Lahde

Fördermittel für Wietersheim und Rosenhagen sind bewilligt

Claudia Hyna

Der Platz an der alten Schule in Wietersheim grenzt unmittelbar an die Kindertagesstätte. Im kommenden Jahr soll die Fläche überdacht werden. MT-Fotos: Claudia Hyna
Der Platz an der alten Schule in Wietersheim grenzt unmittelbar an die Kindertagesstätte. Im kommenden Jahr soll die Fläche überdacht werden. MT-Fotos: Claudia Hyna

Petershagen-Lahde (mt). Den Blick zum Himmel können sich die Wietersheimer bei Veranstaltungen auf dem Schulhof künftig schenken. Im nächsten Jahr sollen vier neue Sonnensegel die Freifläche am Dorfgemeinschaftshaus überspannen und vor allzu viel Sonne, aber auch vor Regengüssen schützen.

Möglich wird die Umsetzung dieses Projektes des Dorferneuerungsprogramms dank des Fördergeldes von 51.000 Euro, dessen Bewilligung die Bezirksregierung Detmold jetzt zugestimmt hat. Eine Überdachung sei immer als „Vision“ abgetan worden, sagte Kulturgemeinschaftsvorsitzender Wilfried Weßling bei der Übergabe im Lahder Rathaus. Jetzt werde daraus Wirklichkeit. Das Dorfgemeinschaftshaus erfreue sich großer Beliebtheit und die Eventsegel (es sollen vier Exemplare von 50 Quadratmetern Fläche werden) können diesen Bereich noch aufwerten. Auch die nahe Kindertagesstätte kann die Überdachung nutzen. Die vorbereitenden Arbeiten übernimmt die Dorfgemeinschaft, die Segel bringt eine Fachfirma an.

Große Freude bei Jürgen Rohlfing (Vierter von rechts) und Wilfried Weßling (Zweiter von links). Sie nahmen die Bewilligungsbescheide für Fördermittel ihrer Dorfgemeinschaftshäuser entgegen.
Große Freude bei Jürgen Rohlfing (Vierter von rechts) und Wilfried Weßling (Zweiter von links). Sie nahmen die Bewilligungsbescheide für Fördermittel ihrer Dorfgemeinschaftshäuser entgegen.

Rosenhagen hat keine Kneipe mehr, das einzige Zentrum für die Ortschaft sei das Dorfgemeinschaftshaus, sagte stellvertretender Bürgermeister Friedrich Lange. Mit der Summe von 31.000 Euro kann das Gebäude nun auf Vordermann gebracht werden. Rosenhagens Ortsbürgermeister Jürgen Rohlfing sieht das Haus von 1904 ebenfalls als Dorfmittelpunkt. Daher habe jeder Einwohner etwas davon, wenn investiert werde. Das Geld werde zum einen für neue Kunststoff-Fenster in alter Optik verwendet. Darüber hinaus sei die Außenverkleidung am Glockenturm (der 1957 angebaut wurde) marode, der Turm selbst bekomme ein neues Kupferdach.

Die Stadt Petershagen hatte zehn Förderanträge gestellt, diese wurden allesamt bewilligt. „Für die Stadt Petershagen ist das Förderprogramm ein Gewinn, denn viele Privatleute investieren in ihre ländliche Bausubstanz“, sagte Karina Lehmann aus der Bauverwaltung der Stadt. Für 2020 seien bereits zwei Anträge gestellt worden. Die Ortschaften seien besonders fleißig im Bereich der Heimatschecks gewesen: In diesem Jahr wurden 19, im vergangenen Jahr 14 bewilligt, sagte Lehmann.

Es seien zwar nur kleine Beträge, doch für die Dorfgemeinschaft seien sie wichtig, sagte Günter Heidemann von der Bezirksregierung Detmold. Insofern habe sich das Warten ausgezahlt. Die Zeit sei günstig, daher riet er allen, jetzt Anträge zu stellen. Im nächsten Jahr sehe es in dieser Hinsicht gut aus, doch danach sieht er „leichte schwarze Wolken am Horizont“ aufziehen. Für Heidemann war es nach 27 Jahren übrigens die letzte dienstliche Tour nach Petershagen, wie er verriet.

Die Autorin ist erreichbar unter Telefon (05 71) 882 262 oderClaudia.Hyna@MT.de

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LahdeFördermittel für Wietersheim und Rosenhagen sind bewilligtClaudia HynaPetershagen-Lahde (mt). Den Blick zum Himmel können sich die Wietersheimer bei Veranstaltungen auf dem Schulhof künftig schenken. Im nächsten Jahr sollen vier neue Sonnensegel die Freifläche am Dorfgemeinschaftshaus überspannen und vor allzu viel Sonne, aber auch vor Regengüssen schützen. Möglich wird die Umsetzung dieses Projektes des Dorferneuerungsprogramms dank des Fördergeldes von 51.000 Euro, dessen Bewilligung die Bezirksregierung Detmold jetzt zugestimmt hat. Eine Überdachung sei immer als „Vision“ abgetan worden, sagte Kulturgemeinschaftsvorsitzender Wilfried Weßling bei der Übergabe im Lahder Rathaus. Jetzt werde daraus Wirklichkeit. Das Dorfgemeinschaftshaus erfreue sich großer Beliebtheit und die Eventsegel (es sollen vier Exemplare von 50 Quadratmetern Fläche werden) können diesen Bereich noch aufwerten. Auch die nahe Kindertagesstätte kann die Überdachung nutzen. Die vorbereitenden Arbeiten übernimmt die Dorfgemeinschaft, die Segel bringt eine Fachfirma an. Rosenhagen hat keine Kneipe mehr, das einzige Zentrum für die Ortschaft sei das Dorfgemeinschaftshaus, sagte stellvertretender Bürgermeister Friedrich Lange. Mit der Summe von 31.000 Euro kann das Gebäude nun auf Vordermann gebracht werden. Rosenhagens Ortsbürgermeister Jürgen Rohlfing sieht das Haus von 1904 ebenfalls als Dorfmittelpunkt. Daher habe jeder Einwohner etwas davon, wenn investiert werde. Das Geld werde zum einen für neue Kunststoff-Fenster in alter Optik verwendet. Darüber hinaus sei die Außenverkleidung am Glockenturm (der 1957 angebaut wurde) marode, der Turm selbst bekomme ein neues Kupferdach. Die Stadt Petershagen hatte zehn Förderanträge gestellt, diese wurden allesamt bewilligt. „Für die Stadt Petershagen ist das Förderprogramm ein Gewinn, denn viele Privatleute investieren in ihre ländliche Bausubstanz“, sagte Karina Lehmann aus der Bauverwaltung der Stadt. Für 2020 seien bereits zwei Anträge gestellt worden. Die Ortschaften seien besonders fleißig im Bereich der Heimatschecks gewesen: In diesem Jahr wurden 19, im vergangenen Jahr 14 bewilligt, sagte Lehmann. Es seien zwar nur kleine Beträge, doch für die Dorfgemeinschaft seien sie wichtig, sagte Günter Heidemann von der Bezirksregierung Detmold. Insofern habe sich das Warten ausgezahlt. Die Zeit sei günstig, daher riet er allen, jetzt Anträge zu stellen. Im nächsten Jahr sehe es in dieser Hinsicht gut aus, doch danach sieht er „leichte schwarze Wolken am Horizont“ aufziehen. Für Heidemann war es nach 27 Jahren übrigens die letzte dienstliche Tour nach Petershagen, wie er verriet. Die Autorin ist erreichbar unter Telefon (05 71) 882 262 oderClaudia.Hyna@MT.de