Aufgeplatzt: Radweg an der B 482 wird zur Gefahrenquelle Oliver Plöger Petershagen-Neuenknick. Der aufgeplatzte Radweg an der Bundesstraße 482 in Neuenknick ist im Ort ein Dauerthema. „Ich werde ständig darauf angesprochen“, sagt Ortsbürgermeister Stefan Wiesinger (CDU). Und den Unmut kann er verstehen: Für Radfahrer sei die Unfallgefahr zwischen Rombachstraße und Tipperberg groß, viele würden gar nicht mehr den asphaltierten Radweg benutzen, sondern den Grünstreifen und damit die direkte Abgrenzung zur viel befahrenen Bundesstraße. „Für mich ist es nur eine Frage der Zeit, bis hier die ersten Unfälle passieren“, sagt Wiesinger, der auch auf die Fahrradtouristen hinweist, die in größerer Zahl an der B 482 unterwegs seien. Möglichst rasch müsse der zuständige Straßenbetrieb NRW hier tätig werden. Eine Reparatur, so ist Wiesinger überzeugt, sei nicht übermäßig aufwendig. Die würde auch – wenn denn die Stadt Petershagen verantwortlich wäre – der örtliche Bauhof hinbekommen. „Die leihen sich eine Fräse, dann wird das abgefräst und dann kommt da Splitt drüber. Das wäre ja eine Lösung“, sagt Wiesinger. Und besser als die offenbar durch Witterungseinflüsse und Bodenbewegung fast durchgängig zerstörte Radfahrstrecke. Seit 2018 steht Wiesinger mit dem Straßenbetrieb in Kontakt. Immer wieder sei ihm gesagt worden: Wir sind dran. Außerdem gebe es ja eine Ausweichstrecke über Döhren. Begründet wurden die Verzögerungen in einem Schreiben an den Ortsbürgermeister zuletzt mit der Wetterlage und Corona. Wiesinger habe auch erfahren, dass sich eine bereits für den Abschnitt bis Döhren beauftragte Baufirma zurückgezogen habe. Um diesen Abschnitt, so Stefan Wiesinger, gehe es ihm aber gar nicht. Ausdrücklich verweist er auf die Schäden zwischen Rombachstraße und Tipperberg, hier bestünden ohnehin die größeren Gefahren. Und was sagt Straßen NRW? In der Tat gebe es Wurzelaufbrüche auf dem etwa 300 Meter langen Abschnitt. Allerdings sei der Radweg in Richtung Döhrener Straße viel schlimmer, so Pressesprecher Sven Johanning. Hier gebe es eine nur 30 Zentimeter breite Bankette, danach die bis zu zehn Meter tiefe Böschung. Die mache auch die Sanierung problematisch: „Bei den Arbeiten laufen wir Gefahr, dass die Asphaltfräse abstürzt. Da müssen wir erst eine Lösung finden“, sagt Johanning. Denkbar wäre dann auch, dass im Zusammenhang mit der Radwegsanierung zugleich das Teilstück bis Neuenknick saniert wird. Dass ein Ausweichen über die Strecke nach Döhren keine dauerhafte Option sein kann, wisse der Landesbetrieb auch – möglicherweise habe es hier ein Missverständnis gegeben. Über Döhren wäre lediglich für die Zeit der Sanierungsarbeiten die Umleitung geplant. Für die Radler ist Geduld gefragt: Der Straßenbetrieb sei noch mit der schwierigen Ausschreibung beschäftigt. Wunschlos glücklich ist Stefan Wiesinger aber auch dann nicht, wenn die Piste wieder eine glatte Oberfläche hat. „Normalerweise sollte dann auch gleich eine Leitplanke installiert werden.“ Autos und Laster würden auf der B 482 bekanntlich nicht weniger.

