Zur Zeit sind etwa 30 Stationen (von der Pottmühle bis zur Büsching’schen Mühle) sowie zahlreiche Denkmäler und Wegpunkte erfasst. „Das digitale Netz soll aber nach und nach ergänzt und ausgeweitet werden“, verspricht Jacobsen.

Mitte Mai ermöglichte das Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung mit einem Heimat-Scheck die Webpräsenz des Vereins mittels professioneller Hilfe neu zu gestalten und die Angebote zur Regionalgeschichte weiter auszubauen. Hans Luckfiel hat das Design entwickelt und die technische Umsetzung betreut. Der Verein schreitet damit auf dem Weg der Digitalisierung voran.

In nur zwei Monaten hat das Team rund um Uwe Jacobsen den Rundgang auf die Beine gestellt. „Wir sind stolz darauf. Das ist eine wunderbare Sache“, findet der Pädagoge. Bisher ist eine Audiodatei inbegriffen, darauf ist Orgelmusik in der Petrikirche zu hören. Das liegt daran, dass die Mitglieder sich anfangs coronabedingt nicht treffen konnten. Es sei geplant, dass einige Geschichtenerzähler weitere Hördateien hinzufügen.

Heimatpflege und Digitaltechnik könnten ein hervorragendes Gespann bilden. „Sie harmonieren bestens, um Geschichte vor Ort darzustellen.“

Der Verein nimmt Anregungen zu Ergänzungen des Rundgangs, aber auch der anderen Module, der Zeitleiste oder dem Digitalen Museum, entgegen. Die Homepage ist unter www.heimatpflege-petershagen.de öffentlich zugänglich.

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