Bis November wird im Zelt verkauft: Lahder Aldi stockt auf Oliver Plöger Petershagen-Lahde. Der Discounter Aldi verkauft sein Sortiment am Standort Lahde derzeit aus einem Zelt. Grund ist die Erweiterung an der Industriestraße 1. Wie Dennis Boczek von der Pressestelle Aldi-Nord mitteilt, schaffe das Unternehmen mit der Vergrößerung des Lagers und der Nebenräume um 220 Quadratmeter verbesserte Möglichkeiten für die internen Betriebsabläufe. Die Verkaufsfläche von 907 Quadratmetern bleibe bestehen, insgesamt gebe es nach Abschluss der Arbeiten eine Gebäudenutzfläche von 1.433 Quadratmetern. Der genaue Starttermin sei noch unklar, so Boczek weiter: „Wir gehen derzeit von einer Eröffnung im November 2021 aus.“ Aldi Nord ist bereits seit 1992 im Gewerbegebiet Lahde ansässig. Zuvor hatte es seit 1981 einen Aldi-Laden am ehemaligen Standort „Vor der Reihe“ gegeben, bei dem allerdings immer wieder – sowohl von Kunden als auch von der Rintelner Aldi GmbH und Co. KG – die Parksituation kritisiert worden war. Im Gewerbegebiet Lahde gab es dann die Neuansiedlung in den ehemaligen Räumen der Firma Hägermann & Kaiser – mit ausreichend Parkplätzen. Der neue Markt, so Aldi damals zum MT, habe durch seine gute Verkehrsanbindung an die Bundesstraße überörtliche Bedeutung. 2006 gab es eine größere Modernisierung, damals wurden auch die Scanner-Kassen eingeführt. Erneut baut Aldi-Nord den Markt jetzt nach den aktuellen Discounter-Prinzipien um: Galt in früheren Jahren noch der Verkauf von Produkten direkt von den Paletten als „typisch Aldi“, ist nun von einer „hellen und freundlichen Einkaufsatmosphäre mit mehr Platz und breiteren Gängen“ die Rede. Kunden sollen Zeit für einen Plausch haben. Laut Boczek soll es neue Fußbodenbeläge geben, neue Wandverkleidungen und neue auf 3,50 Meter abgehängte Decken. Geplant sei zudem mehr Platz für die Obst- und Gemüseabteilung. Leergutannahmeraum und Backwarenraum sollen wie in einem Neubau integrierter Bestandteil sein. Erhältlich sein sollen rund 1.700 Produkte. „Die neue Filiale wird zudem mit einem modernen Licht-, Farb- und Energiekonzept ausgestattet, erklärt Dennis Boczek weiter. Wert legt der Konzern nach eigenem Bekunden auf den geringen Energieverbrauch: Verzichtet werden soll künftig auch auf den Verbrauch fossiler Brennstoffe. Nach Installation einer CO2-Integralanlage werde die Abwärme, die bei der Kühlung der Waren entsteht, zur Beheizung des Gebäudes weiterverwendet. Im neuen Aldi-Markt sollen zwölf statt bislang zehn Mitarbeitende beschäftigt sein, teilt die Pressestelle auf MT-Anfrage mit. Einen Ratsbeschluss brauchte der Discounter für die Modernisierung nicht, wie auch die Stadt Petershagen gegenüber dem MT bestätigte. „Es wurde eine klassische Baugenehmigung im Rahmen des Bebauungsplans erteilt“, so Tatjana Brast als Pressesprecherin. Auch die Erweiterung der Lager- und Sozialräume finde im Rahmen dieses so genannten „B-Plans 2A“ statt, der vor zwei Jahren deutlich gemacht hatte, dass im ursprünglichen Industriegebiet keine Industriebetriebe mehr siedeln dürfen und die Gesamtfläche lediglich als Gewerbegebiet ausgewiesen wird – von „konfliktfreier Entwicklung“ war die Rede. Das Lahder Gewerbegebiet war in den vergangenen Jahren immer wieder Gegenstand der Diskussion. Im Zuge der Regional- und Landesplanung hatte sich die Stadt dafür ausgesprochen, den Status „Industriegebiet“ zu streichen. Bestehende Gewerbeflächen sollten aber in vollem Umfang erhalten bleiben, Betriebe durch die künftige Festsetzung keinen Nachteil haben und etwa für Erweiterungen Lösungen gefunden werden. Um den neuen Bebauungsplan nicht zu gefährden, hatte der Rat zwischenzeitlich eine Veränderungssperre erlassen. Mittlerweile können sich Betriebe wieder entwickeln – nach den Spielregeln eines Gewerbegebiets. Aldi nutzt das.

