Denkmal des Seelenfelder Seemannsvereins versetzt: Andenken in zentraler Lage Petershagen-Seelenfeld. (Wes). Der Wunsch des Seemannsvereins Seelenfeld, bis zum Volkstrauertag das Denkmal vom Karkhoff an den Schulberg umzusetzen, ist in Erfüllung gegangen. Die Entfernung zwischen dem alten und neuen Platz der Erinnerungsstätte zu Ehren der auf See gebliebenen Vereinsmitglieder und der Gründungsväter beträgt knapp 300 Meter. Im Mittelpunkt der Anlage stehen Anker und Fahnenmast sowie ein großer Findling, dessen Unterbau aus Feldsteinen zusammengesetzt wurde. Dazu kommt eine Tafel mit den Namen der 16 Gründungsmitglieder. Für die Umsetzarbeiten nennt Seemannsvereins-Vorsitzender Heinfried Stünkel mehrere Gründe: „Im Laufe des Jahres 2020 ist der benachbarte Spielplatz vom Karkhoff an die Loccumer Straße verlegt worden. Dort entstand ein Generationenplatz. Um zu verhindern, dass sich unsere Gedenkanlage allein auf weiter Flur befindet und weniger als zuvor beachtet wird, haben wir uns für die Verlegung entschieden. Zudem sei die neu erstellte Anlage in zentraler Ortslage am Schulberg leichter zu pflegen. Dort gebe es beispielsweise wie am Karkhoff keinen Graben oder Kies, durch den das Gras wachse und mühsam entfernt werden müsse. „Unser Verein wird nicht jünger. Die größte Zahl der 68 Mitglieder ist immerhin über 70 Jahre alt“, sagt Stünkel. Ebenfalls wichtig am neuen Standort sei das passende Umfeld mit der Gedenkstätte für die Gefallenen und Vermissten des Ersten und Zweiten Weltkrieges und dem Dorfjubiläums-Findling mit der Aufschrift „1282 bis 1982 – 700 Jah re Seelenfeld.“ „Nun haben wir dort eine vollständige Denkmalanlage“, bekräftigt der Vereinsvorsitzende. Beim Umsetzen der einzelnen Gestaltungsteile handelt es sich um eine Gemeinschaftsaktion. Heinfried Stünkel weist darauf hin, dass die Stadt Petershagen bei der Planung Hilfestellung geleistet habe.. Beteiligt waren Landwirt Günter Lampe aus Seelenfeld und die Firma Witte aus Wasserstraße. Zudem haben Mitglieder des Seemannsvereins an der Vorbereitung des neuen Standortes mitgewirkt“, betont der erste Vorsitzende. Zu den weiteren Maßnahmen gehörte es, Sandstrahlarbeiten am Anker und danach einen schwarzen Farbanstrich vorzunehmen. Auch die Gründerplatte ist aufgearbeitet worden. Die Gesamtkosten liegen bei knapp 5000 Euro. Aus der Fördermaßnahme „Heimatscheck“ sprudeln 2000 Euro. Nahezu 3000 Euro übernehmen Sponsoren und Seemannsverein. Die offizielle Einweihungsfeier wird voraussichtlich im kommenden Jahr stattfinden. Der Termin richtet sich nach dem weiteren Verlauf der Corona-Pandemie. Der Seemannsverein Seelenfeld erblickte im Jahr 1906 das Licht der Welt. Nachdem das Vereinsleben längere Zeit geruht hatte, fand 1933 die Wiedergründung statt. Der Denkmalplatz am Karkhoff wurde im April 1992 seiner Bestimmung übergeben. Zu den Initiatoren Anfang der 1990er Jahre gehörten erster Vorsitzender Horst Werner und Ortsvorsteher Gerhard Stünkel. Die Schulberg-Freifläche ist auf der Rückseite von hohen Bäumen und Buschwerk umgeben. Neben der Gedenkstätte für die Gefallenen und Vermissten des Ersten und Zweiten Weltkrieges und dem Dorfjubiläums-Findling, einem Granitblock aus der heimischen Sandgrube, hat dort eine Informationstafel zum Thema „Dorfspaziergang Seelenfeld“ ihren Platz. Die Bezeichnung Schulberg geht auf die alte Seelenfelder Schule zurück, die 1912 bis 1965 als Lernstätte und kultureller Mittelpunkt des Dorfes genutzt wurde.

