Jösser Brücke wird vorerst nicht saniert Claudia Hyna Petershagen-Jössen. Die Sanierung der maroden Kanalbrücke in Jössen liegt vorerst auf Eis. Ursprünglich war vorgesehen, das Bauwerk in diesem Jahr für weitere 30 Jahre zu ertüchtigen. Es gebe jedoch kein Personal beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA), dass diese Arbeiten bautechnisch begleiten könne. Das erfuhr Jobst Dreier von der Kulturgemeinschaft Jössen, der den Protest der Bürger gegen die Schließung organisiert hatte. Das WSA Weser, so der heutige Name, teilt auf MT-Anfrage mit, dass die Verantwortlichen zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen können, ob die Maßnahme 2020 zur Ausführung kommt. Grund sei die personelle Situation, sagt dazu Pressesprecher Jens Köhne. Auch der Stadt Petershagen habe man im Dezember gesagt, dass es keine Zeitschiene zum Ausführungsbeginn gebe. Das bestätigt Stadt-Pressesprecherin Tatjana Brast. „Dafür haben wir aber nicht gekämpft“, sagt Jobst Dreier. Der Terminplan des WSA für die Brücke mit der Nummer 30 habe einst anders ausgesehen. Das Amt habe sich verpflichtet, dass die Brücke Ende dieses Jahr wieder für den gesamten Verkehr freigegeben werde. Die Ausschreibungen sollten Ende April in die Vergabe gehen. Zur Vorgeschichte: Die Wirtschaftwegebrücke „Bruchweg“ in Jössen ist seit Herbst 2016 gesperrt. Zunächst hatte das Wasser- und Schifffahrtsamt Verden (heute WSA Weser) mit der Instandsetzung begonnen. Wegen größerer Schäden stoppte es die Maßnahme später. Schließlich hieß es, das Bauwerk sei nicht mehr zu retten, die Wirtschaftlichkeit nicht gegeben. Die Brücke sollte entwidmet werden. Dagegen wehrte sich die Ortsgemeinschaft, etwa 40 Bürger protestierten im Ausschuss für den Erhalt. Das WSA entschied sich um und richtete die Brücke wieder soweit her, dass sie zumindest von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden kann. Der Gehweg ist mit einer Holzverbretterung gesichert, die Fahrbahnhöhe angeglichen. Bis heute weist allerdings ein Schild darauf hin, dass Radfahrer absteigen sollen. Einige Plakate, mit denen die Anwohner auf die Brückensperrung hinweisen, stehen seit damals entlang der Bundesstraße 482. Das Amt habe den Bürgern nach der Entscheidung im Juli 2018 gesagt, dass sie die Banner nun doch entfernen könnten. „Sie sind noch da und bleiben es auch“, sagt Jobst Dreier. Die aktuelle Aussage des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes ist für ihn eine herbe Enttäuschung. Das könne ja wohl nicht wahr sein, meint er. „Es ärgert mich kolossal, dass es jetzt beim Provisorium bleibt.“ Die Jösser Kulturgemeinschaft will in absehbarer Zeit erneut auf das Problem der gesperrten Brücke aufmerksam machen. Die mit der Planung beauftragte Fachstelle Brücken Mitte in Helmstedt wird nun Ende Februar den überarbeiteten Entwurf zur Prüfung vorlegen, so das WSA. Die parallel bearbeiteten Verdingungsunterlagen sollen spätestens im April übergeben werden. Damit wären die Grundvoraussetzungen für die Veröffentlichung der Maßnahme gegeben, heißt es aus dem WSA. Mit der Sanierung sollte erreicht werden, dass die Brücke für weitere 30 Jahre für Autos befahrbar ist. Dazu sollte die Betonfahrplatte einschließlich der Lager und Übergänge ersetzt sowie die Stahlkonstruktion instand gesetzt werden.

