Petershagen

Unfall auf der L770: 100-Tonnen-Kräne bergen LKW - mit Video und Fotostrecke

Malina Reckordt

Zwei Schwerlastkräne hoben den verunglückten Lastwagen wieder zurück auf die Straße. Die L 770 war mehrere Stunden voll gesperrt. MT-Fotos: Reckordt
Zwei Schwerlastkräne hoben den verunglückten Lastwagen wieder zurück auf die Straße. Die L 770 war mehrere Stunden voll gesperrt. MT-Fotos: Reckordt

Petershagen. Ein voll beladener Lastwagen hat nach einem Unfall am Montagmorgen auf der L 770 stundenlang in der Leitplanke gehangen. Die Feuerwehr sicherte das Fahrzeug zwischenzeitlich mit zwei Seilen ab. Trotzdem konnte sie nicht verhindern, dass der Laster um weitere 40 Zentimeter die Böschung hinab rutsche. Erst am Nachmittag konnten zwei Schwerlastkräne das tonnenschwere Fahrzeug bergen. Die L 770 zwischen Maschstraße und B 61 war bis in die Abendstunden hinein komplett gesperrt.

Unfall auf L770: Bergung von LKW mit Schwerlastkränen (Plus-Inhalt)

Was war passiert? Kurz vor der Weserbrücke in Fahrtrichtung Lahde warteten am Montagmorgen gegen 9.30 Uhr mehrere Fahrzeuge an einer Baustellen-Ampel. Ein 38-jähriger Lkw-Fahrer hatte die stehenden Fahrzeuge zu spät bemerkt, versuchte noch auszuweichen, konnte den Zusammenstoß mit einem weiteren Lkw aber nicht mehr verhindern. Der stehende Lastwagen wurde durch die Wucht auf ein Auto geschoben, dessen drei Insassen unverletzt blieben. Der 45 Jahre alte Fahrer des zweiten Lkw verletzte sich und kam ins Krankenhaus.

Das Fahrzeug des Unfallverursachers krachte auf der Gegenfahrbahn in die Leitplanke. Der Fahrer konnte sich selbst befreien und blieb unverletzt. Der Lkw drohte allerdings weiter abzurutschen – er war dazu komplett beladen mit landwirtschaftlichen Abfällen.

Mehr als 30 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit den Löschgruppen Petershagen-Ort, Lahde und Bierde waren den gesamten Tag über im Einsatz, kümmerten sich um die Sicherung des Fahrzeugs und pumpten Betriebsstoffe ab.

Gegen 15 Uhr rückte dann die Firma Autorent mit zwei 100-Tonnen-Schwerlastkränen an und bereitete die Bergung vor. An mehreren Seilen befestigt, wurde der Lkw innerhalb weniger Minuten wieder auf die Straße gehoben und zum Abtransport auf einen Sattelschlepper geladen. Auch die anderen beiden beteiligten Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und wurden abgeschleppt. Nach ersten Schätzungen der Polizei beläuft sich der Schaden auf rund 150.000 Euro.

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PetershagenUnfall auf der L770: 100-Tonnen-Kräne bergen LKW - mit Video und FotostreckeMalina ReckordtPetershagen. Ein voll beladener Lastwagen hat nach einem Unfall am Montagmorgen auf der L 770 stundenlang in der Leitplanke gehangen. Die Feuerwehr sicherte das Fahrzeug zwischenzeitlich mit zwei Seilen ab. Trotzdem konnte sie nicht verhindern, dass der Laster um weitere 40 Zentimeter die Böschung hinab rutsche. Erst am Nachmittag konnten zwei Schwerlastkräne das tonnenschwere Fahrzeug bergen. Die L 770 zwischen Maschstraße und B 61 war bis in die Abendstunden hinein komplett gesperrt. Was war passiert? Kurz vor der Weserbrücke in Fahrtrichtung Lahde warteten am Montagmorgen gegen 9.30 Uhr mehrere Fahrzeuge an einer Baustellen-Ampel. Ein 38-jähriger Lkw-Fahrer hatte die stehenden Fahrzeuge zu spät bemerkt, versuchte noch auszuweichen, konnte den Zusammenstoß mit einem weiteren Lkw aber nicht mehr verhindern. Der stehende Lastwagen wurde durch die Wucht auf ein Auto geschoben, dessen drei Insassen unverletzt blieben. Der 45 Jahre alte Fahrer des zweiten Lkw verletzte sich und kam ins Krankenhaus. Das Fahrzeug des Unfallverursachers krachte auf der Gegenfahrbahn in die Leitplanke. Der Fahrer konnte sich selbst befreien und blieb unverletzt. Der Lkw drohte allerdings weiter abzurutschen – er war dazu komplett beladen mit landwirtschaftlichen Abfällen. Mehr als 30 Einsatzkräfte der Feuerwehr mit den Löschgruppen Petershagen-Ort, Lahde und Bierde waren den gesamten Tag über im Einsatz, kümmerten sich um die Sicherung des Fahrzeugs und pumpten Betriebsstoffe ab. Gegen 15 Uhr rückte dann die Firma Autorent mit zwei 100-Tonnen-Schwerlastkränen an und bereitete die Bergung vor. An mehreren Seilen befestigt, wurde der Lkw innerhalb weniger Minuten wieder auf die Straße gehoben und zum Abtransport auf einen Sattelschlepper geladen. Auch die anderen beiden beteiligten Fahrzeuge waren nicht mehr fahrbereit und wurden abgeschleppt. Nach ersten Schätzungen der Polizei beläuft sich der Schaden auf rund 150.000 Euro.