Der Turmbau zu Windheim: Neue Litfaßsäule für örtliche Vereine Oliver Plöger Petershagen-Windheim. Dass die Litfaßsäulen in Nienburg abgebaut werden sollten, hatte Zimmermeister Hanspeter „Hansi“ Rohde aus Warmsen in der „Harke“ gelesen. Da er wegen der Wiedererrichtung des Backhauses öfter mal in Windheim weilt, erzählte er den Aktiven vom Denkmal-Verein davon. Und die rochen Lunte. Stellvertretender Vorsitzender Dr. Dr. Alfons Bense hatte dann die konkrete Idee: „Lasst uns die Säule hier auf dem Gelände der alten Hofstätte errichten.“ Eine Litfaßsäule, wenn auch weitaus jüngeren Datums als die übrigen Gebäude, passe gut zum Ensemble. Das örtliche Unternehmen von Jörg Berghorn, Garten-Landschaftsbau und Erdarbeiten, sorgte für die Realisierung. Mittlerweile steht die Säule aufrecht da, wird später – wenn der „Deckel“ drauf ist – etwa 3,50 Meter hoch sein. Für die Finanzierung, so Bense, habe unbürokratisch der bei der Bezirksregierung beantragte Heimatscheck mit 2.000 Euro geholfen. Die Säule soll – dem ursprünglichen Gedanken entsprechend – mit Werbung beklebt werden. Allerdings nicht kommerziell. Vielmehr könnten die Vereine etwa für Veranstaltungen in Windheim No 2 trommeln – etwa die Freunde des gepflegten Zwölftakters, die hier ihre Blueskonzerte veranstalten. Oder die Denkmal-Aktiven selbst, die die Reihe „Alles außer Blues“ ins Leben gerufen hatten. Die wird mit „ My lovely Mr. Singing-Club“ am 20. September fortgesetzt – fürs MT hat Bense das Plakat schon mal an die Säule gehalten. Die offizielle Beklebung findet erst nach Vollendung statt. Bense selbst will noch tiefer in die Geschichte der Litfaßsäulen einsteigen und über die vom Berliner Drucker Ernst Litfaß erfundenen und 1854 in Berlin aufgestellten Säulen informieren. „Straßenmöbel“ würden die Werbeträger auch genannt, weiß er. In Nienburg seien sie nicht mehr genutzt worden, sagt Alfons Bense, der die alten Plakate abgeschabt hat. „Die letzten waren von 1996“, sagt er. Der Verein hätte auch zwei Säulen haben können, das weitere Exemplar in Nienburg sei ebenfalls demontiert worden. Ganz originalgetreu ist die Säule in Windheim übrigens nicht aufgebaut worden – das wäre zu hoch gewesen. Der fünfte Ring bleibt ungenutzt, lediglich der Abschluss komme noch drauf. An der Säule sind nur noch einige Restarbeiten zu erledigen, eine andere Neuerung in Windheim No. 2 war schon im Einsatz: Beim Auftritt von Chris Blevins konnte erstmals die neu angeschaffte Bühne des Vereins genutzt werden. Möglich wurde der Kauf durch eine Spende der Westfalen-Weser-Energie-Gruppe, die ehrenamtliches Engagement von Vereinen und Initiativen unterstützt. So konnte sich jetzt das Veranstaltungsteam des Vereins über 1.500 Euro freuen. Friedhelm Schoppmann aus dem Veranstaltungsteam: „Die neue Bühne, die uns durch die Spende jetzt zur Verfügung steht, erspart uns zukünftig aufwendige Transporte von Bühnenteilen vor und nach den Veranstaltungen.“ Es geht voran, bestätigt auch Dr. Bense, der mit dem Vereinsvorsitzenden Wolfgang Riesner gerade eine Publikation über Windheim No 2 vorbereitet, die in der Kunstführer-Reihe „Westfälische Kunststätten“ erscheinen soll. Herausgeber ist der Westfälische Heimatbund in Verbindung mit der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen. Themen sind dann die Historie des Hauses Windheim No 2, die Nutzung als Veranstaltungsort und Standort des Storchenmuseums – und vielleicht auch die neue alte Litfaßsäule.

