Köln/Petershagen

Bockstark: So geht es Maskottchen Hennes aus Petersagen im Kölner Zoo

Sebastian Radermacher

Der erste Einsatz an der Seitenlinie: Hennes IX. im Kölner Stadion beim Spiel gegen Borussia Dortmund am 23. August 2019. Foto: Becker/dpa - © Verwendung weltweit
Der erste Einsatz an der Seitenlinie: Hennes IX. im Kölner Stadion beim Spiel gegen Borussia Dortmund am 23. August 2019. Foto: Becker/dpa (© Verwendung weltweit)

Köln/Petershagen. Der Auftakt war ein Dämpfer. Nicht nur für die Fans des 1. FC Köln, auch für Hennes IX. Das Spiel gegen Borussia Dortmund am 23. August 2019 war der erste Live-Auftritt des neuen Vereinsmaskottchens, das aus Petershagen-Ilse vom Hof Dörmann stammt, im Stadion des Fußball-Bundesligisten. Glück brachte es nicht: Für die Kölner setzte es eine 1:3-Niederlage.

Seitdem hat sich in vielerlei Hinsicht einiges getan. Die Mannschaft hat einen neuen Trainer und zuletzt reichlich Punkte im Kampf gegen den Abstieg gesammelt. Und Hennes? Der hat natürlich auch seinen Beitrag dafür geleistet, erzählt Bernd Marcordes und lacht. „Momentan läuft es beim FC – und auch Hennes geht es richtig gut“, sagt der Kurator des Kölner Zoos im MT-Gespräch. Seit Sommer 2018 lebt der Bock aus Petershagen im Zoo der Domstadt. Im vergangenen August wurde er bei der Saisoneröffnung des Vereins als Maskottchen vorgestellt und von 50.000 Fans gefeiert. Auch Biolandwirt Friedrich Dörmann ließ sich diesen Moment nicht entgehen und besuchte „seinen“ Hennes in Köln.

Friedrich Dörmann verkaufte den Bock 2018 an den Kölner Zoo. MT-Archivfoto: Lehn
Friedrich Dörmann verkaufte den Bock 2018 an den Kölner Zoo. MT-Archivfoto: Lehn

Marcordes und sein Pfleger-Team waren anfangs etwas skeptisch, ob der Bock aus Ilse den ganzen Trubel gut verkraften würde. „Wir hatten vorher noch nicht mit ihm trainiert. Es war nicht klar, wie er reagieren würde“, erzählt der Kurator. Doch die Sorge war unbegründet: „Er hat sich da schon super verhalten.“ In den Wochen danach intensivierten die Zoo-Mitarbeiter das Training mit dem Bock, vor allem das Laufen an der Leine musste sich einspielen. Mittlerweile könne Hennes auch auf zwei Pfoten stehen und sich zum Beispiel auf Kommando zum Wiegen auf eine Waage stellen, berichtet Marcordes.

Jens Krause, Revierleiter des Bauernhofes, trainiert im Kölner Zoo mit Hennes IX. Dessen tierische Freundin Ilse aus Petershagen findet die Belohnung in Krauses Hand auch sehr interessant. - © Foto: Marcordes/Kölner Zoo
Jens Krause, Revierleiter des Bauernhofes, trainiert im Kölner Zoo mit Hennes IX. Dessen tierische Freundin Ilse aus Petershagen findet die Belohnung in Krauses Hand auch sehr interessant. (© Foto: Marcordes/Kölner Zoo)

Auch ein Mitarbeiter des Fußballvereins, der Hennes zu jedem Heimspiel abholt und ins Stadion fährt, wurde in die Übungseinheiten im Zoo einbezogen. Ergebnis: „Das Abholen an den Spieltagen funktioniert super. Hennes geht ohne Probleme mit“, sagt Marcordes. Das sei bei Hennes VIII. noch weitaus schwieriger gewesen – dieser sei an der Leine ohne Rücksicht auf Verluste losgestürmt.

