Petershagen

Kneippianer blicken auf die Zeit danach

Oliver Plöger

Das freut auch „Frau Peters“: Die Kneippianer planen für die Zeit nach der Coronakrise – hier Kneipp-Vorsitzender Olaf Wittkamp mit Übungsleiter Ulli Lange (links). MT-Archivfoto: Oliver Plöger - © Oliver Plöger
Das freut auch „Frau Peters“: Die Kneippianer planen für die Zeit nach der Coronakrise – hier Kneipp-Vorsitzender Olaf Wittkamp mit Übungsleiter Ulli Lange (links). MT-Archivfoto: Oliver Plöger (© Oliver Plöger)

Petershagen. Für Olaf Wittkamp steht es fest: Die Corona-Krise wird die Arbeit des Kneipp-Vereins Petershagen verändern. Wenn die Epidemie eingedämmt ist, sollen die bekannten Angebote wieder beginnen – aber auch weitere. „Wir haben die Hoffnung, dass der eine oder andere zum Nachdenken kommt und vielleicht seinen Lebensstil verändern will.“ Das könnte dann gemeinsam mit dem Kneipp-Verein passieren, der Gesundheitsangebote unter dem Leitmotiv „Bewegung in der Natur“ plant.

Für den Kneipp-Verein könne die Krise, so schlimm sie ist, zuletzt auch ein Gewinn sein. Begründen könne man das auch vor dem historischen Hintergrund, wie Olaf Wittkamp deutlich macht: Kneipp stehe seit über hundert Jahren für einen gesunden und naturverbundenen Lebensstil. Für den Verein bedeutet das, nach der Krise auch, sportliche Angebote unter freiem Himmel zu starten. „Ich glaube, dass der Bedarf nach Corona groß sein wird. Als Kneipp-Verein wollen wir das gewappnet sein.“

All diejenigen, die die Angebote genutzt haben, sitzen derzeit auf dem Trocknen – alle Kurse sind seit mehr als drei Wochen eingestellt. Die 16 Übungsleiter hatten ihren Teilnehmern die unschöne Nachricht überbracht, und – was Wittkamp besonders freut – es gab kein Gemecker, nur Verständnis. Woche für Woche, so der Vorsitzende, nahmen etwa 300 Personen an den Kursen teil, der Verein selbst hat 400 Mitglieder.

Vereinsaustritte habe es angesichts der Corona-Krise nicht gegeben, allerdings müssen die Kneippianer durchaus auf Geld verzichten. Die Reha-Angebote wurden gefördert, jetzt gibt es nichts zu fördern. Auch die Übungsleiter – zumeist als Freie im Einsatz – bekommen derzeit nichts. „Und es sieht nicht so aus, dass wir vor Mitte oder Ende Mai wieder einsteigen können“, sagt Wittkamp. Frage wäre dann auch, wann die Sporthallen oder etwa die Weserlandklinik Bad Hopfenberg wieder zur Verfügung stehe.

Und dennoch: In dieser Situation nichts zu tun, sei grob fahrlässig, sagt Wittkamp. Und so werde nicht nur de Homepage aufgepeppt, es werde auch an neuen Programmangeboten gefeilt.

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PetershagenKneippianer blicken auf die Zeit danachOliver PlögerPetershagen. Für Olaf Wittkamp steht es fest: Die Corona-Krise wird die Arbeit des Kneipp-Vereins Petershagen verändern. Wenn die Epidemie eingedämmt ist, sollen die bekannten Angebote wieder beginnen – aber auch weitere. „Wir haben die Hoffnung, dass der eine oder andere zum Nachdenken kommt und vielleicht seinen Lebensstil verändern will.“ Das könnte dann gemeinsam mit dem Kneipp-Verein passieren, der Gesundheitsangebote unter dem Leitmotiv „Bewegung in der Natur“ plant. Für den Kneipp-Verein könne die Krise, so schlimm sie ist, zuletzt auch ein Gewinn sein. Begründen könne man das auch vor dem historischen Hintergrund, wie Olaf Wittkamp deutlich macht: Kneipp stehe seit über hundert Jahren für einen gesunden und naturverbundenen Lebensstil. Für den Verein bedeutet das, nach der Krise auch, sportliche Angebote unter freiem Himmel zu starten. „Ich glaube, dass der Bedarf nach Corona groß sein wird. Als Kneipp-Verein wollen wir das gewappnet sein.“ All diejenigen, die die Angebote genutzt haben, sitzen derzeit auf dem Trocknen – alle Kurse sind seit mehr als drei Wochen eingestellt. Die 16 Übungsleiter hatten ihren Teilnehmern die unschöne Nachricht überbracht, und – was Wittkamp besonders freut – es gab kein Gemecker, nur Verständnis. Woche für Woche, so der Vorsitzende, nahmen etwa 300 Personen an den Kursen teil, der Verein selbst hat 400 Mitglieder. Vereinsaustritte habe es angesichts der Corona-Krise nicht gegeben, allerdings müssen die Kneippianer durchaus auf Geld verzichten. Die Reha-Angebote wurden gefördert, jetzt gibt es nichts zu fördern. Auch die Übungsleiter – zumeist als Freie im Einsatz – bekommen derzeit nichts. „Und es sieht nicht so aus, dass wir vor Mitte oder Ende Mai wieder einsteigen können“, sagt Wittkamp. Frage wäre dann auch, wann die Sporthallen oder etwa die Weserlandklinik Bad Hopfenberg wieder zur Verfügung stehe. Und dennoch: In dieser Situation nichts zu tun, sei grob fahrlässig, sagt Wittkamp. Und so werde nicht nur de Homepage aufgepeppt, es werde auch an neuen Programmangeboten gefeilt.