AfD-Politiker Jürgen Sprick kandidiert als Bürgermeister in Espelkamp Petershagen/Espelkamp (lkp). AfD-Schatzmeister Jürgen Sprick kandidiert am 13. September nicht nur für den Stadtrat in Petershagen. Er möchte auch neuer Bürgermeister von Espelkamp werden. Bei der Aufstellung der Direktkandidaten und der Reserveliste in Espelkamp sei die Forderung erhoben worden, dass die AfD auch mit einem eigenen Bürgermeister-Kandidaten ins Rennen gehen sollte, erläuterte Sprick am Dienstag gegenüber dem MT. In der Versammlung herrschte offenbar Unmut darüber, dass sich für die CDU anstelle von Amtsinhaber Heinrich Vieker dessen Sohn Dr. Henning Vieker, bislang Geschäftsführer der CDU-Kreistagsfraktion, für das Spitzenamt bewirbt. Da aus den Reihen der Espelkamper „Alternativen“ niemand selbst als Bürgermeister kandidieren wollte und alle es vorzogen, sich zunächst auf die erwartete Ratsarbeit zu konzentrieren, übernahm der Schatzmeister der Kreis-AfD diese Aufgabe. Denn der ebenfalls anwesende Kreissprecher Sebastian Landwehr kandidiert selbst bereits in Minden für das Bürgermeisteramt. Eine Doppelkandidatur sei nicht zulässig, so Sprick. Das gelte aber nicht für eine Bürgermeisterkandidatur in einem Ort und eine Ratskandidatur in einer anderen Stadt. Deshalb könne er sowohl in Espelkamp als auch in Petershagen antreten. Anders als Ratskandidaten müssen Bürgermeisterkandidaten nicht am Wahlort wohnen. Sollte er tatsächlich in Espelkamp gewählt werden, so wolle er das möglicherweise in Petershagen errungene Ratsmandat ausschlagen, sagte Sprick. Beide Funktionen gleichzeitig ließen sich nicht miteinander vereinbaren. Als Bürgermeister wolle er sich hundertprozentig um Espelkamp kümmern. Umziehen würde er aber wohl nicht, sondern im Fall seiner Wahl ein Zimmer in Espelkamp mieten, um bei späten Terminen vor Ort bleiben zu können. Der gebürtige Uchter Jürgen Sprick, der Abitur am Aufbaugymnasium Petershagen machte, studierte Elektrotechnik an der Bundeswehrhochschule in Hamburg. Nach zwölf Jahren Bundeswehrzeit – zuletzt als Hauptmann und Kompaniechef – ließ er sich als Versicherungskaufmann nieder. Seit 2016 ist der 61-jährige Familienvater von vier erwachsenen Kindern Mitglied der AfD. Zuvor war er 20 Jahre bei der Partei Bibeltreuer Christen (PBC). Sollte Sprick tatsächlich in Espelkamp gewählt werden, müsste er nach derzeitigem Stand ohne eigene Fraktion im Stadtrat auskommen. Am Montag enthielt sich der dortige Wahlausschuss komplett, als die Reserveliste und die Kandidaten der AfD für die Stimmbezirke aufgerufen wurden. Damit fielen die AfD-Vorschläge durch – nicht jedoch ihr Bürgermeisterkandidat. Die Partei will nun Einspruch beim Kreiswahlausschuss einlegen, der am 14. August entscheidet.

AfD-Politiker Jürgen Sprick kandidiert als Bürgermeister in Espelkamp

Petershagen/Espelkamp (lkp). AfD-Schatzmeister Jürgen Sprick kandidiert am 13. September nicht nur für den Stadtrat in Petershagen. Er möchte auch neuer Bürgermeister von Espelkamp werden.

Bürgermeister- und Ratskandidat: Jürgen Sprick (AfD). - © Foto: MT-Archiv
Bürgermeister- und Ratskandidat: Jürgen Sprick (AfD). - © Foto: MT-Archiv

Bei der Aufstellung der Direktkandidaten und der Reserveliste in Espelkamp sei die Forderung erhoben worden, dass die AfD auch mit einem eigenen Bürgermeister-Kandidaten ins Rennen gehen sollte, erläuterte Sprick am Dienstag gegenüber dem MT. In der Versammlung herrschte offenbar Unmut darüber, dass sich für die CDU anstelle von Amtsinhaber Heinrich Vieker dessen Sohn Dr. Henning Vieker, bislang Geschäftsführer der CDU-Kreistagsfraktion, für das Spitzenamt bewirbt.

Da aus den Reihen der Espelkamper „Alternativen“ niemand selbst als Bürgermeister kandidieren wollte und alle es vorzogen, sich zunächst auf die erwartete Ratsarbeit zu konzentrieren, übernahm der Schatzmeister der Kreis-AfD diese Aufgabe. Denn der ebenfalls anwesende Kreissprecher Sebastian Landwehr kandidiert selbst bereits in Minden für das Bürgermeisteramt. Eine Doppelkandidatur sei nicht zulässig, so Sprick. Das gelte aber nicht für eine Bürgermeisterkandidatur in einem Ort und eine Ratskandidatur in einer anderen Stadt. Deshalb könne er sowohl in Espelkamp als auch in Petershagen antreten.

Anders als Ratskandidaten müssen Bürgermeisterkandidaten nicht am Wahlort wohnen. Sollte er tatsächlich in Espelkamp gewählt werden, so wolle er das möglicherweise in Petershagen errungene Ratsmandat ausschlagen, sagte Sprick. Beide Funktionen gleichzeitig ließen sich nicht miteinander vereinbaren. Als Bürgermeister wolle er sich hundertprozentig um Espelkamp kümmern. Umziehen würde er aber wohl nicht, sondern im Fall seiner Wahl ein Zimmer in Espelkamp mieten, um bei späten Terminen vor Ort bleiben zu können.

Der gebürtige Uchter Jürgen Sprick, der Abitur am Aufbaugymnasium Petershagen machte, studierte Elektrotechnik an der Bundeswehrhochschule in Hamburg. Nach zwölf Jahren Bundeswehrzeit – zuletzt als Hauptmann und Kompaniechef – ließ er sich als Versicherungskaufmann nieder. Seit 2016 ist der 61-jährige Familienvater von vier erwachsenen Kindern Mitglied der AfD. Zuvor war er 20 Jahre bei der Partei Bibeltreuer Christen (PBC).

Sollte Sprick tatsächlich in Espelkamp gewählt werden, müsste er nach derzeitigem Stand ohne eigene Fraktion im Stadtrat auskommen. Am Montag enthielt sich der dortige Wahlausschuss komplett, als die Reserveliste und die Kandidaten der AfD für die Stimmbezirke aufgerufen wurden. Damit fielen die AfD-Vorschläge durch – nicht jedoch ihr Bürgermeisterkandidat. Die Partei will nun Einspruch beim Kreiswahlausschuss einlegen, der am 14. August entscheidet.

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