Alte Schätzchen der Landwirtschaft in Quetzen präsentiert Vom Milchkannenfahrrad bis zum Schlepper / Auch kleinere Ausfahrten möglich Von Ulrich Westermann Petershagen-Quetzen (Wes/cko). Alttraktoren, Unimogs, Anbaugeräte und weitere Landmaschinen wurden bei einem Oldtimertreffen der Schlepperfreunde Quetzen auf dem Dorfplatz gezeigt. Dazu kam ein Programm mit Aktionen und Vorführungen. An vielen "alten Schätzchen", die mit großer Liebe zum Detail restauriert worden sind, wurde gefachsimpelt. Die weiteste Anreise hatte ein Holderfahrer aus Paderborn, der auf eigener Achse den Weg nach Quetzen zurückgelegt hatte.Die Freifläche in der Nachbarschaft zum Sportplatz lockte auch Oldtimerfreunde aus Hille, dem Lipper Land und aus dem Südkreis Nienburg. Ebenfalls ihren Anteil am guten Besuch hatten Mitglieder des Kabuff-Teams aus Neuenknick sowie Oldtimerexperten aus Raderhorst, Wasserstraße, Windheim und Dankersen-Hasenkamp.Der erste Vorsitzende der Schlepperfreunde Quetzen, Ulrich Büsching, zog eine positive Bilanz: "Obwohl sich das Wetter nicht von seiner besten Seite zeigte, sind wir mit Ablauf und Interesse an unserer Veranstaltung sehr zufrieden. Die Altersspanne der Besucher reichte vom Grundschul- bis zum Rentenalter." Büsching wies darauf hin, dass sich die Interessengemeinschaft im Jahr 2007 aus einer Schraubergemeinschaft entwickelt habe.In vielen Arbeitsstunden sei es bei Restaurierungsmaßnahmen gelungen, die alte Technik wieder zum Leben zu erwecken. Inzwischen habe die Interessengemeinschaft zahlreiche Fahrzeuge aus dem Dornröschenschlaf geweckt. Darunter seien mehr als 50 Traktoren, Anbaugeräte und Unimogs. In der Ausstellung wurde ein Lanz Bulldog präsentiert, der Ende der 1930er-Jahre hergestellt worden ist. Ulrich Büsching betonte, dass dieser Traktor bis zur politischen Wende im Jahr 1989 in einer landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft in der DDR eingesetzt worden sei.Ebenfalls gezeigt wurde ein Holder spezial/Allrad-Schlepper A 20 (Baujahr 1963) mit 20 PS. Das Getriebe bietet acht Vorwärts- und vier Rückwärtsgänge. Informationen gab es über die vielfältige Nutzung der Unimogs in der Landwirtschaft, bei der Straßenunterhaltung, auf Flugplätzen und in Industriebetrieben. "Die Unimogs wurden früher in Gaggenau hergestellt. Heute ist die Produktionsstätte im Mercedes-Werk in Wörth. Dort entstehen täglich 400 Nutzfahrzeuge, die in viele Länder exportiert werden", so Büsching.Zum Programm des Oldtimertreffens gehörten Grasmähen und Heuernte. Dabei wurde ein Gabelheuwender eingesetzt. Bei der Brennholzgewinnung ging es darum, Stämme zu spalten und auf Länge zu sägen. Eine tolle Sache war für die Kinder das "Kartoffelroden." In einer weiteren Vorführung wurden mit einem alten Kompressor und einem Nadler die Felgen eines Treckers "entlackt". Mit einem Mini-Dampflokomobil im Maßstab eins zu zwei waren kleine Ausfahrten möglich.Präsentiert wurden beim Treffen auch ein altes Milchkannenfahrrad und ein Kar-danfahrrad ohne Kette aus dem Jahr 1899. Die Frauen der IG boten Kaffee und Kuchen an. Dabei hatten sie sich mit einer "Treckertorte" aus Marzipan etwas Besonderes einfallen lassen.

