Da versteh einer die Sprache der Blumen Zum Valentinstag ist die rote Rose der Klassiker / Iris steht für eine gute Nachricht / Frühlingsblumen als Aufbruchsymbol Von Claudia Hyna Petershagen-Lahde (mt). Die rote Rose als Symbol der Liebe ist der absolute Klassiker. Wer sie zum Valentinstag verschenkt, braucht keine Worte mehr. Doch auch andere Blumen haben eine eigene Bedeutung. "Diese ist den meisten Kunden aber nicht bekannt", berichten die Floristen Christina Pohlmann und Volker Kellermann aus Lahde. Und so werden am 14. Februar nach wie vor besonders Rosen über den Ladentisch gehen.Allerdings ist der große Strauß nicht mehr so gefragt, was möglicherweise mit dem erhöhten Preis an dem Tag zusammenhängt. "Wir verkaufen eher kleine Sträuße oder eine einzelne rote Rose", bestätigen beide. Und da die roten Rosen besonders teuer sind, werden häufig bunte Rosensträuße gewünscht. Die rote Rose kennt kein Alter, verstärkt kämen aber auch jüngere Käufer.Sag es durch die Blume - dieser Spruch hat eine lange Tradition, weiß Volker Kellermann. Dabei berufe man sich auf die Blumensprache von Charlotte de la Tour, deren Buch "Le Language des Fleurs" (Die Sprache der Blumen) 1818 in Deutschland erschien. Wichtig war diese Sprache besonders in Gesellschaften, in denen Männer und Frauen nicht ungehindert miteinander sprechen konnten, oder wo ein direkter Ausdruck von Gefühlen tabu war.Weiße Rose: Unausgesprochene LiebeSchon die Rose hat je nach Farbe und Gattung unzählige Bedeutungen. Rote Rosen sagen "Ich liebe dich", in rosa werden zarte Gefühle angedeutet. Weiße Rosen geben Hinweis auf eine unausgesprochene Liebe. Vorsicht bei einer gelben Rose: Sie kann auch Misstrauen bedeuten.Weiße Blume kommen nicht nur auf dem Friedhof zum Einsatz, sondern sind auch ein Symbol für Reinheit und Wahrheit. So etwa die Lilie, die vor allem auf Bildern der Frührenaissance zu finden ist. Hier wurde sie mit der Verkündigung Mariens in Verbindung gebracht. Sie sei auch die Blume des Jugendstils, weiß Volker Kellermann. "Ich empfinde sie als sehr elegant."Fresien stehen für Zärtlichkeit, Callas für Anerkennung, Iris für eine gute Nachricht oder "Ich will um dich kämpfen", eine Anthurie bedeutet Stärke, Veilchen Bescheidenheit und Schüchternheit. Die Margerite steht für Natürlichkeit und sagt: "Du machst mich glücklich". Beim Vergissmeinnicht ist der Name Programm: "Bitte denk an mich".Mit einer Orchidee drückt man Bewunderung aus, eine Sonnenblume signalisiert Zuverlässigkeit und gute Wünsche. Nicht allzu ernst genommen werden sollten die negativen Botschaften. So bedeutet eine gelbe Tulpe hoffnungslose Liebe, ein Alpenveilchen: "Du bist mir gleichgültig", die Aster sagt: "Ich zweifle an deiner Treue" und die Dahlie: "Ich bin schon vergeben".Die alte Symbolik hat im Jahr 2011 nicht mehr allzu viel Gewicht. Schade findet Volker Kellermann, dass die Nelke das Image als Friedhofsblume hat und auch für Spießigkeit steht. "Bei uns Floristen ist sie - auf andere Art gebunden - voll in Mode." Doch bis das in den Köpfen der Kunden ankommt, wird es wohl noch einige Zeit dauern. Im übrigen steht sie in Weiß für: "Ich bin noch zu haben" und in Rot für glühende Liebe.Einzelne Gerbera sehr beliebtZwar haben Frühlingsblumen wie Tulpen und Narzissen auch viele Bedeutungen, doch in Petershagen und anderswo symbolisieren sie einfach den Frühling, die Frische, den Aufbruch, sagt Christina Pohlmann. Für einen Dankeschön-Strauß werden gern bunte Sträuße genommen, auch einzelne Gerbera seien beliebt. Diese wollen sagen: Durch dich wird alles viel schöner.Im übrigen räumen die Floristen Christina Pohlmann und Volker Kellermann mit dem Vorurteil auf, dass der Valentinstag vor allem ein Tag für Floristen ist. "Es ist schon ein guter Tag, aber Pralinen und Kosmetik werden ebenso oft verschenkt."