Beginnt ein Bundesligaspiel samstags um 15.30 Uhr, steht der Geißbock-Transporter mittags im Zoo bereit, um Hennes mitzunehmen. Etwa 25 Minuten dauert die Fahrt zum Stadion im Stadtteil Müngersdorf. Den Schlusspfiff des Spiels erlebt das Maskottchen dann allerdings nicht mehr live vor Ort. „Hennes wird im Laufe der zweiten Halbzeit wieder zurück in den Zoo gebracht, damit der Transport ohne Trubel, Stau oder sonstige Probleme abläuft“, erklärt der Kurator.

Seit einiger Zeit wohnt das aktuelle Maskottchen im Kölner Zoo in einer Vierer-WG. Neben seinem Vorgänger Hennes VIII. hat er auch zwei weibliche Mitbewohner: einen Mischling aus Zwerg- und Edelziege sowie die Edelziege Ilse. Letztere kennt Hennes bestens, denn er ist mit ihr zusammen auf dem Biohof Dörmann in Petershagen aufgewachsen und 2018 gemeinsam mit ihr in den Zoo gezogen. „Auch Ilse entwickelt sich sehr gut und fühlt sich hier spürbar wohl“, sagt Marcordes.

Zu Beginn hatte sich Johannes aus Petershagen – so hieß der Bock vor seinem Maskottchen-Job – im Zoo das Gehege mit einem Zwergziegenbock geteilt. Doch dieses Zusammenleben gestaltete sich schwierig. „Es war problematisch, Hennes zu den Spielen aus dem Gehege zu holen, denn der Zwergziegenbock war total auf ihn fixiert und fing dann an zu schreien. Und auch Hennes war angespannt“, erzählt Marcordes rückblickend. Also entschied sich das Pfleger-Team, den Geißbock, zwei Weibchen und seinen Vorgänger zusammenzubringen. „Das funktioniert perfekt“, formuliert es der Kurator.

Auch Hennes VIII., der an Arthrose leidet und deshalb im vergangenen Sommer in den Ruhestand verabschiedet wurde, blüht dadurch wieder auf. „Er ist jetzt viel mehr in Bewegung, das tut ihm gut“, sagt Marcordes: „Wäre er alleine, würde er hier nur herumliegen.“ Und sollte ihm der Trubel mit seinen jüngeren Mitbewohnern im kleinen Hennes-Heim, wie das Gehege heißt, doch einmal zu viel werden, kann sich Hennes VIII. zurückziehen. Marcordes: „Es gibt einen zweiten Stall, in dem er nachts alleine schlafen kann.“

Der Bock aus Petershagen hat sich auch körperlich im vergangenen Jahr enorm verändert. Satte 60 Kilogramm bringt er mittlerweile auf die Waage und misst knapp einen Meter. „Er ist größer und kräftiger als Hennes VIII. und hat sich super entwickelt“, sagt Marcordes. Wenn es nach dem Kurator geht, muss der Bock nun aber nicht mehr viel weiterwachsen. Zurzeit passe es vom Transport her super, das könnte sonst etwas schwieriger werden, sagt er.

Damit auch die Besucher voll auf ihre Kosten kommen, hat das Zoo-Team das Hennes-Gehege kürzlich noch etwas umgestaltet, damit die Tiere besser gesehen werden können. „Sie haben viel Kontakt zu unseren Gästen“, berichtet Marcordes erfreut. Und schon bald wird das Interesse der Menschen noch einmal deutlich zunehmen – und das Leben des Bockes sich grundlegend ändern. Denn: Ilse und das andere Weibchen erwarten Nachwuchs, wie Marcordes bestätigt. Das Decken sei erfolgreich gewesen, im März oder April sollen die Hennes-Babys geboren werden. Dass der Bock aus Ostwestfalen im Zoo langfristig für Nachwuchs sorgen soll, war bereits das erklärte Ziel, als Marcordes 2018 ihn und seine tierische Freundin Ilse bei Friedrich Dörmann abgeholt hatte.

