Wegen Corona: Vorträge, Theater und Konzerte fallen aus Claudia Hyna Petershagen. Die Plakate waren gedruckt, die Proben liefen gut. Doch bevor die Karten in den Vorverkauf gingen, sagte das Gymnasium Petershagen die drei Vorstellungen „Herr der Fliegen“ der Theater-AG ab – wegen des Corona-Virus. Dazu kommen zahlreiche weitere Veranstaltungen, die am heutigen Freitag aus dem Grund ausfallen. Das Schulministerium empfiehlt, bis Ostern keine Schulveranstaltungen mehr durchzuführen, sagt Regisseurin Kristina Voss. Zuerst habe man überlegt, die Aufführungen (geplant waren 21., 27. und 29. März) auf die Zeit nach den Ferien zu verschieben. Doch das klappt nicht: Einige Hauptrollen (Henrike Stahlhut, Louise Baade, Cedric Hormann, Mats Oliver Brase, Ann-Christin Weßling, Linja Koller, Laura Wiedemann) sind mit Abiturienten besetzt – und die stecken dann mitten in ihren Prüfungen. Die einzige Alternative scheint derzeit eine nicht-öffentliche Generalprobe zu sein, zu der die Eltern/Geschwister eingeladen werden. Beenden wollen sie den Abend mit Pizza für alle. Das ist zwar kein Vergleich zu der üblichen Premierenfeier, aber immerhin. „Wir haben uns überlegt, dass wir das Ganze filmen“, erklärt die Regisseurin. Damit gebe es eine bleibende Erinnerung. Die Schüler seien sehr enttäuscht, beschreibt Kristina Voß die Stimmung. „Aber sie proben erstaunlich motiviert weiter“, stellt sie erfreut fest. Schließlich spielen sie nicht nur für die Aufführungen. Nicht unerheblich sind auch die Ausgaben, die die Arbeitsgemeinschaft bereits hatte. Generell kostet eine Produktion gut 2.000 Euro. Ein Großteil des Geldes ist bereits ausgegeben. Schon stattgefunden hat das ein Proben-Wochenende in Warmsen, außerdem sind Flyer und Plakate gedruckt. Die Ausgaben spielen die Akteure mit den Aufführungen normalerweise wieder ein. An drei Tagen kommen in der Regel um die 600 Besucher ins Pädagogische Zentrum. Diese Einnahmen über den Eintritt fallen nun weg. Das ist bitter, kann aber über die Rücklagen gedeckt werden. John Primer (Jahrgang 1946) and The Real Bluesband wollten auf ihrer letzten Europatour auch einen Abstecher nach Windheim No 2 machen. Termin wäre heute um 20 Uhr gewesen. Doch die Band musste zurück nach Amerika, teilte ein Manager dem Veranstalter Adi Meyer von den Freunden des Gepflegten Zweitaktes mit. Präsident Trump hat einen Einreisestopp ausgesprochen, dieser beginnt am heutigen Freitag um Mitternacht (Ortszeit). Die Eintrittskarten können an den Vorverkaufsstellen (Bücherwurm Minden, Buchhandlung Betz Petershagen oder Haus Windheim No 2) zurückgegeben werden. Online bezahlte Eintrittskarten werden erstattet. Ebenfalls abgesagt für heute ist der Vortrag „Jüdische Friedhöfe – Petershagen, Frille und Schlüsselburg“ von Anna Martin. Termin wäre um 19 Uhr im Altes Amtsgericht in Petershagen gewesen. Ein weiterer Vortrag, der heute geplant war, findet ebenfalls nicht statt. Die VdK-Ortsverbände Petershagen/Lahde und Quetzen hatten einen Redner zum Thema „Beerdigungskultur – Altes und Neues“ in die Gaststätte Dörmann in Gorspen-Vahlsen eingeladen. Die Verantwortlichen haben sich dagegen entschieden, da es bei den überwiegend älteren Mitgliedern um eine Risikogruppe handelt. Der Vortrag soll nachgeholt werden. Auch das Mitarbeiterdankefest, das am Sonntag, 15. März, um 18 Uhr im Gemeindehaus Buchholz stattfinden sollte, fällt aus. Es wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. Nach Rücksprache mit der Verwaltung der Stadt Petershagen und auf Empfehlung des Krisenstabs des Kreises Minden-Lübbecke wird die Seniorenfeier der Kulturgemeinschaft Quetzen abgesagt. Termin wäre am 15. März gewesen. Die neue DRK-Kita am Koppelweg in Petershagen sollte am Donnerstag, 19. März, offiziell eröffnet werden. Der Kreisverband hat die Feier nun abgesagt, sie wird auf einen späteren Termin – nach Corona – verschoben.

Wegen Corona: Vorträge, Theater und Konzerte fallen aus

Petershagen. Die Plakate waren gedruckt, die Proben liefen gut. Doch bevor die Karten in den Vorverkauf gingen, sagte das Gymnasium Petershagen die drei Vorstellungen „Herr der Fliegen“ der Theater-AG ab – wegen des Corona-Virus. Dazu kommen zahlreiche weitere Veranstaltungen, die am heutigen Freitag aus dem Grund ausfallen.

