Blühstreifen am Kartoffelfeld: „Einfach mal fragen“ Petershagen/Warmsen (mt/plö). Die Insekten rund um Warmsen-Hauskämpen können sich freuen. Auf rund 400 Quadratmetern legten Bert de Boer und Familie Traue mit Freunden einen Blühstreifen mit einjährigen einheimischen Feldblumen an. Verwendet wurde dabei eine regional zertifizierte Blühmischung unter anderem aus Sandmohn, Kornblume, Acker-Hundskamille und Saat-Wucherblume. Besonderheit: Eigentlich war an dieser Stelle überhaupt kein Blühstreifen vorgesehen, wie Sascha Traue sagt, der gebürtig aus Friedewalde stammt und in Petershagen auch als engagierter Umweltpädagoge der Biologischen Station bekannt ist. Bert de Boer arbeitet als Betriebsleiter bei der Firma Fangmeier, die rund 500 Hektar Kartoffeln pro Jahr anbaut. In einem Einzugsgebiet von etwa 50 Kilometern pachtet das Unternehmen von örtlichen Landwirten Flächen für die Kartoffelproduktion, die jährlich rotierend wechseln. „Auf der vier Hektar großen Fläche in Hauskämpen produzieren wir Saatkartoffeln für das nächste Jahr“, so Bert de Boer. Dass es an dieser Stelle nun doch zu einem Blühstreifen kommt, ist einer spontanen Idee der Familie Traue zu verdanken. „Wir haben einfach einen Treckerfahrer der Firma angesprochen, ob ein Blühstreifen möglich wäre“, sagte Rita Traue. „Die positive Antwort kam ziemlich schnell und hat uns riesig gefreut“, ergänzte Sascha Traue. „Neben einem weiteren Nahrungsangebot für verschiedene Insektenarten bekommen wir auch einen größeren Abstand zu unseren Obstbäumen und den Gemüsebeeten. Im Hinblick auf die zukünftige Pflege der Kartoffelpflanzen ein toller Nebeneffekt.“ Geplant war das Anlegen des Blühstreifens eigentlich mit den Kindern des Kindergartens „Frau Holle“ aus Warmsen-Sapelloh. Aufgrund der aktuellen Covid-19-Situation wurde der Plan kurzfristig geändert. Mit zwei befreundeten Familien und einigen Kindern startete der Aktionstag mit gebührendem Abstand. „Wir wollen anderen Menschen Mut machen“, so die Traues, „direkten Kontakt mit den Landwirten aufzunehmen und genau wie wir nach Blüh- und Ackerstreifen zu fragen.“ Weiterer Nebeneffekt sei die Vernetzung, zu de Boer ist sogar Freundschaft entstanden, wie Sascha Traue sagt. Weitere Infos zu Ackerrandstreifen oder blühenden Wiesen gibt es laut Sascha Traue auch bei der Landwirtschaftskammer oder bei den großen Naturschutzorganisationen wie BUND und NABU sowie der Biologischen Station Minden-Lübbecke.

Blühstreifen am Kartoffelfeld: „Einfach mal fragen“

Petershagen/Warmsen (mt/plö). Die Insekten rund um Warmsen-Hauskämpen können sich freuen. Auf rund 400 Quadratmetern legten Bert de Boer und Familie Traue mit Freunden einen Blühstreifen mit einjährigen einheimischen Feldblumen an. Verwendet wurde dabei eine regional zertifizierte Blühmischung unter anderem aus Sandmohn, Kornblume, Acker-Hundskamille und Saat-Wucherblume. Besonderheit: Eigentlich war an dieser Stelle überhaupt kein Blühstreifen vorgesehen, wie Sascha Traue sagt, der gebürtig aus Friedewalde stammt und in Petershagen auch als engagierter Umweltpädagoge der Biologischen Station bekannt ist.

Hat geklappt: Rita und Sascha Traue freuen sich über den Blühstreifen, der mit Hilfe von Bert de Boer (rechts) entsteht. - © Foto: pr
Hat geklappt: Rita und Sascha Traue freuen sich über den Blühstreifen, der mit Hilfe von Bert de Boer (rechts) entsteht. - © Foto: pr

Bert de Boer arbeitet als Betriebsleiter bei der Firma Fangmeier, die rund 500 Hektar Kartoffeln pro Jahr anbaut. In einem Einzugsgebiet von etwa 50 Kilometern pachtet das Unternehmen von örtlichen Landwirten Flächen für die Kartoffelproduktion, die jährlich rotierend wechseln. „Auf der vier Hektar großen Fläche in Hauskämpen produzieren wir Saatkartoffeln für das nächste Jahr“, so Bert de Boer. Dass es an dieser Stelle nun doch zu einem Blühstreifen kommt, ist einer spontanen Idee der Familie Traue zu verdanken. „Wir haben einfach einen Treckerfahrer der Firma angesprochen, ob ein Blühstreifen möglich wäre“, sagte Rita Traue. „Die positive Antwort kam ziemlich schnell und hat uns riesig gefreut“, ergänzte Sascha Traue. „Neben einem weiteren Nahrungsangebot für verschiedene Insektenarten bekommen wir auch einen größeren Abstand zu unseren Obstbäumen und den Gemüsebeeten. Im Hinblick auf die zukünftige Pflege der Kartoffelpflanzen ein toller Nebeneffekt.“

Geplant war das Anlegen des Blühstreifens eigentlich mit den Kindern des Kindergartens „Frau Holle“ aus Warmsen-Sapelloh. Aufgrund der aktuellen Covid-19-Situation wurde der Plan kurzfristig geändert. Mit zwei befreundeten Familien und einigen Kindern startete der Aktionstag mit gebührendem Abstand.

„Wir wollen anderen Menschen Mut machen“, so die Traues, „direkten Kontakt mit den Landwirten aufzunehmen und genau wie wir nach Blüh- und Ackerstreifen zu fragen.“ Weiterer Nebeneffekt sei die Vernetzung, zu de Boer ist sogar Freundschaft entstanden, wie Sascha Traue sagt.

Weitere Infos zu Ackerrandstreifen oder blühenden Wiesen gibt es laut Sascha Traue auch bei der Landwirtschaftskammer oder bei den großen Naturschutzorganisationen wie BUND und NABU sowie der Biologischen Station Minden-Lübbecke.

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