Der Turmbau zu Windheim: Neue Litfaßsäule für örtliche Vereine

Ein neuer Werbeträger in Windheim. Die Litfaßsäule soll allerdings nicht kommerziellen Zwecken dienen, sagt Dr. Dr. Alfons Bense vom Denkmal-Verein. Örtliche Gruppen sollen für Veranstaltungen werben. MT- © Fotos: Oliver Plöger

Petershagen-Windheim. Dass die Litfaßsäulen in Nienburg abgebaut werden sollten, hatte Zimmermeister Hanspeter „Hansi“ Rohde aus Warmsen in der „Harke“ gelesen. Da er wegen der Wiedererrichtung des Backhauses öfter mal in Windheim weilt, erzählte er den Aktiven vom Denkmal-Verein davon. Und die rochen Lunte. Stellvertretender Vorsitzender Dr. Dr. Alfons Bense hatte dann die konkrete Idee: „Lasst uns die Säule hier auf dem Gelände der alten Hofstätte errichten.“

Eine Litfaßsäule, wenn auch weitaus jüngeren Datums als die übrigen Gebäude, passe gut zum Ensemble. Das örtliche Unternehmen von Jörg Berghorn, Garten-Landschaftsbau und Erdarbeiten, sorgte für die Realisierung. Mittlerweile steht die Säule aufrecht da, wird später – wenn der „Deckel“ drauf ist – etwa 3,50 Meter hoch sein. Für die Finanzierung, so Bense, habe unbürokratisch der bei der Bezirksregierung beantragte Heimatscheck mit 2.000 Euro geholfen.

In Nienburg nicht mehr gebraucht, in Windheim schon: Die Litfaßsäule hat einen neuen Platz gefunden.
In Nienburg nicht mehr gebraucht, in Windheim schon: Die Litfaßsäule hat einen neuen Platz gefunden.

Die Säule soll – dem ursprünglichen Gedanken entsprechend – mit Werbung beklebt werden. Allerdings nicht kommerziell. Vielmehr könnten die Vereine etwa für Veranstaltungen in Windheim No 2 trommeln – etwa die Freunde des gepflegten Zwölftakters, die hier ihre Blueskonzerte veranstalten. Oder die Denkmal-Aktiven selbst, die die Reihe „Alles außer Blues“ ins Leben gerufen hatten. Die wird mit „ My lovely Mr. Singing-Club“ am 20. September fortgesetzt – fürs MT hat Bense das Plakat schon mal an die Säule gehalten. Die offizielle Beklebung findet erst nach Vollendung statt.

Bense selbst will noch tiefer in die Geschichte der Litfaßsäulen einsteigen und über die vom Berliner Drucker Ernst Litfaß erfundenen und 1854 in Berlin aufgestellten Säulen informieren. „Straßenmöbel“ würden die Werbeträger auch genannt, weiß er. In Nienburg seien sie nicht mehr genutzt worden, sagt Alfons Bense, der die alten Plakate abgeschabt hat. „Die letzten waren von 1996“, sagt er. Der Verein hätte auch zwei Säulen haben können, das weitere Exemplar in Nienburg sei ebenfalls demontiert worden. Ganz originalgetreu ist die Säule in Windheim übrigens nicht aufgebaut worden – das wäre zu hoch gewesen. Der fünfte Ring bleibt ungenutzt, lediglich der Abschluss komme noch drauf.

An der Säule sind nur noch einige Restarbeiten zu erledigen, eine andere Neuerung in Windheim No. 2 war schon im Einsatz: Beim Auftritt von Chris Blevins konnte erstmals die neu angeschaffte Bühne des Vereins genutzt werden. Möglich wurde der Kauf durch eine Spende der Westfalen-Weser-Energie-Gruppe, die ehrenamtliches Engagement von Vereinen und Initiativen unterstützt. So konnte sich jetzt das Veranstaltungsteam des Vereins über 1.500 Euro freuen. Friedhelm Schoppmann aus dem Veranstaltungsteam: „Die neue Bühne, die uns durch die Spende jetzt zur Verfügung steht, erspart uns zukünftig aufwendige Transporte von Bühnenteilen vor und nach den Veranstaltungen.“

Es geht voran, bestätigt auch Dr. Bense, der mit dem Vereinsvorsitzenden Wolfgang Riesner gerade eine Publikation über Windheim No 2 vorbereitet, die in der Kunstführer-Reihe „Westfälische Kunststätten“ erscheinen soll. Herausgeber ist der Westfälische Heimatbund in Verbindung mit der LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen. Themen sind dann die Historie des Hauses Windheim No 2, die Nutzung als Veranstaltungsort und Standort des Storchenmuseums – und vielleicht auch die neue alte Litfaßsäule.

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