Neues Orchester am Gymnasium gegründet Claudia Hyna Petershagen. Gut 20 Jahre ist es her, dass am Gymnasium Petershagen zuletzt ein Orchester musizierte. Die Gründe waren vielfältig, vor allem aber mangelte es an Geld. Dank der Hilfe von zwei Fördervereinen ist die Durststrecke bald beendet. Im Februar geht das neue Orchester an den Start. Die Freude ist groß bei Schulleiterin Karin Fischer-Hildebrand, Musikschulleiter Mario Scholz, Uwe Jacobsen, Leiter des Fachbereichs Musik am Gymnasium und der Orchesterleiterin und Musikschullehrerin Silke Heckmann. Das Ensemble soll offen sein für Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen, einmal in der Woche ist eine Probe angesetzt. Das Schöne am Orchester sei, dass die Kinder künftig auch nach der Erprobungsstufe ihre erworbenen Kenntnisse vertiefen können, sagt der Fachbereichsleiter – und zwar bis in die Abschlussjahrgänge hinein. „Das ist eine Brücke in die Oberstufe“, sagt Jacobsen. Dafür bedankt er sich bei den Fördervereinen des Gymnasiums und der Musikschule, die jeweils zur Hälfte die Arbeitsgemeinschaft Schulorchester finanzieren. Die Entwicklung ist ein Ergebnis der Kooperation von Musikschule und Gymnasium, die seit mittlerweile fünf Jahren besteht. Schüler der Jahrgänge fünf und sechs haben die Möglichkeit, neben dem regulären Musikunterricht im Vormittagsbereich auch am praktischen Instrumentalgruppenunterricht (bis zu acht Schüler) der städtischen Musikschule teilzunehmen. Die Instrumente können bei der Musikschule gegen eine geringe Gebühr ausgeliehen werden. Seit Beginn der Kooperation ist die Zahl der teilnehmenden Schüler stetig gewachsen, sagt der Musikschulleiter. Vor fünf Jahren hätten 40 Prozent der Schüler der Jahrgangsstufe fünf teilgenommen, mittlerweile seien es 50 Prozent. Und im sechsten Jahrgang nehmen sogar mehr als 60 Prozent an der Instrumentalbildung teil, weiß Fachbereichsleiter Jacobsen. Das Interesse der Eltern an einer musikalischen Grundausbildung während der Unterrichtszeit sei sehr groß, hat er erfahren. „Die Eltern sind dankbar, dass sie ihre Kinder – zumal im weitläufigen Petershagen – nicht mehr am Nachmittag durch die Gegend fahren müssen“, hat die Schulleitung in Gesprächen häufig gehört. Der Umzug der Musikschule von Döhren in die neue Grundschule Petershagen sei ebenfalls für die erhöhte Akzeptanz verantwortlich, meint Jacobsen. Seit einiger Zeit steige auch der Anteil der Solo-Instrumente, wie Trompete, Saxofon und Klarinette. Auf der Hitliste der Instrumente ganz oben steht aber nach wie vor die Gitarre, gefolgt von Keyboard und Klarinette. Möglich sind darüber hinaus auch das Erlernen von Geige und Violoncello, Querflöte, E-Bass, Percussion und Harfe. Für diese Kurse gelten übrigens die Preiserhöhungen der Musikschule nicht, erklärt der Musikschulleiter. Auch ohne Orchester habe die Musik am Gymnasium in den vergangenen Jahren eine Rolle gespielt, heißt es. Zum Abschluss der instrumentalpraktischen Kurse finden jeweils halbjährlich Konzerte statt. Zudem hätten Schüler, Eltern und Lehrer in Musicals auf der Bühne gestanden. Mit dem Orchester gebe es nun einen festen Rahmen für die Auftritte. Musikalisch begleiten soll das Ensemble künftig auch Abiturfeiern und andere schulische Anlässe, kündigt die Schulleiterin an. Der künstlerische Schwerpunkt der Schule werde auf jeden Fall gestärkt.

Neues Orchester am Gymnasium gegründet

Petershagen. Gut 20 Jahre ist es her, dass am Gymnasium Petershagen zuletzt ein Orchester musizierte. Die Gründe waren vielfältig, vor allem aber mangelte es an Geld. Dank der Hilfe von zwei Fördervereinen ist die Durststrecke bald beendet. Im Februar geht das neue Orchester an den Start.