Da versteh einer die Sprache der Blumen

Petershagen-Lahde (mt). Die rote Rose als Symbol der Liebe ist der absolute Klassiker. Wer sie zum Valentinstag verschenkt, braucht keine Worte mehr. Doch auch andere Blumen haben eine eigene Bedeutung.

Über Blumen freut sich jeder Beschenkte: Rote Rosen stehen für die Liebe, Anemonen für Vertrauen und Unschuld. - © Foto: Alexander Lehn
Über Blumen freut sich jeder Beschenkte: Rote Rosen stehen für die Liebe, Anemonen für Vertrauen und Unschuld. - © Foto: Alexander Lehn

"Diese ist den meisten Kunden aber nicht bekannt", berichten die Floristen Christina Pohlmann und Volker Kellermann aus Lahde. Und so werden am 14. Februar nach wie vor besonders Rosen über den Ladentisch gehen.

Allerdings ist der große Strauß nicht mehr so gefragt, was möglicherweise mit dem erhöhten Preis an dem Tag zusammenhängt. "Wir verkaufen eher kleine Sträuße oder eine einzelne rote Rose", bestätigen beide. Und da die roten Rosen besonders teuer sind, werden häufig bunte Rosensträuße gewünscht. Die rote Rose kennt kein Alter, verstärkt kämen aber auch jüngere Käufer.

Sag es durch die Blume - dieser Spruch hat eine lange Tradition, weiß Volker Kellermann. Dabei berufe man sich auf die Blumensprache von Charlotte de la Tour, deren Buch "Le Language des Fleurs" (Die Sprache der Blumen) 1818 in Deutschland erschien. Wichtig war diese Sprache besonders in Gesellschaften, in denen Männer und Frauen nicht ungehindert miteinander sprechen konnten, oder wo ein direkter Ausdruck von Gefühlen tabu war.

Weiße Rose: Unausgesprochene Liebe

Schon die Rose hat je nach Farbe und Gattung unzählige Bedeutungen. Rote Rosen sagen "Ich liebe dich", in rosa werden zarte Gefühle angedeutet. Weiße Rosen geben Hinweis auf eine unausgesprochene Liebe. Vorsicht bei einer gelben Rose: Sie kann auch Misstrauen bedeuten.

Weiße Blume kommen nicht nur auf dem Friedhof zum Einsatz, sondern sind auch ein Symbol für Reinheit und Wahrheit. So etwa die Lilie, die vor allem auf Bildern der Frührenaissance zu finden ist. Hier wurde sie mit der Verkündigung Mariens in Verbindung gebracht. Sie sei auch die Blume des Jugendstils, weiß Volker Kellermann. "Ich empfinde sie als sehr elegant."

Fresien stehen für Zärtlichkeit, Callas für Anerkennung, Iris für eine gute Nachricht oder "Ich will um dich kämpfen", eine Anthurie bedeutet Stärke, Veilchen Bescheidenheit und Schüchternheit. Die Margerite steht für Natürlichkeit und sagt: "Du machst mich glücklich". Beim Vergissmeinnicht ist der Name Programm: "Bitte denk an mich".

Mit einer Orchidee drückt man Bewunderung aus, eine Sonnenblume signalisiert Zuverlässigkeit und gute Wünsche. Nicht allzu ernst genommen werden sollten die negativen Botschaften. So bedeutet eine gelbe Tulpe hoffnungslose Liebe, ein Alpenveilchen: "Du bist mir gleichgültig", die Aster sagt: "Ich zweifle an deiner Treue" und die Dahlie: "Ich bin schon vergeben".

Die alte Symbolik hat im Jahr 2011 nicht mehr allzu viel Gewicht. Schade findet Volker Kellermann, dass die Nelke das Image als Friedhofsblume hat und auch für Spießigkeit steht. "Bei uns Floristen ist sie - auf andere Art gebunden - voll in Mode." Doch bis das in den Köpfen der Kunden ankommt, wird es wohl noch einige Zeit dauern. Im übrigen steht sie in Weiß für: "Ich bin noch zu haben" und in Rot für glühende Liebe.

Einzelne Gerbera sehr beliebt

Zwar haben Frühlingsblumen wie Tulpen und Narzissen auch viele Bedeutungen, doch in Petershagen und anderswo symbolisieren sie einfach den Frühling, die Frische, den Aufbruch, sagt Christina Pohlmann. Für einen Dankeschön-Strauß werden gern bunte Sträuße genommen, auch einzelne Gerbera seien beliebt. Diese wollen sagen: Durch dich wird alles viel schöner.

Im übrigen räumen die Floristen Christina Pohlmann und Volker Kellermann mit dem Vorurteil auf, dass der Valentinstag vor allem ein Tag für Floristen ist. "Es ist schon ein guter Tag, aber Pralinen und Kosmetik werden ebenso oft verschenkt."

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