Die Schauspieler proben weiter den „Herr der Fliegen“. Eine öffentliche Vorstellung wird es nicht geben. - © Foto: privat
Die Schauspieler proben weiter den „Herr der Fliegen“. Eine öffentliche Vorstellung wird es nicht geben. - © Foto: privat

Das Schulministerium empfiehlt, bis Ostern keine Schulveranstaltungen mehr durchzuführen, sagt Regisseurin Kristina Voss. Zuerst habe man überlegt, die Aufführungen (geplant waren 21., 27. und 29. März) auf die Zeit nach den Ferien zu verschieben. Doch das klappt nicht: Einige Hauptrollen (Henrike Stahlhut, Louise Baade, Cedric Hormann, Mats Oliver Brase, Ann-Christin Weßling, Linja Koller, Laura Wiedemann) sind mit Abiturienten besetzt – und die stecken dann mitten in ihren Prüfungen. Die einzige Alternative scheint derzeit eine nicht-öffentliche Generalprobe zu sein, zu der die Eltern/Geschwister eingeladen werden. Beenden wollen sie den Abend mit Pizza für alle. Das ist zwar kein Vergleich zu der üblichen Premierenfeier, aber immerhin. „Wir haben uns überlegt, dass wir das Ganze filmen“, erklärt die Regisseurin. Damit gebe es eine bleibende Erinnerung.

Die Schauspieler proben weiter das Theaterstück „Herr der Fliegen“. Eine öffentliche Vorstellung wird es aber nicht geben. - © Foto: privat
Die Schauspieler proben weiter das Theaterstück „Herr der Fliegen“. Eine öffentliche Vorstellung wird es aber nicht geben. - © Foto: privat

Die Schüler seien sehr enttäuscht, beschreibt Kristina Voß die Stimmung. „Aber sie proben erstaunlich motiviert weiter“, stellt sie erfreut fest. Schließlich spielen sie nicht nur für die Aufführungen.

Nicht unerheblich sind auch die Ausgaben, die die Arbeitsgemeinschaft bereits hatte. Generell kostet eine Produktion gut 2.000 Euro. Ein Großteil des Geldes ist bereits ausgegeben. Schon stattgefunden hat das ein Proben-Wochenende in Warmsen, außerdem sind Flyer und Plakate gedruckt.

Die Ausgaben spielen die Akteure mit den Aufführungen normalerweise wieder ein. An drei Tagen kommen in der Regel um die 600 Besucher ins Pädagogische Zentrum. Diese Einnahmen über den Eintritt fallen nun weg. Das ist bitter, kann aber über die Rücklagen gedeckt werden.

John Primer (Jahrgang 1946) and The Real Bluesband wollten auf ihrer letzten Europatour auch einen Abstecher nach Windheim No 2 machen. Termin wäre heute um 20 Uhr gewesen. Doch die Band musste zurück nach Amerika, teilte ein Manager dem Veranstalter Adi Meyer von den Freunden des Gepflegten Zweitaktes mit. Präsident Trump hat einen Einreisestopp ausgesprochen, dieser beginnt am heutigen Freitag um Mitternacht (Ortszeit). Die Eintrittskarten können an den Vorverkaufsstellen (Bücherwurm Minden, Buchhandlung Betz Petershagen oder Haus Windheim No 2) zurückgegeben werden. Online bezahlte Eintrittskarten werden erstattet.

Ebenfalls abgesagt für heute ist der Vortrag „Jüdische Friedhöfe – Petershagen, Frille und Schlüsselburg“ von Anna Martin. Termin wäre um 19 Uhr im Altes Amtsgericht in Petershagen gewesen.

Ein weiterer Vortrag, der heute geplant war, findet ebenfalls nicht statt. Die VdK-Ortsverbände Petershagen/Lahde und Quetzen hatten einen Redner zum Thema „Beerdigungskultur – Altes und Neues“ in die Gaststätte Dörmann in Gorspen-Vahlsen eingeladen. Die Verantwortlichen haben sich dagegen entschieden, da es bei den überwiegend älteren Mitgliedern um eine Risikogruppe handelt. Der Vortrag soll nachgeholt werden.

Auch das Mitarbeiterdankefest, das am Sonntag, 15. März, um 18 Uhr im Gemeindehaus Buchholz stattfinden sollte, fällt aus. Es wird zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt.

Nach Rücksprache mit der Verwaltung der Stadt Petershagen und auf Empfehlung des Krisenstabs des Kreises Minden-Lübbecke wird die Seniorenfeier der Kulturgemeinschaft Quetzen abgesagt. Termin wäre am 15. März gewesen.

Die neue DRK-Kita am Koppelweg in Petershagen sollte am Donnerstag, 19. März, offiziell eröffnet werden. Der Kreisverband hat die Feier nun abgesagt, sie wird auf einen späteren Termin – nach Corona – verschoben.

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