Die Freude ist groß bei Schulleiterin Karin Fischer-Hildebrand, Musikschulleiter Mario Scholz, Uwe Jacobsen, Leiter des Fachbereichs Musik am Gymnasium und der Orchesterleiterin und Musikschullehrerin Silke Heckmann. Das Ensemble soll offen sein für Schülerinnen und Schüler aller Jahrgangsstufen, einmal in der Woche ist eine Probe angesetzt.

Das Schöne am Orchester sei, dass die Kinder künftig auch nach der Erprobungsstufe ihre erworbenen Kenntnisse vertiefen können, sagt der Fachbereichsleiter – und zwar bis in die Abschlussjahrgänge hinein. „Das ist eine Brücke in die Oberstufe“, sagt Jacobsen. Dafür bedankt er sich bei den Fördervereinen des Gymnasiums und der Musikschule, die jeweils zur Hälfte die Arbeitsgemeinschaft Schulorchester finanzieren.

Die Entwicklung ist ein Ergebnis der Kooperation von Musikschule und Gymnasium, die seit mittlerweile fünf Jahren besteht. Schüler der Jahrgänge fünf und sechs haben die Möglichkeit, neben dem regulären Musikunterricht im Vormittagsbereich auch am praktischen Instrumentalgruppenunterricht (bis zu acht Schüler) der städtischen Musikschule teilzunehmen. Die Instrumente können bei der Musikschule gegen eine geringe Gebühr ausgeliehen werden.

Die Sechstklässlerinnen Maja und Sina üben auf der Querflöte. Sie gehört zu den Holzblasinstrumenten, da sie sich aus der mittelalterlichen Querpfeife entwickelt hat, die aus Holz hergestellt wurde. MT- - © Foto: Alex Lehn
Die Sechstklässlerinnen Maja und Sina üben auf der Querflöte. Sie gehört zu den Holzblasinstrumenten, da sie sich aus der mittelalterlichen Querpfeife entwickelt hat, die aus Holz hergestellt wurde. MT- - © Foto: Alex Lehn

Seit Beginn der Kooperation ist die Zahl der teilnehmenden Schüler stetig gewachsen, sagt der Musikschulleiter. Vor fünf Jahren hätten 40 Prozent der Schüler der Jahrgangsstufe fünf teilgenommen, mittlerweile seien es 50 Prozent. Und im sechsten Jahrgang nehmen sogar mehr als 60 Prozent an der Instrumentalbildung teil, weiß Fachbereichsleiter Jacobsen.

Das Interesse der Eltern an einer musikalischen Grundausbildung während der Unterrichtszeit sei sehr groß, hat er erfahren. „Die Eltern sind dankbar, dass sie ihre Kinder – zumal im weitläufigen Petershagen – nicht mehr am Nachmittag durch die Gegend fahren müssen“, hat die Schulleitung in Gesprächen häufig gehört. Der Umzug der Musikschule von Döhren in die neue Grundschule Petershagen sei ebenfalls für die erhöhte Akzeptanz verantwortlich, meint Jacobsen.

Seit einiger Zeit steige auch der Anteil der Solo-Instrumente, wie Trompete, Saxofon und Klarinette. Auf der Hitliste der Instrumente ganz oben steht aber nach wie vor die Gitarre, gefolgt von Keyboard und Klarinette. Möglich sind darüber hinaus auch das Erlernen von Geige und Violoncello, Querflöte, E-Bass, Percussion und Harfe. Für diese Kurse gelten übrigens die Preiserhöhungen der Musikschule nicht, erklärt der Musikschulleiter.

Auch ohne Orchester habe die Musik am Gymnasium in den vergangenen Jahren eine Rolle gespielt, heißt es. Zum Abschluss der instrumentalpraktischen Kurse finden jeweils halbjährlich Konzerte statt. Zudem hätten Schüler, Eltern und Lehrer in Musicals auf der Bühne gestanden. Mit dem Orchester gebe es nun einen festen Rahmen für die Auftritte. Musikalisch begleiten soll das Ensemble künftig auch Abiturfeiern und andere schulische Anlässe, kündigt die Schulleiterin an. Der künstlerische Schwerpunkt der Schule werde auf jeden Fall gestärkt.

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