Der Biolandwirt freut sich riesig über die Nachwuchs-Nachricht aus Köln. „Das sind ja tolle Neuigkeiten, damit hätte ich jetzt nicht gerechnet“, sagt Dörmann gegenüber dem MT. Er persönlich hat es leider seit der Saisoneröffnung im vergangenen August nicht mehr geschafft, Hennes in Köln zu besuchen. Das soll sich aber bald ändern. „Eine Fahrt in den Zoo im Frühjahr ist fest eingeplant“, sagt der Biolandwirt, der übrigens eine weitere freudige Nachricht hat: Auch Hennes' Mutter auf seinem Hof sei trächtig und erwarte bald Nachwuchs: „Hennes bekommt ein Geschwisterchen.“ Bernd Marcordes freut sich schon auf das nächste Wiedersehen mit dem Biolandwirt aus dem Mühlenkreis: „Er ist hier immer herzlich willkommen.“

Für Hennes IX. steht am morgigen Sonntag der nächste Stadion-Einsatz an, und zwar ein ganz besonderer: Rekordmeister FC Bayern München ist zu Gast in Köln. Vielleicht bringt der Geißbock ja das nötige Glück für ein erfolgreiches Spiel. Dass die Fans ihn wieder feiern werden, steht außer Frage.

Lesen Sie auch: Bock auf die Bundesliga: Köln-Maskottchen Hennes kommt aus Petershagen

Hennes - kein normales Maskottchen

- Geißbock Hennes, das wohl bekannteste Fußball-Vereinstier der Welt, begleitet den 1. FC Köln bereits seit dem Jahr 1950.

- Die Geschichte hat ihren Anfang kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs: In Neustadt an der Orla in Thüringen greifen Mitarbeiter des aus Köln stammenden „Zirkus Williams“ auf der Flucht in den letzten Tagen des Krieges eine verängstigte Ziege am Wegesrand auf.

- 1949 gebärt diese Ziege einen Bock – am 13. Februar 1950 schenkt der Zirkus dem 1. FC Köln auf dessen Karnevalssitzung das Tier als Maskottchen. Noch am selben Abend wird es in Anlehnung an den damaligen Spielertrainer Hennes Weisweiler auf den Namen Hennes getauft. Die Legende, der verängstigte Bock habe Weisweiler auf der Bühne angepinkelt, entspricht nach Auskunft aller Zeitzeugen nicht der Wahrheit

- Bis Anfang der 1960er Jahre begleitet Hennes die Mannschaft zu allen Heim- und auch zu fast allen Auswärtsspielen. Transportiert wird er zunächst im Mannschaftsbus, später im eigens angefertigten Wagen, der an den Bus gehängt wird.

- Tierschutzaspekte, logistische Gründe und DFB-Regularien sorgen dafür, dass Hennes später nur noch bei Heimspielen eingesetzt wird. (rad/Quelle: 1. FC Köln)

