Döhrener Männer werden aktiv - und wollen in 23 Jahren 1.000 Bäume pflanzen

Oliver Plöger

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Petershagen-Döhren (mt). In Döhren packen die „starken Kerle" an: bei den Sommerfesten, bei der Verbesserung der Schülervolkslaufstrecke oder beim Mähen des Rodelbergs am Storchenblick. Soeben haben sie zudem Schilder mit der Aufschrift „Achtung Kinder" im Ort aufgestellt. Aus gutem Grund, wie Ortsbürgermeister Martin Sölter (SPD) hervorhebt: „Leider werden die Geschwindigkeitsgrenzen innerhalb des Ortes – also 50 Stundenkilometer – und die erlaubt 30 Stundenkilometer im Bereich Elmenhorst-Hahnenberg häufig ignoriert."

Sölter selbst unterstützt die starken Männer, die sich seit Juli „Döhrener Männer für Döhren" nennen und somit einen eigenen Arbeitskreis gegründet haben: 25 Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich für ihr Heimatdorf. Ansprechpartner der neuen Gruppe ist Karsten Dex, der auch gleich darauf hinweist, dass die Welt nicht neu erfunden wird. Auch der seit vielen Jahren bestehende Arbeitskreis Dorfgestaltung – bekannt als „Rentnerteam" unter der Leitung von Wilfried Bretthauer – leiste eine sehr wichtige Arbeit. Auffällig beim neuen Arbeitskreis aber ist der Altersdurchschnitt, der von 30 bis 50 Jahren angegeben wird. Erledigt werden vor allem Arbeiten, zu denen sich auch bislang eher die Männer gemeldet haben. Und nein, Fronten zwischen den Geschlechtern sollen natürlich keine geschaffen werden – ganz im Gegenteil.

Auch der Frauenstammtisch habe für die Männer dazu beigetragen, ein eigene Gruppe ins Leben zu rufen, so Martin Sölter. „Schon der Frauenstammtisch hat unserem Dorf sehr gut getan." Warum solle die Männergruppe da nicht gleichziehen? Hier gehe es immer auch darum, den Zusammenhalt im Dorf zu stärken. Denn die Gemeinschaft laufe Gefahr, auseinanderzubrechen. Viele Angebote – zum Beispiel im Sport – würden heute außerhalb von Döhren wahrgenommen. Was die Zukunft des Dorfs betrifft, könnte eine Vision der „Döhrener Männer für Döhren" auf die Sprünge helfen. Laut Karsten Dex sollen bis zum 1000-jährigen Bestehen der Ortschaft im Jahre 2042 ganze 1.000 Bäume für den Klimaschutz gepflanzt werden.

Dazu suchen der Arbeitskreis noch eine Fläche, auf der ein Erlebniswald entstehen kann und weitere Baumstandorte. Die Döhrener Männer für Döhren wollen das Ehrenamt in ihrem Dorf pflegen. Wichtig ist ihnen ab er auch das gesellige Beisammensein. Neue Mitglieder, so Martin Sölter und Karten Dex, sind stets willkommen. Vielleicht klappt es dann ja auch eher mit den tausend Bäumen.

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Döhrener Männer werden aktiv - und wollen in 23 Jahren 1.000 Bäume pflanzenOliver PlögerPetershagen-Döhren (mt). In Döhren packen die „starken Kerle" an: bei den Sommerfesten, bei der Verbesserung der Schülervolkslaufstrecke oder beim Mähen des Rodelbergs am Storchenblick. Soeben haben sie zudem Schilder mit der Aufschrift „Achtung Kinder" im Ort aufgestellt. Aus gutem Grund, wie Ortsbürgermeister Martin Sölter (SPD) hervorhebt: „Leider werden die Geschwindigkeitsgrenzen innerhalb des Ortes – also 50 Stundenkilometer – und die erlaubt 30 Stundenkilometer im Bereich Elmenhorst-Hahnenberg häufig ignoriert." Sölter selbst unterstützt die starken Männer, die sich seit Juli „Döhrener Männer für Döhren" nennen und somit einen eigenen Arbeitskreis gegründet haben: 25 Mitglieder engagieren sich ehrenamtlich für ihr Heimatdorf. Ansprechpartner der neuen Gruppe ist Karsten Dex, der auch gleich darauf hinweist, dass die Welt nicht neu erfunden wird. Auch der seit vielen Jahren bestehende Arbeitskreis Dorfgestaltung – bekannt als „Rentnerteam" unter der Leitung von Wilfried Bretthauer – leiste eine sehr wichtige Arbeit. Auffällig beim neuen Arbeitskreis aber ist der Altersdurchschnitt, der von 30 bis 50 Jahren angegeben wird. Erledigt werden vor allem Arbeiten, zu denen sich auch bislang eher die Männer gemeldet haben. Und nein, Fronten zwischen den Geschlechtern sollen natürlich keine geschaffen werden – ganz im Gegenteil. Auch der Frauenstammtisch habe für die Männer dazu beigetragen, ein eigene Gruppe ins Leben zu rufen, so Martin Sölter. „Schon der Frauenstammtisch hat unserem Dorf sehr gut getan." Warum solle die Männergruppe da nicht gleichziehen? Hier gehe es immer auch darum, den Zusammenhalt im Dorf zu stärken. Denn die Gemeinschaft laufe Gefahr, auseinanderzubrechen. Viele Angebote – zum Beispiel im Sport – würden heute außerhalb von Döhren wahrgenommen. Was die Zukunft des Dorfs betrifft, könnte eine Vision der „Döhrener Männer für Döhren" auf die Sprünge helfen. Laut Karsten Dex sollen bis zum 1000-jährigen Bestehen der Ortschaft im Jahre 2042 ganze 1.000 Bäume für den Klimaschutz gepflanzt werden. Dazu suchen der Arbeitskreis noch eine Fläche, auf der ein Erlebniswald entstehen kann und weitere Baumstandorte. Die Döhrener Männer für Döhren wollen das Ehrenamt in ihrem Dorf pflegen. Wichtig ist ihnen ab er auch das gesellige Beisammensein. Neue Mitglieder, so Martin Sölter und Karten Dex, sind stets willkommen. Vielleicht klappt es dann ja auch eher mit den tausend Bäumen.