Bis November wird im Zelt verkauft: Lahder Aldi stockt auf

Während der Umbauphase findet der Verkauf im Zelt statt. Aldi plant die Neueröffnung im Gewerbegebiet Lahde im November. MT-Foto: Oliver Plöger © plöger

Petershagen-Lahde. Der Discounter Aldi verkauft sein Sortiment am Standort Lahde derzeit aus einem Zelt. Grund ist die Erweiterung an der Industriestraße 1. Wie Dennis Boczek von der Pressestelle Aldi-Nord mitteilt, schaffe das Unternehmen mit der Vergrößerung des Lagers und der Nebenräume um 220 Quadratmeter verbesserte Möglichkeiten für die internen Betriebsabläufe. Die Verkaufsfläche von 907 Quadratmetern bleibe bestehen, insgesamt gebe es nach Abschluss der Arbeiten eine Gebäudenutzfläche von 1.433 Quadratmetern. Der genaue Starttermin sei noch unklar, so Boczek weiter: „Wir gehen derzeit von einer Eröffnung im November 2021 aus.“

Aldi Nord ist bereits seit 1992 im Gewerbegebiet Lahde ansässig. Zuvor hatte es seit 1981 einen Aldi-Laden am ehemaligen Standort „Vor der Reihe“ gegeben, bei dem allerdings immer wieder – sowohl von Kunden als auch von der Rintelner Aldi GmbH und Co. KG – die Parksituation kritisiert worden war. Im Gewerbegebiet Lahde gab es dann die Neuansiedlung in den ehemaligen Räumen der Firma Hägermann & Kaiser – mit ausreichend Parkplätzen. Der neue Markt, so Aldi damals zum MT, habe durch seine gute Verkehrsanbindung an die Bundesstraße überörtliche Bedeutung. 2006 gab es eine größere Modernisierung, damals wurden auch die Scanner-Kassen eingeführt.

Erneut baut Aldi-Nord den Markt jetzt nach den aktuellen Discounter-Prinzipien um: Galt in früheren Jahren noch der Verkauf von Produkten direkt von den Paletten als „typisch Aldi“, ist nun von einer „hellen und freundlichen Einkaufsatmosphäre mit mehr Platz und breiteren Gängen“ die Rede. Kunden sollen Zeit für einen Plausch haben. Laut Boczek soll es neue Fußbodenbeläge geben, neue Wandverkleidungen und neue auf 3,50 Meter abgehängte Decken. Geplant sei zudem mehr Platz für die Obst- und Gemüseabteilung. Leergutannahmeraum und Backwarenraum sollen wie in einem Neubau integrierter Bestandteil sein. Erhältlich sein sollen rund 1.700 Produkte. „Die neue Filiale wird zudem mit einem modernen Licht-, Farb- und Energiekonzept ausgestattet, erklärt Dennis Boczek weiter.

Wert legt der Konzern nach eigenem Bekunden auf den geringen Energieverbrauch: Verzichtet werden soll künftig auch auf den Verbrauch fossiler Brennstoffe. Nach Installation einer CO2-Integralanlage werde die Abwärme, die bei der Kühlung der Waren entsteht, zur Beheizung des Gebäudes weiterverwendet. Im neuen Aldi-Markt sollen zwölf statt bislang zehn Mitarbeitende beschäftigt sein, teilt die Pressestelle auf MT-Anfrage mit. Einen Ratsbeschluss brauchte der Discounter für die Modernisierung nicht, wie auch die Stadt Petershagen gegenüber dem MT bestätigte. „Es wurde eine klassische Baugenehmigung im Rahmen des Bebauungsplans erteilt“, so Tatjana Brast als Pressesprecherin. Auch die Erweiterung der Lager- und Sozialräume finde im Rahmen dieses so genannten „B-Plans 2A“ statt, der vor zwei Jahren deutlich gemacht hatte, dass im ursprünglichen Industriegebiet keine Industriebetriebe mehr siedeln dürfen und die Gesamtfläche lediglich als Gewerbegebiet ausgewiesen wird – von „konfliktfreier Entwicklung“ war die Rede.

Das Lahder Gewerbegebiet war in den vergangenen Jahren immer wieder Gegenstand der Diskussion. Im Zuge der Regional- und Landesplanung hatte sich die Stadt dafür ausgesprochen, den Status „Industriegebiet“ zu streichen. Bestehende Gewerbeflächen sollten aber in vollem Umfang erhalten bleiben, Betriebe durch die künftige Festsetzung keinen Nachteil haben und etwa für Erweiterungen Lösungen gefunden werden. Um den neuen Bebauungsplan nicht zu gefährden, hatte der Rat zwischenzeitlich eine Veränderungssperre erlassen. Mittlerweile können sich Betriebe wieder entwickeln – nach den Spielregeln eines Gewerbegebiets. Aldi nutzt das.

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