Alte Schätzchen der Landwirtschaft in Quetzen präsentiert

Petershagen-Quetzen (Wes/cko). Alttraktoren, Unimogs, Anbaugeräte und weitere Landmaschinen wurden bei einem Oldtimertreffen der Schlepperfreunde Quetzen auf dem Dorfplatz gezeigt.

Zahlreiche "alte Schätzchen" lockten Schlepperfreunde und weitere Besucher auf den Dorfplatz. - © Foto: Ulrich Westermann
Zahlreiche "alte Schätzchen" lockten Schlepperfreunde und weitere Besucher auf den Dorfplatz. - © Foto: Ulrich Westermann

Dazu kam ein Programm mit Aktionen und Vorführungen. An vielen "alten Schätzchen", die mit großer Liebe zum Detail restauriert worden sind, wurde gefachsimpelt. Die weiteste Anreise hatte ein Holderfahrer aus Paderborn, der auf eigener Achse den Weg nach Quetzen zurückgelegt hatte.

Die Freifläche in der Nachbarschaft zum Sportplatz lockte auch Oldtimerfreunde aus Hille, dem Lipper Land und aus dem Südkreis Nienburg. Ebenfalls ihren Anteil am guten Besuch hatten Mitglieder des Kabuff-Teams aus Neuenknick sowie Oldtimerexperten aus Raderhorst, Wasserstraße, Windheim und Dankersen-Hasenkamp.

Der erste Vorsitzende der Schlepperfreunde Quetzen, Ulrich Büsching, zog eine positive Bilanz: "Obwohl sich das Wetter nicht von seiner besten Seite zeigte, sind wir mit Ablauf und Interesse an unserer Veranstaltung sehr zufrieden. Die Altersspanne der Besucher reichte vom Grundschul- bis zum Rentenalter." Büsching wies darauf hin, dass sich die Interessengemeinschaft im Jahr 2007 aus einer Schraubergemeinschaft entwickelt habe.

In vielen Arbeitsstunden sei es bei Restaurierungsmaßnahmen gelungen, die alte Technik wieder zum Leben zu erwecken. Inzwischen habe die Interessengemeinschaft zahlreiche Fahrzeuge aus dem Dornröschenschlaf geweckt. Darunter seien mehr als 50 Traktoren, Anbaugeräte und Unimogs. In der Ausstellung wurde ein Lanz Bulldog präsentiert, der Ende der 1930er-Jahre hergestellt worden ist. Ulrich Büsching betonte, dass dieser Traktor bis zur politischen Wende im Jahr 1989 in einer landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaft in der DDR eingesetzt worden sei.

Ebenfalls gezeigt wurde ein Holder spezial/Allrad-Schlepper A 20 (Baujahr 1963) mit 20 PS. Das Getriebe bietet acht Vorwärts- und vier Rückwärtsgänge. Informationen gab es über die vielfältige Nutzung der Unimogs in der Landwirtschaft, bei der Straßenunterhaltung, auf Flugplätzen und in Industriebetrieben. "Die Unimogs wurden früher in Gaggenau hergestellt. Heute ist die Produktionsstätte im Mercedes-Werk in Wörth. Dort entstehen täglich 400 Nutzfahrzeuge, die in viele Länder exportiert werden", so Büsching.

Zum Programm des Oldtimertreffens gehörten Grasmähen und Heuernte. Dabei wurde ein Gabelheuwender eingesetzt. Bei der Brennholzgewinnung ging es darum, Stämme zu spalten und auf Länge zu sägen. Eine tolle Sache war für die Kinder das "Kartoffelroden." In einer weiteren Vorführung wurden mit einem alten Kompressor und einem Nadler die Felgen eines Treckers "entlackt". Mit einem Mini-Dampflokomobil im Maßstab eins zu zwei waren kleine Ausfahrten möglich.

Präsentiert wurden beim Treffen auch ein altes Milchkannenfahrrad und ein Kar-danfahrrad ohne Kette aus dem Jahr 1899. Die Frauen der IG boten Kaffee und Kuchen an. Dabei hatten sie sich mit einer "Treckertorte" aus Marzipan etwas Besonderes einfallen lassen.

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