Das Kranschiff kommt: Instandsetzungsarbeiten am Stauwehr Petershagen starten in diesem Monat Petershagen (mt/plö). Um auch zukünftig einen sicheren Betrieb der Wehranlage zu gewährleisten, werden ab April am mittlerem Stauverschluss umfassende Instandsetzungsarbeiten durchgeführt. So kündigt es das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser (WSA) an. Dazu Fachbereichsleiter Thomas Lippel: „Die Wehranlage Petershagen ist seit der Inbetriebnahme in den 50er-Jahren ohne Unterbrechung im Einsatz. Es ist an der Zeit, den Stahlbau zu sanieren“. Für die Sanierungsarbeiten (das MT berichtete) wird der gesamte Wehrverschlusskörper herausgehoben und im Werk des Auftragnehmers aufbereitet. Zahlreiche Stahlträger müssen laut Lippel ausgetauscht und etwa 650 Nietverbindungen erneuert werden. Ebenso werden alle Lagerungen und Gummidichtungen des Verschlusses erneuert. „Der gesamte Stahlbau wird im Anschluss mit einem dreilagigen Korrosionsschutz nach heutigem Stand der Technik beschichtet“, so Thomas Lippel. Voraussichtlich Anfang Mai wird daher der gesamte, etwa einhundert Tonnen schwere Wehrverschluss mit einem Kranschiff herausgehoben und per Schiff über die Wasserstraße abtransportiert. Thomas Lippel: „Durch das gewählte Bauverfahren kann der Baustellenlärm, der im Dreischichtbetrieb durchgeführten Maßnahme auf ein Minimum reduziert werden.“ Bereits im Herbst – vor der Hochwassersaison – werde dann der instandgesetzte Verschlusskörper „im neuen Glanz“ wieder eingebaut. Für 2022 ist die Instandsetzung des linken Verschlusskörpers in ähnlichem Umfang geplant. Die Wehranlage Petershagen ist seit der Inbetriebnahme in den 50er-Jahren bis heute ohne Unterbrechung im Einsatz. Bereits im Jahr 1934 fiel der Beschluss, die Mittelweser auszubauen. Durch den Bau von fünf weiteren Staustufen in Schlüsselburg, Landesbergen, Dörverden und Langwedel sollte der Wasserspiegel der Mittelweser auf ganzer Länge stufenweise so angehoben werden, dass eine durchgehende Fahrrinnentiefe von 2,50 Metern gewährleistet werden konnte. Damit, so die Behörde in einer Pressemitteilung, war ein uneingeschränkter Verkehr mit dem Tausend-Tonnen-Schiff, dem damaligen Standard-Schiff auf den Binnenschifffahrtskanälen, möglich.

Das Kranschiff kommt: Instandsetzungsarbeiten am Stauwehr Petershagen starten in diesem Monat

Seit den Fünfzigerjahren des vorigen Jahrhunderts ist das Stauwehr ununterbrochen im Einsatz. Jetzt gibt es eine umfassende Sanierung. Foto: WSA Weser © WSV

Petershagen (mt/plö). Um auch zukünftig einen sicheren Betrieb der Wehranlage zu gewährleisten, werden ab April am mittlerem Stauverschluss umfassende Instandsetzungsarbeiten durchgeführt. So kündigt es das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Weser (WSA) an. Dazu Fachbereichsleiter Thomas Lippel: „Die Wehranlage Petershagen ist seit der Inbetriebnahme in den 50er-Jahren ohne Unterbrechung im Einsatz. Es ist an der Zeit, den Stahlbau zu sanieren“.

Für die Sanierungsarbeiten (das MT berichtete) wird der gesamte Wehrverschlusskörper herausgehoben und im Werk des Auftragnehmers aufbereitet. Zahlreiche Stahlträger müssen laut Lippel ausgetauscht und etwa 650 Nietverbindungen erneuert werden. Ebenso werden alle Lagerungen und Gummidichtungen des Verschlusses erneuert. „Der gesamte Stahlbau wird im Anschluss mit einem dreilagigen Korrosionsschutz nach heutigem Stand der Technik beschichtet“, so Thomas Lippel.

Voraussichtlich Anfang Mai wird daher der gesamte, etwa einhundert Tonnen schwere Wehrverschluss mit einem Kranschiff herausgehoben und per Schiff über die Wasserstraße abtransportiert.

Thomas Lippel: „Durch das gewählte Bauverfahren kann der Baustellenlärm, der im Dreischichtbetrieb durchgeführten Maßnahme auf ein Minimum reduziert werden.“

Bereits im Herbst – vor der Hochwassersaison – werde dann der instandgesetzte Verschlusskörper „im neuen Glanz“ wieder eingebaut. Für 2022 ist die Instandsetzung des linken Verschlusskörpers in ähnlichem Umfang geplant.

Die Wehranlage Petershagen ist seit der Inbetriebnahme in den 50er-Jahren bis heute ohne Unterbrechung im Einsatz.

Bereits im Jahr 1934 fiel der Beschluss, die Mittelweser auszubauen. Durch den Bau von fünf weiteren Staustufen in Schlüsselburg, Landesbergen, Dörverden und Langwedel sollte der Wasserspiegel der Mittelweser auf ganzer Länge stufenweise so angehoben werden, dass eine durchgehende Fahrrinnentiefe von 2,50 Metern gewährleistet werden konnte. Damit, so die Behörde in einer Pressemitteilung, war ein uneingeschränkter Verkehr mit dem Tausend-Tonnen-Schiff, dem damaligen Standard-Schiff auf den Binnenschifffahrtskanälen, möglich.

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