Lahde

Ganz Lahde ist beim Herbstmarkt auf den Beinen

veröffentlicht

Von Ulrich Westermann

Petershagen-Lahde (Wes). Der zweitägige Lahder Herbstmarkt hat zwei Tage lang Jung und Alt angelockt. Tausende von Besuchern waren am Samstag und Sonntag auf den Beinen, um einige abwechslungsreiche Stunden zu erleben. Im Mittelpunkt des bunten Treibens standen die Bahnhofstraße, der Bismarckplatz und ein Teilstück der Bückeburger Straße. Dort präsentierte der Lahder Gewerbe- und Verkehrsverein mit Fahrgeschäften und Aktionen eine Erlebnis- und Festmeile. Neben der Kirmeswelt waren Floh- und Trödelmarkstände aufgebaut worden.

Gewerbevereinsvorsitzender Frank Kirchner er - © Westermann
Gewerbevereinsvorsitzender Frank Kirchner er (© Westermann)

Die offizielle Eröffnung des Volksfestes erfolgte am Samstagnachmittag vor dem Reisebüro an der Bahnhofstraße. Dort hatten sich mehr als 30 Personen eingefunden. Unter ihnen waren Gastgeber, Angehörige von Rat und Verwaltung der Stadt, Vereinsmitglieder und weitere Ehrengäste. In „eigener Sache“ wies Frank Kirchner darauf hin, dass dies nun seine letzte Markteröffnung als Vorsitzender des Lahder Gewerbe- und Verkehrsvereins sei. Dieses Amt werde er nur noch bis zur Wahl seines Nachfolgers bei der Jahreshauptversammlung im Februar 2020 ausüben. Der Grund für diese Entscheidung sei seine berufliche Veränderung. Zudem habe er vor einigen Wochen das Amt des Ortsbürgermeisters in Gorspen-Vahlsen übernommen.

„Wir haben in den vergangenen Jahren in Lahde eine Menge bewegt“, sagte Kirchner. „Selbstverständlich werde ich auch weiterhin dem Gewerbe- und Verkehrsverein angehören.“ Bürgermeister Dieter Blume ging in einem Ausblick auf die Petershagener Informationstage, kurz PIT genannt, ein. Diese Veranstaltung finde im Jahr 2021 in Verbindung mit dem Volksfest „Lahder Maile“ statt. Einzelheiten würden noch festgelegt, kündigte Blume an. Ortsbürgermeisterin Helga Berg dankte dem Organisationsteam, das mit dem Herbstmarkt eine unterhaltsame Veranstaltung für alle Altersgruppen auf die Beine gestellt habe.

Dem Marktrundgang schloss sich ein geselliges Zusammensein im Zelt von „Lidas Catering“ an. Eine große Vielfalt bot der Floh- und Trödelmarkt. Die Besucher gingen im Lahder Ortszentrum auf Entdeckung, um zu stöbern, mit den Trödlern zu handeln und auch zu kaufen. Kunden mit der richtigen Spürnase gelang es, ein Schnäppchen oder ein lange gesuchtes Sammelstück mit nach Hause zu nehmen. Große Spiegel, Textilien und Geschirr wurden ebenso angeboten wie Schlitten, Spielsachen und Bilder. Dazu kamen alte Langspielplatten zum Stückpreis von einem Euro, unter anderem die goldene Geschenkausgabe „Melodien für Millionen“, „Ernst Mosch und seine original Egerländer Musikanten“, eine Akkordeon-Hitparade sowie die bei vielen Fans nach wie vor beliebten Schlager „Es fährt ein Zug nach Nirgendwo“, „Der Stern von Mykonos“ und „Ein bisschen Frieden“.

