Ärgernis für Radfahrer: Letelner stellt aus Protest Hinweisschilder auf Claudia Hyna Petershagen-Wietersheim. Dieter Korte ist viel mit dem Rad unterwegs. Besonders gerne fährt der Rentner die Strecke von seinem Wohnort Leteln in Richtung Wietersheim. Genauer gesagt, er befuhr den Weg Im Schaffeld gerne – bis die Stadt ihn 2020 gefräst hat. Seitdem ist das Radeln dort ein ständiges Ärgernis für ihn, sagt der 69-Jährige. Um seinem Unmut Taten folgen zu lassen, stellte er kürzlich zwei selbst gebaute Schilder auf, eines von Leteln kommend, eines aus Wietersheim. Darauf ist zu lesen: „Teststrecke Stadt Petershagen: Wie verhindert man das Fahrradfahren?" Wer hier fährt, werde komplett durchgerüttelt, sagt der Mindener. Auch für die Felgen seines Rades sei die Holperstrecke mit ihren großen Steinen schädlich. Von vielen Letelnern weiß er, dass sie dort nicht mehr entlang fahren. Die Kreisstraße sei keine Alternative, da sie aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens zu gefährlich sei. Und der ständige Lkw-Verkehr hat darüber hinaus seine Spuren auf der Oberfläche hinterlassen. Als Ausweichstrecke nehme er schon mal die Runde um den Containerhafen. Das sei zwar auch ein Schotterweg, „aber den kann mehr sehr gut fahren", sagt er. „Ich weiß nicht, warum die Stadt Petershagen das nicht hin bekommt." Nun hat Dieter Korte gehört, dass die Strecke wieder asphaltiert werden soll – da Radfahrer die Verbindung meiden. Das solle 300.000 Euro kosten. Von der Verwaltung gebe es keine derartigen Pläne, sagt auf MT-Anfrage Daniel Helmerking. Der Wirtschaftsweg sei im vergangenen September auf einer Länge von etwa 1.000 Metern aufgrund des schlechten Zustands in eine wassergebundene Wegedecke umgebaut worden. Als Handlungsgrundlage dient das Wirtschaftswegekonzept von 2017. Der Zustand des wassergebundenen Weges werde bei Streckenkontrollen regelmäßig überwacht. Eine Änderung der Fahrbahnbefestigung wäre eine Abweichung vom Konzept und müsste vom Rat beschlossen werden. Das Aufstellen von Schildern im Stadtgebiet bedürfe einer Genehmigung, so Helmerking weiter. Schilder, die ohne Genehmigung aufgestellt werden – das ist hier der Fall – , entfernen die Mitarbeiter des Bauhofs, das ist nun heute passiert.

Ärgernis für Radfahrer: Letelner stellt aus Protest Hinweisschilder auf

Dieter Korte hat dieses Schild mit der Aufschrift „Teststrecke“ aufgestellt. Damit will er auf die seiner Meinung nach schlechte Wegdecke aufmerksam machen. MT-Foto: Claudia Hyna © hy

Petershagen-Wietersheim. Dieter Korte ist viel mit dem Rad unterwegs. Besonders gerne fährt der Rentner die Strecke von seinem Wohnort Leteln in Richtung Wietersheim. Genauer gesagt, er befuhr den Weg Im Schaffeld gerne – bis die Stadt ihn 2020 gefräst hat. Seitdem ist das Radeln dort ein ständiges Ärgernis für ihn, sagt der 69-Jährige.

Um seinem Unmut Taten folgen zu lassen, stellte er kürzlich zwei selbst gebaute Schilder auf, eines von Leteln kommend, eines aus Wietersheim. Darauf ist zu lesen: „Teststrecke Stadt Petershagen: Wie verhindert man das Fahrradfahren?" Wer hier fährt, werde komplett durchgerüttelt, sagt der Mindener. Auch für die Felgen seines Rades sei die Holperstrecke mit ihren großen Steinen schädlich.

Von vielen Letelnern weiß er, dass sie dort nicht mehr entlang fahren. Die Kreisstraße sei keine Alternative, da sie aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens zu gefährlich sei. Und der ständige Lkw-Verkehr hat darüber hinaus seine Spuren auf der Oberfläche hinterlassen. Als Ausweichstrecke nehme er schon mal die Runde um den Containerhafen. Das sei zwar auch ein Schotterweg, „aber den kann mehr sehr gut fahren", sagt er. „Ich weiß nicht, warum die Stadt Petershagen das nicht hin bekommt."

Nun hat Dieter Korte gehört, dass die Strecke wieder asphaltiert werden soll – da Radfahrer die Verbindung meiden. Das solle 300.000 Euro kosten. Von der Verwaltung gebe es keine derartigen Pläne, sagt auf MT-Anfrage Daniel Helmerking. Der Wirtschaftsweg sei im vergangenen September auf einer Länge von etwa 1.000 Metern aufgrund des schlechten Zustands in eine wassergebundene Wegedecke umgebaut worden. Als Handlungsgrundlage dient das Wirtschaftswegekonzept von 2017. Der Zustand des wassergebundenen Weges werde bei Streckenkontrollen regelmäßig überwacht. Eine Änderung der Fahrbahnbefestigung wäre eine Abweichung vom Konzept und müsste vom Rat beschlossen werden.

Das Aufstellen von Schildern im Stadtgebiet bedürfe einer Genehmigung, so Helmerking weiter. Schilder, die ohne Genehmigung aufgestellt werden – das ist hier der Fall – , entfernen die Mitarbeiter des Bauhofs, das ist nun heute passiert.

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