Corona-Ausbruch im Seniorenheim: 45 Fälle in der Weser-Residenz Bad Hopfenberg Claudia Hyna Petershagen. Nach einem Corona-Ausbruch in Haus Bethesda vor Weihnachten ist nun ein weiteres Seniorenheim in Petershagen betroffen. In der Weser-Residenz Bad Hopfenberg sind 34 Bewohnerinnen und Bewohner sowie elf Mitarbeiter an Covid-19 erkrankt. Innerhalb der Weser-Residenz ist ein Ausbruchsmanagement-Team einberufen worden, um in Abstimmung mit den Behörden die Maßnahmen zu koordinieren und umzusetzen. Alle derzeit betroffenen Bewohner befinden sich im Isolationsbereich, teilt Einrichtungsleiterin Antje Driftmann mit. Von der WTG-Behörde (früher Heimaufsicht) wurde auf Empfehlung des Gesundheitsamtes bereits am 31. Dezember ein striktes Besuchsverbot bis vorerst einschließlich 7. Januar ausgesprochen. Trotz aller Präventionsmaßnahmen hatten sich am 28. Dezember positive Schnelltests bei einigen Bewohnern ergeben. Diese wurden sofort an das Gesundheitsamt und die Wohn- und Teilhabegesetzt (WTG)-Behörde gemeldet. Dank deren Kooperation hat ein mobiles Testteam des Johannes-Wesling-Klinikums Minden innerhalb von 48 Stunden PCR-Tests aller Bewohner und Mitarbeiter der Weser-Residenz vorgenommen. Am 31. Dezember sind 23 Bewohner sowie fünf Mitarbeitende positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Im Verlauf wurden vier Bewohner mit Symptomen ins Klinikum verlegt, teilt Antje Driftmann mit. Bei der Weser-Residenz Bad Hopfenberg handelt es sich um eine vollstationären Pflegeeinrichtung mit 80 Plätzen und ebenso vielen Mitarbeitenden. Seit Beginn der Corona-Pandemie haben die Verantwortlichen großen Wert auf Präventionsmaßnahmen und Einhaltung der Vorgaben aus den aktuellen behördlichen Verordnungen gelegt. Dazu zählten das Tragen von FFP2-Masken von Mitarbeitenden, die tägliche Temperatur- und Symptomkontrolle bei Bewohnern sowie der gesamten Belegschaft vor Arbeitsbeginn. Die Besuchsmöglichkeiten wurden mit telefonischer Terminvergabe und Temperatur- sowie Symptomkontrollen vor Betreten der Einrichtung organisiert. Das habe funktioniert, ohne die Rechte auf Teilhabe der Bewohner einzuschränken. Mitte November wurden zusätzlich regelmäßig Antigen-Schnelltests bei Personal und Bewohnern ausgeführt. Dennoch fielen einige Tests wenige Tage nach Weihnachten positiv aus. Das Gesundheitsamt hatte für den 6. Januar eine Wiederholungstestung angesetzt. Deren Ergebnisse liegen nun vor, aktuell sind nun 34 Bewohner sowie elf Mitarbeitende betroffen. Im Vordergrund aller derzeitigen Maßnahmen und Regelungen steht die Aufrechterhaltung der Versorgung der infizierten und nicht-infizierten Bewohner sowie der Schutz der Belegschaft, sagt die Einrichtungsleiterin. Sie dankt den Behörden für die stetige Kommunikation und Kooperation sowie allen Angehörigen für das Verständnis, die Bewohner derzeit nicht besuchen zu können. Die Mitarbeitenden der Weser-Residenz hielten auch in dieser besonderen Situation dem hohem Arbeitsdruck stand und gewährleisteten die Versorgung der Bewohner, heißt es. Die Stadt Petershagen war bisher von größeren Ausbrüchen verschont geblieben und fiel mit einem niedrigen Inzidenzwert auf. Es gab Schließungen wegen Covid-19-Fällen, etwa in mehreren Klassen im Grundschulverbund Lahde-Frille. Im November gab es einen Corona-Fall an der Grundschule Eldagsen. Eine Woche vor Weihnachten meldete das Haus Bethesda in Lahde einen größeren Ausbruch. 16 Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnbereichs für dementiell erkrankte Menschen waren infiziert, sieben Mitarbeitende betroffen. Die Situation dort habe sich mittlerweile deutlich entspannt, sagt Judith Wittkop, Leiterin der Unternehmenskommunikation des Trägers, der Diakonie Stiftung Salem. Zurzeit gelten noch 13 Bewohner als erkrankt. Es habe einzelne Sterbefälle gegeben, wobei sich diese nicht ursächlich auf eine Covid-19-Infektion zurückführen ließen. Aktuell gelte für den betroffenen Bereich ein Besuchsverbot bis zum 13. Januar. Betroffene Angehörige werden laut Judith Wittkop täglich über den Zustand ihrer pflegebedürftigen Familienmitglieder informiert.