Das gr - © Westermann
Das gr (© Westermann)

In einer Oldtimer-Ausstellung waren der Häckseldrescher Primus I und Traktoren verschiedener Baujahre und Marken (Hanomag R 16, O&K) zu sehen. Gleich daneben konnten die Kinder auf einem Märchenkarussell Runde um Runde drehen. Als Sitzgelegenheit standen Gondel, Pferd, Motorrad, Auto und weitere Motive zur Verfügung. Der frühere zweite Vorsitzende des Gewerbe- und Verkehrsvereins, Ludwig Blome, erinnerte daran, dass der „Rohbau“ des Karussells zum ersten Mal im Jahr 1973 als Blumenkorso-Motiv zum Einsatz gekommen sei. „Danach folgten Ergänzungsarbeiten, sodass ein richtiges Karussell mit Märchenbildern und Figuren von Wilhelm Busch entstanden ist. Premiere mit diesem Fahrgeschäft haben wir 1980 beim Markt in Lahde gefeiert“, erzählte Malermeister Ludwig Blome, inzwischen 78 Jahre alt.

Mit klingendem Spiel unterhielt eine historische Marktorgel, die im Jahr 1924 in Hannover gebaut worden ist und auch schon an Veranstaltungen in Speyer und Berlin-Kreuzberg mitgewirkt hat. Rauf und runter ging es mit dem Twister, der Kinder, Jugendliche und jung gebliebene Erwachsene auf den Bismarckplatz lockte.

Zu den weiteren Fahrgeschäften gehörte beim Lahder Herbstmarkt zum ersten Mal eine „Geisterbahn“, genannt „Dr. Haarmann`s Horror-Labyrinth“. Dazu gab es markige Sprüche: „Besuchen Sie uns in der schaurigen Welt des Spuks und im Tunnel des Grauens“, „Alles ist möglich in der Illusion, habt keine Angst, kommt rein“, „Ein Labyrinth mit der Lizenz zum Gruseln“. In Höhe des Bismarckdenkmals war für die Kinder ein Orient-Zug mit einer Lok und vier Anhängern auf einem Schienen-Rondell unterwegs.

Am Sonntag hatten die Lahder Gewerbebetriebe geöffnet. Gaumenfreuden lockten in flüssiger und fester Form. Dazu gehörten frisch gebratene Champignons, Fischspezialitäten, Getränke, Zuckerwatte, Softeis, gebrannte Mandeln, Kuchen und Paradiesäpfel.

Copyright © Mindener Tageblatt 2019
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem Abo oder Tagespass möglich.

