Der Bildersammler: Georg Klingsiek startet Foto-Community für Petershagen Oliver Plöger Petershagen. Im Nebel sieht es in Buchholz fast so aus wie im Großen Torfmoor. Oder – mit noch mehr Fantasie – wie im „Herrn der Ringe“. Zu dieser Atmosphäre passt auch das beschneite Schloss oder der dümpelnde Aalfänger in Schlüsselburg. Die Fotowelt von Georg Klingsiek bietet ungewöhnliche Blicke auf Bekanntes, Petershagen lässt sich noch einmal neu entdecken. Da es momentan keine Ausstellungen gibt, zeigt der ehemalige Lehrer seine Bilder jetzt auf einer eigens gestalteten Internetseite. Die soll aber keinesfalls ein „Egotrip“ sein, sondern richtet sich ausdrücklich auch an andere Hobbyfotografen. Alle sollen sich mit ihren Bildern aus Petershagen auf petershagen-im-bild.de präsentieren. Und diejenigen, die nicht mit Fotos dabei sind, können die Aufnahmen favorisieren und so ebenfalls zum Leben auf der Seite beitragen. Die Kultur in Petershagen ist zu großen Teilen lahmgelegt – öffentliche Veranstaltungen finden kaum mehr statt. Und wenn, dann machen sie mit den Corona-Schutzregeln keinen wirklichen Spaß mehr. Genau den aber will Georg Klingsiek auch in schwierigen Zeiten haben – und er will dazu beitragen, dass sich möglichst viele Menschen aus Petershagen kreativ beteiligen. Dass Klingsiek sich dabei auf sein Foto-Hobby besinnt, liegt nahe. Der ehemalige Lehrer, der als Aktiver im Förderverein Altes Amtsgericht erfolgreich Foto-Wettbewerbe angestoßen hatte, setzt auch virtuell auf eine große Beteiligung. Klingsiek beschreibt sich schmunzelnd als „alten Foto-Fuzzi“: Und so möchte er Fotofreunden die Möglichkeit schaffen, ihre schönsten und interessantesten Bilder von Petershagen zu zeigen. Er selbst hatte immer wieder Vorträge im Alten Amtsgericht oder auch im Mindener Hansehaus über seine Reisen gehalten. All das gehe wegen Corona gerade nicht. „Und so kam mir die Idee, meine Fotos, die ich von Petershagen aufgenommen habe, auf einer eigenen Internetseite zu zeigen.“ Aber nicht nur die eigenen Bilder sollen dort in Szene gesetzt werden, auch andere „Fotografierer“ sollen ihre Fotos einsenden. Bedingung: Die Bilder müssen in einer der 29 Ortschaften Petershagens aufgenommen sein – und sie sollten auch eine gewisse Qualität haben. Um die sicherzustellen, hat Georg Klingsiek gleich einen kleinen Fotokurs mit auf die Seite gepackt: Erklärt wird etwa die Bedeutung der Perspektive. Unterseiten gibt es aus allen Ortschaften, viele sind mit den eigenen Bildern Klingsieks bereits bestückt, andere Orte wie Raderhorst oder Großenheerse warten noch auf erste Bilder. Weiter können in der neuen Community Favoriten gewählt werden – den Wettbewerbsgedanken aus dem Förderverein verlängert Kling-siek ins Netz. Gesammelt werden auf einer weiteren Unterseite auch historische Aufnahmen und – als Clou präsentiert Klingsiek Petershagen dreidimensional. Für diese Bilder müssen die Nutzer allerdings eine 3-D-Brille benutzen, wie man sie etwa aus den Kinos kennt. Interessierte können und sollen Fotos im JPG-Format einreichen, dazu den Namen, Infos zum Aufnahmeort und eine kurze Beschreibung. Die Informationen werden dann öffentlich angezeigt. Auch besteht für die Fotografen die Möglichkeit, sich mit einem kurzen Lebenslauf vorzustellen. Das nutzen aktuell etwa Friedhelm Biell, der mit Tier- und Naturfotografie, Landschaftsfotografie und Architekturbildern begeistert, oder Lumix-Fotograf Clemens Greiner, der auf seiner eigenen Website „Bilder vom Steinhuder Meer und mehr“ bietet. Georg Klingsiek selbst fotografiert seit frühester Jugend. Anfangs hatte er noch in Schwarz-Weiß gearbeitet, gern auch selbst entwickelt. Heute sieht er sich vor allem als Digitalfotograf, wobei ihn die Bildbearbeitung am PC noch an die frühere Entwicklerschüssel erinnert. „Mit der Kamera in der Hand fühle ich mich glücklich und zufrieden, weil ich dann die Welt viel genauer und aufmerksamer betrachte“, sagt er, sein Motto: „Wer fotografiert, hat mehr vom Leben.“ Und das soll auch die neue Community spüren. www.petershagen-im-bild.de

Der Bildersammler: Georg Klingsiek startet Foto-Community für Petershagen

Die neue Community will auch historische Fotos sammeln. So wie dieses hier vom Alten Bahnhof Petershagen. Foto: Archiv Bernhard Brey © Archiv Bernhard Brey