Denkmal des Seelenfelder Seemannsvereins versetzt: Andenken in zentraler Lage

Die Erinnerungsstätte ist vom Karkhoff zum Schulberg umgesetzt worden. Foto: Ulrich Westermann © Westermann

Petershagen-Seelenfeld. (Wes). Der Wunsch des Seemannsvereins Seelenfeld, bis zum Volkstrauertag das Denkmal vom Karkhoff an den Schulberg umzusetzen, ist in Erfüllung gegangen. Die Entfernung zwischen dem alten und neuen Platz der Erinnerungsstätte zu Ehren der auf See gebliebenen Vereinsmitglieder und der Gründungsväter beträgt knapp 300 Meter. Im Mittelpunkt der Anlage stehen Anker und Fahnenmast sowie ein großer Findling, dessen Unterbau aus Feldsteinen zusammengesetzt wurde. Dazu kommt eine Tafel mit den Namen der 16 Gründungsmitglieder.

Für die Umsetzarbeiten nennt Seemannsvereins-Vorsitzender Heinfried Stünkel mehrere Gründe: „Im Laufe des Jahres 2020 ist der benachbarte Spielplatz vom Karkhoff an die Loccumer Straße verlegt worden. Dort entstand ein Generationenplatz. Um zu verhindern, dass sich unsere Gedenkanlage allein auf weiter Flur befindet und weniger als zuvor beachtet wird, haben wir uns für die Verlegung entschieden. Zudem sei die neu erstellte Anlage in zentraler Ortslage am Schulberg leichter zu pflegen. Dort gebe es beispielsweise wie am Karkhoff keinen Graben oder Kies, durch den das Gras wachse und mühsam entfernt werden müsse. „Unser Verein wird nicht jünger. Die größte Zahl der 68 Mitglieder ist immerhin über 70 Jahre alt“, sagt Stünkel.

Ebenfalls wichtig am neuen Standort sei das passende Umfeld mit der Gedenkstätte für die Gefallenen und Vermissten des Ersten und Zweiten Weltkrieges und dem Dorfjubiläums-Findling mit der Aufschrift „1282 bis 1982 – 700 Jah re Seelenfeld.“ „Nun haben wir dort eine vollständige Denkmalanlage“, bekräftigt der Vereinsvorsitzende.

Beim Umsetzen der einzelnen Gestaltungsteile handelt es sich um eine Gemeinschaftsaktion. Heinfried Stünkel weist darauf hin, dass die Stadt Petershagen bei der Planung Hilfestellung geleistet habe.. Beteiligt waren Landwirt Günter Lampe aus Seelenfeld und die Firma Witte aus Wasserstraße. Zudem haben Mitglieder des Seemannsvereins an der Vorbereitung des neuen Standortes mitgewirkt“, betont der erste Vorsitzende. Zu den weiteren Maßnahmen gehörte es, Sandstrahlarbeiten am Anker und danach einen schwarzen Farbanstrich vorzunehmen. Auch die Gründerplatte ist aufgearbeitet worden. Die Gesamtkosten liegen bei knapp 5000 Euro. Aus der Fördermaßnahme „Heimatscheck“ sprudeln 2000 Euro. Nahezu 3000 Euro übernehmen Sponsoren und Seemannsverein. Die offizielle Einweihungsfeier wird voraussichtlich im kommenden Jahr stattfinden. Der Termin richtet sich nach dem weiteren Verlauf der Corona-Pandemie.

Der Seemannsverein Seelenfeld erblickte im Jahr 1906 das Licht der Welt. Nachdem das Vereinsleben längere Zeit geruht hatte, fand 1933 die Wiedergründung statt. Der Denkmalplatz am Karkhoff wurde im April 1992 seiner Bestimmung übergeben. Zu den Initiatoren Anfang der 1990er Jahre gehörten erster Vorsitzender Horst Werner und Ortsvorsteher Gerhard Stünkel.

Die Schulberg-Freifläche ist auf der Rückseite von hohen Bäumen und Buschwerk umgeben. Neben der Gedenkstätte für die Gefallenen und Vermissten des Ersten und Zweiten Weltkrieges und dem Dorfjubiläums-Findling, einem Granitblock aus der heimischen Sandgrube, hat dort eine Informationstafel zum Thema „Dorfspaziergang Seelenfeld“ ihren Platz. Die Bezeichnung Schulberg geht auf die alte Seelenfelder Schule zurück, die 1912 bis 1965 als Lernstätte und kultureller Mittelpunkt des Dorfes genutzt wurde.

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