Ovenstädt

Eingangsbereich der Glashütte wird für drei Millionen Euro modernisiert

Claudia Hyna

So soll der Eingangsbereich des LWL-Industriemuseums Glashütte Gernheim in Petershagen künftig aussehen. - © Foto: LWL
So soll der Eingangsbereich des LWL-Industriemuseums Glashütte Gernheim in Petershagen künftig aussehen. (© Foto: LWL)

Petershagen-Ovenstädt. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) will den Eingangsbereich und den Shop seines LWL-Industriemuseums Glashütte Gernheim in Ovenstädt verbessen. Dazu will der Verband den Pferdestall, die Scheune die ehemaligen Traberstuben und einige Garagen abreißen und durch einen Neubau ersetzen. Außerdem sollen für insgesamt knapp drei Millionen Euro ein Selbstbedienungscafé und ein neuer Parkplatz entstehen.

Baubeginn soll Ende dieses Jahres sein, die Fertigstellung ist für Herbst 2021 geplant, teilt Pressesprecher Markus Fischer auf MT-Anfrage mit. Der LWL-Kulturausschuss hat in Vreden (Kreis Borken) den Grundsatzbeschluss auf den Weg gebracht, den der LWL-Landschaftsausschuss am 20. März dann endgültig beschließen soll. Der Museumsshop und die Kasse, die bisher sehr beengt in einem angemieteten ehemaligen Ladenlokal zwischen dem Stallgebäude und der ehemaligen Dorfwirtschaft „Traberstuben“ untergebracht sind, sollen in einen mehr als 450 Quadratmeter großen Neubau umziehen.

Dieser Neubau soll am bisherigen Standort des Shops entstehen. Das aktuelle Gebäude kann nicht wirtschaftlich saniert werden und wird daher abgerissen. Für den Verkauf der Produkte wird es eine Übergangslösung geben, stellt Fischer in Aussicht. Das neue Eingangsgebäude bildet künftig zusammen mit den historischen Lagerkellern und dem Ausstellungsgebäude (ehemalige Korbflechterei) den Rahmen für einen neuen Museumsplatz.

Beim eingeschossigen Neubau sollen Lehmbauteile verwendet werden, die besonders gute bauphysikalische Eigenschaften besitzen. Die Stampflehnwand wird außen von großen Glaselementen umgeben, so dass das Gebäude eine Glasfassade erhält. „Da in Gernheim früher mundgeblasenes Flachglas hergestellt wurde, ist die Glas-Fassade als Entwicklung der Glasproduktion zu sehen. Außerdem bildet das glatte moderne Glas mit der dahinterliegenden handwerklich erstellten Stampflehmwand einen reizvollen Kontrast“, sagte LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger.

„In dem Neubau gibt es genügend Platz, damit sich die Besucher im Foyer und Kassenbereich willkommen fühlen. Der auf knapp 100 Quadratmeter vergrößerte Shop bietet die Möglichkeit, die Glasprodukte angemessen zu präsentieren. Über den neuen Parkplatz können die Besucher den Eingang unmittelbar und barrierefrei erreichen, ohne wie bisher die Landstraße überqueren zu müssen“, so Rüschoff-Parzinger weiter.

Erste Planungen für Investitionen in Gernheim gab es bereits im Jahr 2015. Damals lagen die angepeilten Kosten noch bei 2,27 Millionen Euro. Die Eingangssituation sei nicht nur aus Gründen des Arbeitsschutzes untragbar, heißt es in der Beschlussvorlage. Darin geht es unter anderem um Grenzwerte von Temperaturen am Arbeitsplatz, die nicht eingehalten werden können. Viele Besucher bemängelten das Fehlen eines Cafés.

Die Besucherzahlen der Glashütte bewegen sich seit dem Jahr 2015 jährlich zwischen 20.000 und 22.000 Interessierten.

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OvenstädtEingangsbereich der Glashütte wird für drei Millionen Euro modernisiertClaudia HynaPetershagen-Ovenstädt. Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) will den Eingangsbereich und den Shop seines LWL-Industriemuseums Glashütte Gernheim in Ovenstädt verbessen. Dazu will der Verband den Pferdestall, die Scheune die ehemaligen Traberstuben und einige Garagen abreißen und durch einen Neubau ersetzen. Außerdem sollen für insgesamt knapp drei Millionen Euro ein Selbstbedienungscafé und ein neuer Parkplatz entstehen. Baubeginn soll Ende dieses Jahres sein, die Fertigstellung ist für Herbst 2021 geplant, teilt Pressesprecher Markus Fischer auf MT-Anfrage mit. Der LWL-Kulturausschuss hat in Vreden (Kreis Borken) den Grundsatzbeschluss auf den Weg gebracht, den der LWL-Landschaftsausschuss am 20. März dann endgültig beschließen soll. Der Museumsshop und die Kasse, die bisher sehr beengt in einem angemieteten ehemaligen Ladenlokal zwischen dem Stallgebäude und der ehemaligen Dorfwirtschaft „Traberstuben“ untergebracht sind, sollen in einen mehr als 450 Quadratmeter großen Neubau umziehen. Dieser Neubau soll am bisherigen Standort des Shops entstehen. Das aktuelle Gebäude kann nicht wirtschaftlich saniert werden und wird daher abgerissen. Für den Verkauf der Produkte wird es eine Übergangslösung geben, stellt Fischer in Aussicht. Das neue Eingangsgebäude bildet künftig zusammen mit den historischen Lagerkellern und dem Ausstellungsgebäude (ehemalige Korbflechterei) den Rahmen für einen neuen Museumsplatz. Beim eingeschossigen Neubau sollen Lehmbauteile verwendet werden, die besonders gute bauphysikalische Eigenschaften besitzen. Die Stampflehnwand wird außen von großen Glaselementen umgeben, so dass das Gebäude eine Glasfassade erhält. „Da in Gernheim früher mundgeblasenes Flachglas hergestellt wurde, ist die Glas-Fassade als Entwicklung der Glasproduktion zu sehen. Außerdem bildet das glatte moderne Glas mit der dahinterliegenden handwerklich erstellten Stampflehmwand einen reizvollen Kontrast“, sagte LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger. „In dem Neubau gibt es genügend Platz, damit sich die Besucher im Foyer und Kassenbereich willkommen fühlen. Der auf knapp 100 Quadratmeter vergrößerte Shop bietet die Möglichkeit, die Glasprodukte angemessen zu präsentieren. Über den neuen Parkplatz können die Besucher den Eingang unmittelbar und barrierefrei erreichen, ohne wie bisher die Landstraße überqueren zu müssen“, so Rüschoff-Parzinger weiter. Erste Planungen für Investitionen in Gernheim gab es bereits im Jahr 2015. Damals lagen die angepeilten Kosten noch bei 2,27 Millionen Euro. Die Eingangssituation sei nicht nur aus Gründen des Arbeitsschutzes untragbar, heißt es in der Beschlussvorlage. Darin geht es unter anderem um Grenzwerte von Temperaturen am Arbeitsplatz, die nicht eingehalten werden können. Viele Besucher bemängelten das Fehlen eines Cafés. Die Besucherzahlen der Glashütte bewegen sich seit dem Jahr 2015 jährlich zwischen 20.000 und 22.000 Interessierten.