Jösser Brücke wird vorerst nicht saniert

Die Brücke in Jössen ist immer noch für Autofahrer gesperrt – und das wird auch noch eine Weile so bleiben. MT- © Foto: Claudia Hyna

Petershagen-Jössen. Die Sanierung der maroden Kanalbrücke in Jössen liegt vorerst auf Eis. Ursprünglich war vorgesehen, das Bauwerk in diesem Jahr für weitere 30 Jahre zu ertüchtigen. Es gebe jedoch kein Personal beim Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt (WSA), dass diese Arbeiten bautechnisch begleiten könne. Das erfuhr Jobst Dreier von der Kulturgemeinschaft Jössen, der den Protest der Bürger gegen die Schließung organisiert hatte.

Das WSA Weser, so der heutige Name, teilt auf MT-Anfrage mit, dass die Verantwortlichen zum jetzigen Zeitpunkt nicht sagen können, ob die Maßnahme 2020 zur Ausführung kommt. Grund sei die personelle Situation, sagt dazu Pressesprecher Jens Köhne. Auch der Stadt Petershagen habe man im Dezember gesagt, dass es keine Zeitschiene zum Ausführungsbeginn gebe. Das bestätigt Stadt-Pressesprecherin Tatjana Brast.

„Dafür haben wir aber nicht gekämpft“, sagt Jobst Dreier. Der Terminplan des WSA für die Brücke mit der Nummer 30 habe einst anders ausgesehen. Das Amt habe sich verpflichtet, dass die Brücke Ende dieses Jahr wieder für den gesamten Verkehr freigegeben werde. Die Ausschreibungen sollten Ende April in die Vergabe gehen.

Zur Vorgeschichte: Die Wirtschaftwegebrücke „Bruchweg“ in Jössen ist seit Herbst 2016 gesperrt. Zunächst hatte das Wasser- und Schifffahrtsamt Verden (heute WSA Weser) mit der Instandsetzung begonnen. Wegen größerer Schäden stoppte es die Maßnahme später. Schließlich hieß es, das Bauwerk sei nicht mehr zu retten, die Wirtschaftlichkeit nicht gegeben. Die Brücke sollte entwidmet werden. Dagegen wehrte sich die Ortsgemeinschaft, etwa 40 Bürger protestierten im Ausschuss für den Erhalt. Das WSA entschied sich um und richtete die Brücke wieder soweit her, dass sie zumindest von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden kann. Der Gehweg ist mit einer Holzverbretterung gesichert, die Fahrbahnhöhe angeglichen. Bis heute weist allerdings ein Schild darauf hin, dass Radfahrer absteigen sollen.

Einige Plakate, mit denen die Anwohner auf die Brückensperrung hinweisen, stehen seit damals entlang der Bundesstraße 482. Das Amt habe den Bürgern nach der Entscheidung im Juli 2018 gesagt, dass sie die Banner nun doch entfernen könnten. „Sie sind noch da und bleiben es auch“, sagt Jobst Dreier.

Die aktuelle Aussage des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamtes ist für ihn eine herbe Enttäuschung. Das könne ja wohl nicht wahr sein, meint er. „Es ärgert mich kolossal, dass es jetzt beim Provisorium bleibt.“ Die Jösser Kulturgemeinschaft will in absehbarer Zeit erneut auf das Problem der gesperrten Brücke aufmerksam machen.

Die mit der Planung beauftragte Fachstelle Brücken Mitte in Helmstedt wird nun Ende Februar den überarbeiteten Entwurf zur Prüfung vorlegen, so das WSA. Die parallel bearbeiteten Verdingungsunterlagen sollen spätestens im April übergeben werden. Damit wären die Grundvoraussetzungen für die Veröffentlichung der Maßnahme gegeben, heißt es aus dem WSA. Mit der Sanierung sollte erreicht werden, dass die Brücke für weitere 30 Jahre für Autos befahrbar ist. Dazu sollte die Betonfahrplatte einschließlich der Lager und Übergänge ersetzt sowie die Stahlkonstruktion instand gesetzt werden.

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