Ahnenstätte Seelenfeld: Buch kommt später Oliver Plöger Petershagen. Zunächst hatte Corona die Veröffentlichung der 2019 in erster Fassung vorgelegten Studie zur Ahnenstätte Seelenfeld nach hinten verschoben. Dann war es laut Stadt die Korrekturlesung, die nun doch etwas länger gedauert habe. Dass die Zeit drängt, weiß auch Detlev Scheumann aus der Stadtverwaltung, die das Buch in Zusammenarbeit mit dem Mindener Geschichtsverein herausgeben will. „Ich weiß, dass alle auf das Buch warten“, sagte Scheumann im Ausschuss für Kultur- und Heimatpflege. Insgesamt gebe es drei Korrekturlesungen. Für die Verzögerung gebe es aber noch weitere Gründe. „Allein das Layout dauert seine sechs bis acht Wochen. Wir sind jetzt soweit, dass das Buch wahrscheinlich um Ostern herum kommt“, sagte Scheumann. Die Frage, ob es eine öffentliche Vorstellung oder die Vorstellung des Buches im kommenden Jahr im Ausschuss für Kultur- und Heimatpflege geben wird, konnte Detlev Scheumann noch nicht sagen.Keinesfalls habe die Verzögerung politische Gründe, machte Peter Kock als Vorsitzender des Geschichtsverein Minden deutlich – die Redigierarbeit finde sehr gewissenhaft statt und habe in diesem Fall einfach länger gedauert. „Das ist bei guten Dingen so“, sagte Kock. Aktuell gehe es auch noch um die Bildauswahl.Das Buch soll in der Reihe Mindener Beiträge als Band 32 erscheinen. Erneut steht damit ein Thema aus Petershagen im Vordergrund der Reihe: Der Historiker Dr. Arno Herzig hatte in der Auflage 2012 über „Jüdisches Leben in Minden und Petershagen“ geschrieben. Was die Ahnenstätte in Seelenfeld betrifft, sind die ersten Forschungsergebnisse, auf denen auch die geplante Veröffentlichung beruht, bereits seit 2019 auf www.petershagen.de im Internet einsehbar.Zuvor waren die beiden Historiker Thomas Lange und Dr. Karsten Wilke von der Stadt Petershagen beauftragt worden, Licht in das Dunkel der Vergangenheit der Ahnenstätte zu bringen. Dabei sollten auch die Bezüge zu aktuellen rechtsextremen Gruppen aufgearbeitet werden.Bekannt ist, dass bis in die jüngere Vergangenheit Treffen rechtsextremer Gruppen auf dem Friedhof stattgefunden haben. Der Journalist Julian Feldmann hat als Erster darüber berichtet. Die im Anschluss an die Veröffentlichung 2019 aufgetauchten allgemeinen Quellen, so Lange, hätten einen Bezug nach Ostwestfalen-Lippe, speziell gehe es um Akten der damaligen „Geheimen Staatspolizei“, kurz Gestapo. Sie sollen auch im Buch Thema sein.

Ahnenstätte Seelenfeld: Buch kommt später

Wie ist die Ahnenstätte Seelenfeld in Vergangenheit und Gegenwart einzuordnen? Darum soll es im Buch gehen, das im kommenden Jahr erscheint. MT-Foto: Plöger Oliver

Petershagen. Zunächst hatte Corona die Veröffentlichung der 2019 in erster Fassung vorgelegten Studie zur Ahnenstätte Seelenfeld nach hinten verschoben. Dann war es laut Stadt die Korrekturlesung, die nun doch etwas länger gedauert habe.

Dass die Zeit drängt, weiß auch Detlev Scheumann aus der Stadtverwaltung, die das Buch in Zusammenarbeit mit dem Mindener Geschichtsverein herausgeben will. „Ich weiß, dass alle auf das Buch warten“, sagte Scheumann im Ausschuss für Kultur- und Heimatpflege.

Insgesamt gebe es drei Korrekturlesungen. Für die Verzögerung gebe es aber noch weitere Gründe. „Allein das Layout dauert seine sechs bis acht Wochen. Wir sind jetzt soweit, dass das Buch wahrscheinlich um Ostern herum kommt“, sagte Scheumann. Die Frage, ob es eine öffentliche Vorstellung oder die Vorstellung des Buches im kommenden Jahr im Ausschuss für Kultur- und Heimatpflege geben wird, konnte Detlev Scheumann noch nicht sagen.

Keinesfalls habe die Verzögerung politische Gründe, machte Peter Kock als Vorsitzender des Geschichtsverein Minden deutlich – die Redigierarbeit finde sehr gewissenhaft statt und habe in diesem Fall einfach länger gedauert. „Das ist bei guten Dingen so“, sagte Kock. Aktuell gehe es auch noch um die Bildauswahl.

Das Buch soll in der Reihe Mindener Beiträge als Band 32 erscheinen. Erneut steht damit ein Thema aus Petershagen im Vordergrund der Reihe: Der Historiker Dr. Arno Herzig hatte in der Auflage 2012 über „Jüdisches Leben in Minden und Petershagen“ geschrieben.

Was die Ahnenstätte in Seelenfeld betrifft, sind die ersten Forschungsergebnisse, auf denen auch die geplante Veröffentlichung beruht, bereits seit 2019 auf www.petershagen.de im Internet einsehbar.

Zuvor waren die beiden Historiker Thomas Lange und Dr. Karsten Wilke von der Stadt Petershagen beauftragt worden, Licht in das Dunkel der Vergangenheit der Ahnenstätte zu bringen. Dabei sollten auch die Bezüge zu aktuellen rechtsextremen Gruppen aufgearbeitet werden.

Bekannt ist, dass bis in die jüngere Vergangenheit Treffen rechtsextremer Gruppen auf dem Friedhof stattgefunden haben. Der Journalist Julian Feldmann hat als Erster darüber berichtet. Die im Anschluss an die Veröffentlichung 2019 aufgetauchten allgemeinen Quellen, so Lange, hätten einen Bezug nach Ostwestfalen-Lippe, speziell gehe es um Akten der damaligen „Geheimen Staatspolizei“, kurz Gestapo. Sie sollen auch im Buch Thema sein.

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