Leitstelle Lahde: Stadt hofft auf Landesgelder Oliver Plöger Petershagen-Lahde. Die Stadt Petershagen hofft auf Fördergelder für die energetische Sanierung des Leitstellengebäudes in Lahde. Die Bausubstanz ist in die Jahre gekommen, sie sei etwa baugleich mit dem mittlerweile abgerissenen Lahder Schulgebäude. So Kämmerer Dirk Breves (CDU), der bereits Vorgespräche mit der Petershäger Wehrspitze geführt hatte. Das Programm heißt „Feuerwehrhäuser in den Dörfern 2021", Frist für Anträge ist der 30. September. Für den Sonderaufruf im Rahmen der „Dorferneuerung 2021" stehen laut Breves landesweit drei Millionen Euro zur Verfügung. Die Förderhöchstsumme für ein örtliches Projekt betrage 250.000 Euro, der Fördersatz liege bei bis zu 50 Prozent. Petershagen müsste also 500.000 Euro investieren. Ob dieses Geld in Gänze für das Leistellengebäude gebraucht wird, könne er nicht sagen, bei Bauprojekten gebe es aber immer wieder Überraschungen. Mit Glück könne Petershagen von dem Programm profitieren, so Breves. Gleichwohl komme die mögliche Förderung um mindestens ein Jahr zu früh. Aktuell starte die Feuerwehr der Stadt Petershagen nämlich eine aufwendige Strukturanalyse mit dem Büro Orgakom (das MT berichtete), mit dem die Stemweder Wehr bereits gute Erfahrungen gemacht und das in Zusammenarbeit mit dem Petershäger Arbeitskreis Feuerwehr beauftragt wurde. „Wenn dieses Programm abgeschlossen ist, wüssten wir, wo wir den größten Bedarf haben und könnten uns zielgerichteter bewerben." Dennoch sei es sinnvoll, sich bereits jetzt für ein Projekt zu entscheiden. Breves: „Wir wissen ja zum heutigen Zeitpunkt noch gar nicht, ob es für das Förderprogramm nicht auch eine Fortsetzung geben wird." Dann sei Petershagen bestens vorbereitet. Dabei ist nicht nur das Leitstellengebäude in die Jahre gekommen. Einen generellen Verbesserungs- und somit auch Finanzbedarf gibt es bei vielen Feuerwehrgerätehäusern, worauf Arbeitskreis und Wehr im Vorjahr deutlich hingewiesen hatten, darunter die zu enge Durchfahrt am Gerätehaus in Ilserheide oder an den Gerätehäusern in Maaslingen und Schlüsselburg. Vom „signifikanten Handlungsbedarf für die Sanierung und Modernisierung der Feuerwehrgerätehäuser sowohl in baulicher wie sicherheitstechnischer Hinsicht" war in der Ausschussvorlage die Rede. Im März vorigen Jahres war der Beschluss gefasst worden, externen Sachverstand hinzuzuziehen. Eine Bereisung der Feuerwehrgeräte durch Orgakom steht erst noch an – inwieweit es hier Verzögerungen durch die aktuelle Corona-Krise geben wird, ist unklar. Ein Abschluss der Strukturanalyse vor dem Antragstermin im September scheint aber unrealistisch, wie aus den Äußerungen von Verwaltung und Feuerwehr deutlich wird. Aktuell sind von der Wehr alle Veranstaltungen bis zum 30. April abgesagt, zudem das Stadtfeuerwehrtreffen vom 19. bis 21 Juni in Neuenknick mit Gründung der 13. Kinderfeuerwehr. Die Bezirksbereitschaften Bielefeld-Gütersloh und Lippe werden nach Informationen von Stadtbrandmeister Karl Jungcurt daran teilnehmen, Initiatoren sind der Kreis Minden-Lübbecke und die Bezirksregierung. Die Freiwillige Feuerwehr Petershagen stellt einen Meldekopf und sorgt für den reibungslosen Ablauf.