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Köln/PetershagenBockstark: So geht es Maskottchen Hennes aus Petersagen im Kölner ZooSebastian RadermacherKöln/Petershagen. Der Auftakt war ein Dämpfer. Nicht nur für die Fans des 1. FC Köln, auch für Hennes IX. Das Spiel gegen Borussia Dortmund am 23. August 2019 war der erste Live-Auftritt des neuen Vereinsmaskottchens, das aus Petershagen-Ilse vom Hof Dörmann stammt, im Stadion des Fußball-Bundesligisten. Glück brachte es nicht: Für die Kölner setzte es eine 1:3-Niederlage. Seitdem hat sich in vielerlei Hinsicht einiges getan. Die Mannschaft hat einen neuen Trainer und zuletzt reichlich Punkte im Kampf gegen den Abstieg gesammelt. Und Hennes? Der hat natürlich auch seinen Beitrag dafür geleistet, erzählt Bernd Marcordes und lacht. „Momentan läuft es beim FC – und auch Hennes geht es richtig gut“, sagt der Kurator des Kölner Zoos im MT-Gespräch. Seit Sommer 2018 lebt der Bock aus Petershagen im Zoo der Domstadt. Im vergangenen August wurde er bei der Saisoneröffnung des Vereins als Maskottchen vorgestellt und von 50.000 Fans gefeiert. Auch Biolandwirt Friedrich Dörmann ließ sich diesen Moment nicht entgehen und besuchte „seinen“ Hennes in Köln. Marcordes und sein Pfleger-Team waren anfangs etwas skeptisch, ob der Bock aus Ilse den ganzen Trubel gut verkraften würde. „Wir hatten vorher noch nicht mit ihm trainiert. Es war nicht klar, wie er reagieren würde“, erzählt der Kurator. Doch die Sorge war unbegründet: „Er hat sich da schon super verhalten.“ In den Wochen danach intensivierten die Zoo-Mitarbeiter das Training mit dem Bock, vor allem das Laufen an der Leine musste sich einspielen. Mittlerweile könne Hennes auch auf zwei Pfoten stehen und sich zum Beispiel auf Kommando zum Wiegen auf eine Waage stellen, berichtet Marcordes. Auch ein Mitarbeiter des Fußballvereins, der Hennes zu jedem Heimspiel abholt und ins Stadion fährt, wurde in die Übungseinheiten im Zoo einbezogen. Ergebnis: „Das Abholen an den Spieltagen funktioniert super. Hennes geht ohne Probleme mit“, sagt Marcordes. Das sei bei Hennes VIII. noch weitaus schwieriger gewesen – dieser sei an der Leine ohne Rücksicht auf Verluste losgestürmt. Beginnt ein Bundesligaspiel samstags um 15.30 Uhr, steht der Geißbock-Transporter mittags im Zoo bereit, um Hennes mitzunehmen. Etwa 25 Minuten dauert die Fahrt zum Stadion im Stadtteil Müngersdorf. Den Schlusspfiff des Spiels erlebt das Maskottchen dann allerdings nicht mehr live vor Ort. „Hennes wird im Laufe der zweiten Halbzeit wieder zurück in den Zoo gebracht, damit der Transport ohne Trubel, Stau oder sonstige Probleme abläuft“, erklärt der Kurator. Seit einiger Zeit wohnt das aktuelle Maskottchen im Kölner Zoo in einer Vierer-WG. Neben seinem Vorgänger Hennes VIII. hat er auch zwei weibliche Mitbewohner: einen Mischling aus Zwerg- und Edelziege sowie die Edelziege Ilse. Letztere kennt Hennes bestens, denn er ist mit ihr zusammen auf dem Biohof Dörmann in Petershagen aufgewachsen und 2018 gemeinsam mit ihr in den Zoo gezogen. „Auch Ilse entwickelt sich sehr gut und fühlt sich hier spürbar wohl“, sagt Marcordes. Zu Beginn hatte sich Johannes aus Petershagen – so hieß der Bock vor seinem Maskottchen-Job – im Zoo das Gehege mit einem Zwergziegenbock geteilt. Doch dieses Zusammenleben gestaltete sich schwierig. „Es war problematisch, Hennes zu den Spielen aus dem Gehege zu holen, denn der Zwergziegenbock war total auf ihn fixiert und fing dann an zu schreien. Und auch Hennes war angespannt“, erzählt Marcordes rückblickend. Also entschied sich das Pfleger-Team, den Geißbock, zwei Weibchen und seinen Vorgänger zusammenzubringen. „Das funktioniert perfekt“, formuliert es der Kurator. Auch Hennes VIII., der an Arthrose leidet und deshalb im vergangenen Sommer in den Ruhestand verabschiedet wurde, blüht dadurch wieder auf. „Er ist jetzt viel mehr in Bewegung, das tut ihm gut“, sagt Marcordes: „Wäre er alleine, würde er hier nur herumliegen.