Aufgeplatzt: Radweg an der B 482 wird zur Gefahrenquelle

Viele Radler weichen auf den Grünstreifen zwischen kaputtem Radweg und B 482 aus, sagt Ortsbürgermeister Stefan Wiesinger. MT-Foto: Oliver Plöger © Oliver Plöger

Petershagen-Neuenknick. Der aufgeplatzte Radweg an der Bundesstraße 482 in Neuenknick ist im Ort ein Dauerthema. „Ich werde ständig darauf angesprochen“, sagt Ortsbürgermeister Stefan Wiesinger (CDU). Und den Unmut kann er verstehen: Für Radfahrer sei die Unfallgefahr zwischen Rombachstraße und Tipperberg groß, viele würden gar nicht mehr den asphaltierten Radweg benutzen, sondern den Grünstreifen und damit die direkte Abgrenzung zur viel befahrenen Bundesstraße.

„Für mich ist es nur eine Frage der Zeit, bis hier die ersten Unfälle passieren“, sagt Wiesinger, der auch auf die Fahrradtouristen hinweist, die in größerer Zahl an der B 482 unterwegs seien. Möglichst rasch müsse der zuständige Straßenbetrieb NRW hier tätig werden. Eine Reparatur, so ist Wiesinger überzeugt, sei nicht übermäßig aufwendig. Die würde auch – wenn denn die Stadt Petershagen verantwortlich wäre – der örtliche Bauhof hinbekommen. „Die leihen sich eine Fräse, dann wird das abgefräst und dann kommt da Splitt drüber. Das wäre ja eine Lösung“, sagt Wiesinger. Und besser als die offenbar durch Witterungseinflüsse und Bodenbewegung fast durchgängig zerstörte Radfahrstrecke.

Seit 2018 steht Wiesinger mit dem Straßenbetrieb in Kontakt. Immer wieder sei ihm gesagt worden: Wir sind dran. Außerdem gebe es ja eine Ausweichstrecke über Döhren. Begründet wurden die Verzögerungen in einem Schreiben an den Ortsbürgermeister zuletzt mit der Wetterlage und Corona. Wiesinger habe auch erfahren, dass sich eine bereits für den Abschnitt bis Döhren beauftragte Baufirma zurückgezogen habe. Um diesen Abschnitt, so Stefan Wiesinger, gehe es ihm aber gar nicht. Ausdrücklich verweist er auf die Schäden zwischen Rombachstraße und Tipperberg, hier bestünden ohnehin die größeren Gefahren.

Und was sagt Straßen NRW? In der Tat gebe es Wurzelaufbrüche auf dem etwa 300 Meter langen Abschnitt. Allerdings sei der Radweg in Richtung Döhrener Straße viel schlimmer, so Pressesprecher Sven Johanning. Hier gebe es eine nur 30 Zentimeter breite Bankette, danach die bis zu zehn Meter tiefe Böschung. Die mache auch die Sanierung problematisch: „Bei den Arbeiten laufen wir Gefahr, dass die Asphaltfräse abstürzt. Da müssen wir erst eine Lösung finden“, sagt Johanning. Denkbar wäre dann auch, dass im Zusammenhang mit der Radwegsanierung zugleich das Teilstück bis Neuenknick saniert wird. Dass ein Ausweichen über die Strecke nach Döhren keine dauerhafte Option sein kann, wisse der Landesbetrieb auch – möglicherweise habe es hier ein Missverständnis gegeben. Über Döhren wäre lediglich für die Zeit der Sanierungsarbeiten die Umleitung geplant.

Für die Radler ist Geduld gefragt: Der Straßenbetrieb sei noch mit der schwierigen Ausschreibung beschäftigt. Wunschlos glücklich ist Stefan Wiesinger aber auch dann nicht, wenn die Piste wieder eine glatte Oberfläche hat. „Normalerweise sollte dann auch gleich eine Leitplanke installiert werden.“ Autos und Laster würden auf der B 482 bekanntlich nicht weniger.

Copyright © Mindener Tageblatt 2021
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Petershagen