Die Partymacher von Neuenknick feiern für den guten Zweck Oliver Plöger Petershagen-Neuenknick (mt). „We holt to hope“ heißt die Gruppe aus Neuenknick, die das örtliche Leben alljährlich durch eine Weihnachtsparty bereichert, die bis zu 2000 Besucher auf den Lusebrink lockt. Und genau so soll es auch diesmal am Ersten Weihnachtstag, 25. Dezember, wieder sein. Doch es gibt eine Besonderheit: Die Gruppe beschert den weihnachtlichen Partyfreunden das Fest bereits zum 25. Mal. 1994 gab es die erste Auflage – und Mitinitiator Heinrich Meyer hat eigens zum Pressetermin das Ur-Plakat herausgesucht: „Weihnachts-Tanz-Party mit Go-Go-Girls“ heißt es da. Der plattdeutsche Name der Neuenknicker bedeutet übersetzt so viel wie „Wir halten zusammen“ – und das soll keinesfalls nur bedeuten, dass zusammen gefeiert wird. Wichtig war den Aktiven in Neuenknick von Anfang an das soziale Engagement. Das aber, so erinnert sich Heinrich Meyer, musste sich erst herumsprechen. Im Dorf habe es anfangs durchaus Bedenkenträger geben: „Eine Zeltparty im Winter, wie soll sowas funktionieren?“ Die Jahre hätten gezeigt, dass das genau der richtige Weg war. „Die Party ist längst eine feste Weihnachtsveranstaltung im Nordkreis geworden“, so Meyer gestern zum MT. Besucher kämen aus ganz Petershagen, Niedersachsen, viele auch aus Minden. Und dann das soziale Engagement: Schon 1994 griff die Gruppe eine Idee von Gastwirtin Lieselotte Sölter auf, die für Mädchen und Jungen sammelte, die an Krebs erkrankt waren. In den vergangenen Jahren seien immer wieder Spenden in kleiner fünfstelliger Höhe verteilt worden, erklärt Heinrich Meyer. Empfänger waren die Wichtelstube Neuenknick, der Kindergarten Ilse oder eben die Kinderkrebshilfe. Das Geld kam anfangs vor allem durch den Verkauf von Weihnachtsbäumen zustande, Bäume werden von „We holt to hope“ mittlerweile aber nicht mehr verkauft, gespendet wird weiter. In diesem Jahr soll erneut die von den Tagesmüttern betriebene Neuenknicker Wichtelstube gestärkt werden: der Verein gibt 500 Euro, die Firma Meyer-Büchenberg sattelt noch einmal die gleiche Summe drauf. Wichtig ist es den Neuenknickern, dass das Geld im Dorf bleibt, hieß es gestern.. Nein, Akzeptanzprobleme haben die „ewigen Partymacher“ längst keine mehr. Ganz im Gegenteil: Da die Feier immer friedlich ablief, stehen die meisten hinter dem weihnachtlichen Partykonzept von „We holt to hope.“ Und den friedlichen Ablauf schätzt auch Benjamin Michaelis, der seit sechs Jahren als professioneller Veranstalter für das Weihnachtsevent im Einsatz ist. „Man muss doch nur mal im Internet nachgucken, was auf den Partys so los ist. Hier geht es immer vorbildlich zu.“ Friedlich feiern – das sei den bis zu 2000 Menschen wichtig. Und: „Was gibt es Schöneres, als nach der Feier mit der Familie ausgiebig Party zu machen und sich den Weihnachtsbraten abzutanzen?“ Die Go-Go-Girls von 1994 treten nicht mehr auf, aufgebaut aber werden mittlerweile zwei verschiedene Festzelte: ein Partyzelt, in dem das Ernesto-DJ-Team einheizt, dann ein zweites Zelt, in dem eine Ü30- und Ü40-Party gefeiert wird, DJ Basti sorgt hier mit Rock- und Pop-Klassikern unter anderem aus den achtziger Jahren für Stimmung. Einlass am 25. Dezember ist um 21 Uhr. Wer zwischen 21 und 23 Uhr die Tickets löst, nimmt automatisch an der Tombola teil. Erster Preis ist ein Opel Corsa für ein Jahr.