Leitstelle Lahde: Stadt hofft auf Landesgelder

Ihre Leistungsfähigkeit stellt die Feuerwehr Petershagen immer wieder unter Beweis. Verbesserungen aber muss es an der Feuerwehrgerätehäusern und an der Leitstelle geben. MT-Foto: Oliver Plöger © Plöger Oliver

Petershagen-Lahde. Die Stadt Petershagen hofft auf Fördergelder für die energetische Sanierung des Leitstellengebäudes in Lahde. Die Bausubstanz ist in die Jahre gekommen, sie sei etwa baugleich mit dem mittlerweile abgerissenen Lahder Schulgebäude. So Kämmerer Dirk Breves (CDU), der bereits Vorgespräche mit der Petershäger Wehrspitze geführt hatte. Das Programm heißt „Feuerwehrhäuser in den Dörfern 2021", Frist für Anträge ist der 30. September.

Für den Sonderaufruf im Rahmen der „Dorferneuerung 2021" stehen laut Breves landesweit drei Millionen Euro zur Verfügung. Die Förderhöchstsumme für ein örtliches Projekt betrage 250.000 Euro, der Fördersatz liege bei bis zu 50 Prozent. Petershagen müsste also 500.000 Euro investieren. Ob dieses Geld in Gänze für das Leistellengebäude gebraucht wird, könne er nicht sagen, bei Bauprojekten gebe es aber immer wieder Überraschungen. Mit Glück könne Petershagen von dem Programm profitieren, so Breves. Gleichwohl komme die mögliche Förderung um mindestens ein Jahr zu früh.

Aktuell starte die Feuerwehr der Stadt Petershagen nämlich eine aufwendige Strukturanalyse mit dem Büro Orgakom (das MT berichtete), mit dem die Stemweder Wehr bereits gute Erfahrungen gemacht und das in Zusammenarbeit mit dem Petershäger Arbeitskreis Feuerwehr beauftragt wurde. „Wenn dieses Programm abgeschlossen ist, wüssten wir, wo wir den größten Bedarf haben und könnten uns zielgerichteter bewerben." Dennoch sei es sinnvoll, sich bereits jetzt für ein Projekt zu entscheiden. Breves: „Wir wissen ja zum heutigen Zeitpunkt noch gar nicht, ob es für das Förderprogramm nicht auch eine Fortsetzung geben wird." Dann sei Petershagen bestens vorbereitet.

Dabei ist nicht nur das Leitstellengebäude in die Jahre gekommen. Einen generellen Verbesserungs- und somit auch Finanzbedarf gibt es bei vielen Feuerwehrgerätehäusern, worauf Arbeitskreis und Wehr im Vorjahr deutlich hingewiesen hatten, darunter die zu enge Durchfahrt am Gerätehaus in Ilserheide oder an den Gerätehäusern in Maaslingen und Schlüsselburg. Vom „signifikanten Handlungsbedarf für die Sanierung und Modernisierung der Feuerwehrgerätehäuser sowohl in baulicher wie sicherheitstechnischer Hinsicht" war in der Ausschussvorlage die Rede. Im März vorigen Jahres war der Beschluss gefasst worden, externen Sachverstand hinzuzuziehen.

Eine Bereisung der Feuerwehrgeräte durch Orgakom steht erst noch an – inwieweit es hier Verzögerungen durch die aktuelle Corona-Krise geben wird, ist unklar. Ein Abschluss der Strukturanalyse vor dem Antragstermin im September scheint aber unrealistisch, wie aus den Äußerungen von Verwaltung und Feuerwehr deutlich wird.

Aktuell sind von der Wehr alle Veranstaltungen bis zum 30. April abgesagt, zudem das Stadtfeuerwehrtreffen vom 19. bis 21 Juni in Neuenknick mit Gründung der 13. Kinderfeuerwehr. Die Bezirksbereitschaften Bielefeld-Gütersloh und Lippe werden nach Informationen von Stadtbrandmeister Karl Jungcurt daran teilnehmen, Initiatoren sind der Kreis Minden-Lübbecke und die Bezirksregierung. Die Freiwillige Feuerwehr Petershagen stellt einen Meldekopf und sorgt für den reibungslosen Ablauf.

Copyright © Mindener Tageblatt 2020
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.
Weiterlesen in Petershagen