“ Und sollte ihm der Trubel mit seinen jüngeren Mitbewohnern im kleinen Hennes-Heim, wie das Gehege heißt, doch einmal zu viel werden, kann sich Hennes VIII. zurückziehen. Marcordes: „Es gibt einen zweiten Stall, in dem er nachts alleine schlafen kann.“ Der Bock aus Petershagen hat sich auch körperlich im vergangenen Jahr enorm verändert. Satte 60 Kilogramm bringt er mittlerweile auf die Waage und misst knapp einen Meter. „Er ist größer und kräftiger als Hennes VIII. und hat sich super entwickelt“, sagt Marcordes. Wenn es nach dem Kurator geht, muss der Bock nun aber nicht mehr viel weiterwachsen. Zurzeit passe es vom Transport her super, das könnte sonst etwas schwieriger werden, sagt er. Damit auch die Besucher voll auf ihre Kosten kommen, hat das Zoo-Team das Hennes-Gehege kürzlich noch etwas umgestaltet, damit die Tiere besser gesehen werden können. „Sie haben viel Kontakt zu unseren Gästen“, berichtet Marcordes erfreut. Und schon bald wird das Interesse der Menschen noch einmal deutlich zunehmen – und das Leben des Bockes sich grundlegend ändern. Denn: Ilse und das andere Weibchen erwarten Nachwuchs, wie Marcordes bestätigt. Das Decken sei erfolgreich gewesen, im März oder April sollen die Hennes-Babys geboren werden. Dass der Bock aus Ostwestfalen im Zoo langfristig für Nachwuchs sorgen soll, war bereits das erklärte Ziel, als Marcordes 2018 ihn und seine tierische Freundin Ilse bei Friedrich Dörmann abgeholt hatte. Der Biolandwirt freut sich riesig über die Nachwuchs-Nachricht aus Köln. „Das sind ja tolle Neuigkeiten, damit hätte ich jetzt nicht gerechnet“, sagt Dörmann gegenüber dem MT. Er persönlich hat es leider seit der Saisoneröffnung im vergangenen August nicht mehr geschafft, Hennes in Köln zu besuchen. Das soll sich aber bald ändern. „Eine Fahrt in den Zoo im Frühjahr ist fest eingeplant“, sagt der Biolandwirt, der übrigens eine weitere freudige Nachricht hat: Auch Hennes' Mutter auf seinem Hof sei trächtig und erwarte bald Nachwuchs: „Hennes bekommt ein Geschwisterchen.“ Bernd Marcordes freut sich schon auf das nächste Wiedersehen mit dem Biolandwirt aus dem Mühlenkreis: „Er ist hier immer herzlich willkommen.“ Für Hennes IX. steht am morgigen Sonntag der nächste Stadion-Einsatz an, und zwar ein ganz besonderer: Rekordmeister FC Bayern München ist zu Gast in Köln. Vielleicht bringt der Geißbock ja das nötige Glück für ein erfolgreiches Spiel. Dass die Fans ihn wieder feiern werden, steht außer Frage. 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Die Legende, der verängstigte Bock habe Weisweiler auf der Bühne angepinkelt, entspricht nach Auskunft aller Zeitzeugen nicht der Wahrheit - Bis Anfang der 1960er Jahre begleitet Hennes die Mannschaft zu allen Heim- und auch zu fast allen Auswärtsspielen. Transportiert wird er zunächst im Mannschaftsbus, später im eigens angefertigten Wagen, der an den Bus gehängt wird. - Tierschutzaspekte, logistische Gründe und DFB-Regularien sorgen dafür, dass Hennes später nur noch bei Heimspielen eingesetzt wird. (rad/Quelle: 1. FC Köln)