Die Partymacher von Neuenknick feiern für den guten Zweck

25 Jahre am 25. Dezember – und kein Ende in Sicht: Hartmut Huxoll, Benajmin Michaelis, Heinrich Meyer und Uwe Dammeier (von links) locken am Ersten Weihnachtstag auf den Lusebrink. MT- © Foto: Oliver Plöger

Petershagen-Neuenknick (mt). „We holt to hope“ heißt die Gruppe aus Neuenknick, die das örtliche Leben alljährlich durch eine Weihnachtsparty bereichert, die bis zu 2000 Besucher auf den Lusebrink lockt. Und genau so soll es auch diesmal am Ersten Weihnachtstag, 25. Dezember, wieder sein. Doch es gibt eine Besonderheit: Die Gruppe beschert den weihnachtlichen Partyfreunden das Fest bereits zum 25. Mal. 1994 gab es die erste Auflage – und Mitinitiator Heinrich Meyer hat eigens zum Pressetermin das Ur-Plakat herausgesucht: „Weihnachts-Tanz-Party mit Go-Go-Girls“ heißt es da.

Der plattdeutsche Name der Neuenknicker bedeutet übersetzt so viel wie „Wir halten zusammen“ – und das soll keinesfalls nur bedeuten, dass zusammen gefeiert wird. Wichtig war den Aktiven in Neuenknick von Anfang an das soziale Engagement. Das aber, so erinnert sich Heinrich Meyer, musste sich erst herumsprechen. Im Dorf habe es anfangs durchaus Bedenkenträger geben: „Eine Zeltparty im Winter, wie soll sowas funktionieren?“ Die Jahre hätten gezeigt, dass das genau der richtige Weg war. „Die Party ist längst eine feste Weihnachtsveranstaltung im Nordkreis geworden“, so Meyer gestern zum MT. Besucher kämen aus ganz Petershagen, Niedersachsen, viele auch aus Minden.

Und dann das soziale Engagement: Schon 1994 griff die Gruppe eine Idee von Gastwirtin Lieselotte Sölter auf, die für Mädchen und Jungen sammelte, die an Krebs erkrankt waren. In den vergangenen Jahren seien immer wieder Spenden in kleiner fünfstelliger Höhe verteilt worden, erklärt Heinrich Meyer. Empfänger waren die Wichtelstube Neuenknick, der Kindergarten Ilse oder eben die Kinderkrebshilfe.

Das Geld kam anfangs vor allem durch den Verkauf von Weihnachtsbäumen zustande, Bäume werden von „We holt to hope“ mittlerweile aber nicht mehr verkauft, gespendet wird weiter. In diesem Jahr soll erneut die von den Tagesmüttern betriebene Neuenknicker Wichtelstube gestärkt werden: der Verein gibt 500 Euro, die Firma Meyer-Büchenberg sattelt noch einmal die gleiche Summe drauf. Wichtig ist es den Neuenknickern, dass das Geld im Dorf bleibt, hieß es gestern..

Nein, Akzeptanzprobleme haben die „ewigen Partymacher“ längst keine mehr. Ganz im Gegenteil: Da die Feier immer friedlich ablief, stehen die meisten hinter dem weihnachtlichen Partykonzept von „We holt to hope.“

Und den friedlichen Ablauf schätzt auch Benjamin Michaelis, der seit sechs Jahren als professioneller Veranstalter für das Weihnachtsevent im Einsatz ist. „Man muss doch nur mal im Internet nachgucken, was auf den Partys so los ist. Hier geht es immer vorbildlich zu.“ Friedlich feiern – das sei den bis zu 2000 Menschen wichtig. Und: „Was gibt es Schöneres, als nach der Feier mit der Familie ausgiebig Party zu machen und sich den Weihnachtsbraten abzutanzen?“

Die Go-Go-Girls von 1994 treten nicht mehr auf, aufgebaut aber werden mittlerweile zwei verschiedene Festzelte: ein Partyzelt, in dem das Ernesto-DJ-Team einheizt, dann ein zweites Zelt, in dem eine Ü30- und Ü40-Party gefeiert wird, DJ Basti sorgt hier mit Rock- und Pop-Klassikern unter anderem aus den achtziger Jahren für Stimmung.

Einlass am 25. Dezember ist um 21 Uhr. Wer zwischen 21 und 23 Uhr die Tickets löst, nimmt automatisch an der Tombola teil. Erster Preis ist ein Opel Corsa für ein Jahr.

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