LahdeGanz Lahde ist beim Herbstmarkt auf den BeinenVon Ulrich Westermann Petershagen-Lahde (Wes). Der zweitägige Lahder Herbstmarkt hat zwei Tage lang Jung und Alt angelockt. Tausende von Besuchern waren am Samstag und Sonntag auf den Beinen, um einige abwechslungsreiche Stunden zu erleben. Im Mittelpunkt des bunten Treibens standen die Bahnhofstraße, der Bismarckplatz und ein Teilstück der Bückeburger Straße. Dort präsentierte der Lahder Gewerbe- und Verkehrsverein mit Fahrgeschäften und Aktionen eine Erlebnis- und Festmeile. Neben der Kirmeswelt waren Floh- und Trödelmarkstände aufgebaut worden. Die offizielle Eröffnung des Volksfestes erfolgte am Samstagnachmittag vor dem Reisebüro an der Bahnhofstraße. Dort hatten sich mehr als 30 Personen eingefunden. Unter ihnen waren Gastgeber, Angehörige von Rat und Verwaltung der Stadt, Vereinsmitglieder und weitere Ehrengäste. In „eigener Sache“ wies Frank Kirchner darauf hin, dass dies nun seine letzte Markteröffnung als Vorsitzender des Lahder Gewerbe- und Verkehrsvereins sei. Dieses Amt werde er nur noch bis zur Wahl seines Nachfolgers bei der Jahreshauptversammlung im Februar 2020 ausüben. Der Grund für diese Entscheidung sei seine berufliche Veränderung. Zudem habe er vor einigen Wochen das Amt des Ortsbürgermeisters in Gorspen-Vahlsen übernommen. „Wir haben in den vergangenen Jahren in Lahde eine Menge bewegt“, sagte Kirchner. „Selbstverständlich werde ich auch weiterhin dem Gewerbe- und Verkehrsverein angehören.“ Bürgermeister Dieter Blume ging in einem Ausblick auf die Petershagener Informationstage, kurz PIT genannt, ein. Diese Veranstaltung finde im Jahr 2021 in Verbindung mit dem Volksfest „Lahder Maile“ statt. Einzelheiten würden noch festgelegt, kündigte Blume an. Ortsbürgermeisterin Helga Berg dankte dem Organisationsteam, das mit dem Herbstmarkt eine unterhaltsame Veranstaltung für alle Altersgruppen auf die Beine gestellt habe. Dem Marktrundgang schloss sich ein geselliges Zusammensein im Zelt von „Lidas Catering“ an. Eine große Vielfalt bot der Floh- und Trödelmarkt. Die Besucher gingen im Lahder Ortszentrum auf Entdeckung, um zu stöbern, mit den Trödlern zu handeln und auch zu kaufen. Kunden mit der richtigen Spürnase gelang es, ein Schnäppchen oder ein lange gesuchtes Sammelstück mit nach Hause zu nehmen. Große Spiegel, Textilien und Geschirr wurden ebenso angeboten wie Schlitten, Spielsachen und Bilder. Dazu kamen alte Langspielplatten zum Stückpreis von einem Euro, unter anderem die goldene Geschenkausgabe „Melodien für Millionen“, „Ernst Mosch und seine original Egerländer Musikanten“, eine Akkordeon-Hitparade sowie die bei vielen Fans nach wie vor beliebten Schlager „Es fährt ein Zug nach Nirgendwo“, „Der Stern von Mykonos“ und „Ein bisschen Frieden“. In einer Oldtimer-Ausstellung waren der Häckseldrescher Primus I und Traktoren verschiedener Baujahre und Marken (Hanomag R 16, O&K) zu sehen. Gleich daneben konnten die Kinder auf einem Märchenkarussell Runde um Runde drehen. Als Sitzgelegenheit standen Gondel, Pferd, Motorrad, Auto und weitere Motive zur Verfügung. Der frühere zweite Vorsitzende des Gewerbe- und Verkehrsvereins, Ludwig Blome, erinnerte daran, dass der „Rohbau“ des Karussells zum ersten Mal im Jahr 1973 als Blumenkorso-Motiv zum Einsatz gekommen sei. „Danach folgten Ergänzungsarbeiten, sodass ein richtiges Karussell mit Märchenbildern und Figuren von Wilhelm Busch entstanden ist. Premiere mit diesem Fahrgeschäft haben wir 1980 beim Markt in Lahde gefeiert“, erzählte Malermeister Ludwig Blome, inzwischen 78 Jahre alt. Mit klingendem Spiel unterhielt eine historische Marktorgel, die im Jahr 1924 in Hannover gebaut worden ist und auch schon an Veranstaltungen in Speyer und Berlin-Kreuzberg mitgewirkt hat. Rauf und runter ging es mit dem Twister, der Kinder, Jugendliche und jung gebliebene Erwachsene auf den Bismarckplatz lockte. Zu den weiteren Fahrgeschäften gehörte beim Lahder Herbstmarkt zum ersten Mal eine „Geisterbahn“, genannt „Dr. Haarmann`s Horror-Labyrinth“. Dazu gab es markige Sprüche: „Besuchen Sie uns in der schaurigen Welt des Spuks und im Tunnel des Grauens“, „Alles ist möglich in der Illusion, habt keine Angst, kommt rein“, „Ein Labyrinth mit der Lizenz zum Gruseln“. In Höhe des Bismarckdenkmals war für die Kinder ein Orient-Zug mit einer Lok und vier Anhängern auf einem Schienen-Rondell unterwegs. Am Sonntag hatten die Lahder Gewerbebetriebe geöffnet. Gaumenfreuden lockten in flüssiger und fester Form. Dazu gehörten frisch gebratene Champignons, Fischspezialitäten, Getränke, Zuckerwatte, Softeis, gebrannte Mandeln, Kuchen und Paradiesäpfel.