Petershagen. Im Nebel sieht es in Buchholz fast so aus wie im Großen Torfmoor. Oder – mit noch mehr Fantasie – wie im „Herrn der Ringe“. Zu dieser Atmosphäre passt auch das beschneite Schloss oder der dümpelnde Aalfänger in Schlüsselburg. Die Fotowelt von Georg Klingsiek bietet ungewöhnliche Blicke auf Bekanntes, Petershagen lässt sich noch einmal neu entdecken. Da es momentan keine Ausstellungen gibt, zeigt der ehemalige Lehrer seine Bilder jetzt auf einer eigens gestalteten Internetseite. Die soll aber keinesfalls ein „Egotrip“ sein, sondern richtet sich ausdrücklich auch an andere Hobbyfotografen. Alle sollen sich mit ihren Bildern aus Petershagen auf petershagen-im-bild.de präsentieren. Und diejenigen, die nicht mit Fotos dabei sind, können die Aufnahmen favorisieren und so ebenfalls zum Leben auf der Seite beitragen.

Die Kultur in Petershagen ist zu großen Teilen lahmgelegt – öffentliche Veranstaltungen finden kaum mehr statt. Und wenn, dann machen sie mit den Corona-Schutzregeln keinen wirklichen Spaß mehr. Genau den aber will Georg Klingsiek auch in schwierigen Zeiten haben – und er will dazu beitragen, dass sich möglichst viele Menschen aus Petershagen kreativ beteiligen. Dass Klingsiek sich dabei auf sein Foto-Hobby besinnt, liegt nahe. Der ehemalige Lehrer, der als Aktiver im Förderverein Altes Amtsgericht erfolgreich Foto-Wettbewerbe angestoßen hatte, setzt auch virtuell auf eine große Beteiligung.

In den vergangenen Jahren ein eher seltener Anblick: das Schloss Petershagen im Schnee, jetzt eines der ersten Bilder auf der neuen Internetseite. Viele sollen folgen. Foto: Georg Klingsiek - © Georg Klingsiek
In den vergangenen Jahren ein eher seltener Anblick: das Schloss Petershagen im Schnee, jetzt eines der ersten Bilder auf der neuen Internetseite. Viele sollen folgen. Foto: Georg Klingsiek - © Georg Klingsiek

Klingsiek beschreibt sich schmunzelnd als „alten Foto-Fuzzi“: Und so möchte er Fotofreunden die Möglichkeit schaffen, ihre schönsten und interessantesten Bilder von Petershagen zu zeigen. Er selbst hatte immer wieder Vorträge im Alten Amtsgericht oder auch im Mindener Hansehaus über seine Reisen gehalten. All das gehe wegen Corona gerade nicht. „Und so kam mir die Idee, meine Fotos, die ich von Petershagen aufgenommen habe, auf einer eigenen Internetseite zu zeigen.“

Georg Klingsiek - © Ulrich Westermann
Georg Klingsiek - © Ulrich Westermann

Aber nicht nur die eigenen Bilder sollen dort in Szene gesetzt werden, auch andere „Fotografierer“ sollen ihre Fotos einsenden. Bedingung: Die Bilder müssen in einer der 29 Ortschaften Petershagens aufgenommen sein – und sie sollten auch eine gewisse Qualität haben. Um die sicherzustellen, hat Georg Klingsiek gleich einen kleinen Fotokurs mit auf die Seite gepackt: Erklärt wird etwa die Bedeutung der Perspektive.

Unterseiten gibt es aus allen Ortschaften, viele sind mit den eigenen Bildern Klingsieks bereits bestückt, andere Orte wie Raderhorst oder Großenheerse warten noch auf erste Bilder. Weiter können in der neuen Community Favoriten gewählt werden – den Wettbewerbsgedanken aus dem Förderverein verlängert Kling-siek ins Netz.

Gesammelt werden auf einer weiteren Unterseite auch historische Aufnahmen und – als Clou präsentiert Klingsiek Petershagen dreidimensional. Für diese Bilder müssen die Nutzer allerdings eine 3-D-Brille benutzen, wie man sie etwa aus den Kinos kennt.

Interessierte können und sollen Fotos im JPG-Format einreichen, dazu den Namen, Infos zum Aufnahmeort und eine kurze Beschreibung. Die Informationen werden dann öffentlich angezeigt. Auch besteht für die Fotografen die Möglichkeit, sich mit einem kurzen Lebenslauf vorzustellen. Das nutzen aktuell etwa Friedhelm Biell, der mit Tier- und Naturfotografie, Landschaftsfotografie und Architekturbildern begeistert, oder Lumix-Fotograf Clemens Greiner, der auf seiner eigenen Website „Bilder vom Steinhuder Meer und mehr“ bietet.

Georg Klingsiek selbst fotografiert seit frühester Jugend. Anfangs hatte er noch in Schwarz-Weiß gearbeitet, gern auch selbst entwickelt. Heute sieht er sich vor allem als Digitalfotograf, wobei ihn die Bildbearbeitung am PC noch an die frühere Entwicklerschüssel erinnert. „Mit der Kamera in der Hand fühle ich mich glücklich und zufrieden, weil ich dann die Welt viel genauer und aufmerksamer betrachte“, sagt er, sein Motto: „Wer fotografiert, hat mehr vom Leben.“ Und das soll auch die neue Community spüren.

www.petershagen-im-bild.de

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