Corona-Ausbruch im Seniorenheim: 45 Fälle in der Weser-Residenz Bad Hopfenberg

Im Seniorenheim "Weser-Residenz" Bad Hopfenberg hat es einen Corona-Ausbruch mit insgesamt 45 infizierten Personen gegeben. MT-Fotos: © lehn

Petershagen. Nach einem Corona-Ausbruch in Haus Bethesda vor Weihnachten ist nun ein weiteres Seniorenheim in Petershagen betroffen. In der Weser-Residenz Bad Hopfenberg sind 34 Bewohnerinnen und Bewohner sowie elf Mitarbeiter an Covid-19 erkrankt.

Innerhalb der Weser-Residenz ist ein Ausbruchsmanagement-Team einberufen worden, um in Abstimmung mit den Behörden die Maßnahmen zu koordinieren und umzusetzen. Alle derzeit betroffenen Bewohner befinden sich im Isolationsbereich, teilt Einrichtungsleiterin Antje Driftmann mit.

Von der WTG-Behörde (früher Heimaufsicht) wurde auf Empfehlung des Gesundheitsamtes bereits am 31. Dezember ein striktes Besuchsverbot bis vorerst einschließlich 7. Januar ausgesprochen.

Stopschilder am Eingangsbereich des Seniorenheims. - © Alex Lehn
Stopschilder am Eingangsbereich des Seniorenheims. - © Alex Lehn

Trotz aller Präventionsmaßnahmen hatten sich am 28. Dezember positive Schnelltests bei einigen Bewohnern ergeben. Diese wurden sofort an das Gesundheitsamt und die Wohn- und Teilhabegesetzt (WTG)-Behörde gemeldet. Dank deren Kooperation hat ein mobiles Testteam des Johannes-Wesling-Klinikums Minden innerhalb von 48 Stunden PCR-Tests aller Bewohner und Mitarbeiter der Weser-Residenz vorgenommen. Am 31. Dezember sind 23 Bewohner sowie fünf Mitarbeitende positiv auf das Corona-Virus getestet worden. Im Verlauf wurden vier Bewohner mit Symptomen ins Klinikum verlegt, teilt Antje Driftmann mit.

Bei der Weser-Residenz Bad Hopfenberg handelt es sich um eine vollstationären Pflegeeinrichtung mit 80 Plätzen und ebenso vielen Mitarbeitenden. Seit Beginn der Corona-Pandemie haben die Verantwortlichen großen Wert auf Präventionsmaßnahmen und Einhaltung der Vorgaben aus den aktuellen behördlichen Verordnungen gelegt. Dazu zählten das Tragen von FFP2-Masken von Mitarbeitenden, die tägliche Temperatur- und Symptomkontrolle bei Bewohnern sowie der gesamten Belegschaft vor Arbeitsbeginn.

Die Besuchsmöglichkeiten wurden mit telefonischer Terminvergabe und Temperatur- sowie Symptomkontrollen vor Betreten der Einrichtung organisiert. Das habe funktioniert, ohne die Rechte auf Teilhabe der Bewohner einzuschränken. Mitte November wurden zusätzlich regelmäßig Antigen-Schnelltests bei Personal und Bewohnern ausgeführt.

Dennoch fielen einige Tests wenige Tage nach Weihnachten positiv aus. Das Gesundheitsamt hatte für den 6. Januar eine Wiederholungstestung angesetzt. Deren Ergebnisse liegen nun vor, aktuell sind nun 34 Bewohner sowie elf Mitarbeitende betroffen.

Im Vordergrund aller derzeitigen Maßnahmen und Regelungen steht die Aufrechterhaltung der Versorgung der infizierten und nicht-infizierten Bewohner sowie der Schutz der Belegschaft, sagt die Einrichtungsleiterin. Sie dankt den Behörden für die stetige Kommunikation und Kooperation sowie allen Angehörigen für das Verständnis, die Bewohner derzeit nicht besuchen zu können. Die Mitarbeitenden der Weser-Residenz hielten auch in dieser besonderen Situation dem hohem Arbeitsdruck stand und gewährleisteten die Versorgung der Bewohner, heißt es.

Die Stadt Petershagen war bisher von größeren Ausbrüchen verschont geblieben und fiel mit einem niedrigen Inzidenzwert auf. Es gab Schließungen wegen Covid-19-Fällen, etwa in mehreren Klassen im Grundschulverbund Lahde-Frille. Im November gab es einen Corona-Fall an der Grundschule Eldagsen. Eine Woche vor Weihnachten meldete das Haus Bethesda in Lahde einen größeren Ausbruch. 16 Bewohnerinnen und Bewohner des Wohnbereichs für dementiell erkrankte Menschen waren infiziert, sieben Mitarbeitende betroffen.

Die Situation dort habe sich mittlerweile deutlich entspannt, sagt Judith Wittkop, Leiterin der Unternehmenskommunikation des Trägers, der Diakonie Stiftung Salem. Zurzeit gelten noch 13 Bewohner als erkrankt. Es habe einzelne Sterbefälle gegeben, wobei sich diese nicht ursächlich auf eine Covid-19-Infektion zurückführen ließen. Aktuell gelte für den betroffenen Bereich ein Besuchsverbot bis zum 13. Januar. Betroffene Angehörige werden laut Judith Wittkop täglich über den Zustand ihrer pflegebedürftigen Familienmitglieder informiert.

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