Lahde

Gymnasium Petershagen wird für 3,2 Millionen Euro umgebaut

Claudia Hyna

Eine Hörsaalsituation, wie sie aktuell im naturwissenschaftlichen Trakt des Gymnasiums üblich ist, wird es nach dem Umbau nicht mehr geben. MT-Archivfoto: Alex Lehn
Eine Hörsaalsituation, wie sie aktuell im naturwissenschaftlichen Trakt des Gymnasiums üblich ist, wird es nach dem Umbau nicht mehr geben. MT-Archivfoto: Alex Lehn

Petershagen-Lahde (mt). Die Sanierung des naturwissenschaftlichen Traktes am Gymnasium Petershagen wird teurer als geplant. Veranschlagt waren 2,7 Millionen, nun werden die Bauarbeiten wohl 3,2 Millionen Euro verschlingen. „Das ist allerdings ein Vorentwurf“, sagte Detlev Scheumann aus der Schul- und Sozialverwaltung. Sprich, am Ende könne die tatsächliche Summe 20 Prozent höher oder niedriger liegen. Der Ausschuss für Schule und Sport stimmte dem Beschlussvorschlag zu.

Im Mittelpunkt steht die neue dezentrale Lüftung. Das heißt, einige Räume sollen einzeln mit einem Gerät gekühlt werden. Dabei handelt es sich nicht um eine Klimatisierung, sagte Scheumann. Bei 32 Grad Raumtemperatur könne die Luft maximal auf 26 Grad heruntergekühlt werden. Die alte festinstallierte Lüftungsanlage von 1972 war defekt.

Das in enger Zusammenarbeit mit der Schule abgestimmte Konzept sieht außerdem die multifunktionale Nutzbarkeit der Räumlichkeiten vor (das MT berichtete). Diese sind dringend sanierungsbedürftig, heißt es in den Erläuterungen. Das Gebäude, in dem die Räume für Physik, Chemie, Biologie und Technik untergebracht sind, stammt aus dem Jahr 1974; Teile sind 1990 hinzu gekommen.

Die Außenwände bleiben bestehen. Nicht mehr benötigte Flure ergänzen teilweise die neuen Räume. Hinzu kommt ein Selbstlernzentrum, in dem die Schüler sich unter Aufsicht ihren Arbeiten widmen können. Da die meisten Räume über kein direktes Tageslicht verfügen, sollen spezielle Kuppeln für bessere Lichtverhältnisse sorgen. Alle Räume bekommen eine neue Decke mit LED-Beleuchtung sowie einen neuen Fußbodenbelag. Damit verbessert sich auch die Akustik. Ein Farbkonzept soll für ein angenehmeres Raumempfinden sorgen. In der Summe nicht enthalten sind die Lehrmaterialien, genannt Sammlungen. Auch diese seien – besonders in der Biologie – veraltet und müssten in den kommenden Jahren modernisiert werden. Auch Möbel und die weitere Ausstattung sind nicht in den Kosten enthalten.

Wann die Arbeiten starten, ist noch nicht klar. Als Termin anvisiert sind die Osterferien 2020. Fertig sein soll der Umbau dann im ersten Quartal des Jahres 2021. Mit dem Gymnasium wurde abgestimmt, die Sanierung in einem Bauabschnitt auszuführen. Das sei für die Schule angenehmer, erklärte Detlev Scheumann. Als Ausweichort komme nun nach dem Auszug der Grundschule das Gebäude an der Nachtigallenstraße infrage.

Froh über den Kompromiss zeigte sich Schulleiterin Karin Fischer-Hildebrand. Ganz pragmatisch habe man sich zusammen mit der Verwaltung an die nun vorliegende Lösung heran getastet. „Noch können wir uns gar nicht vorstellen, wie schön es am Ende wird.“ Es komme sicherlich eine harte Zeit auf die Schule zu, meinte sie. Doch sei Umbau immens wichtig für die Schule, die einen ihrer Schwerpunkte in den Naturwissenschaften habe.

„Petershagen kann auch Schule“, kommentierte Auwi Meyer (Bündnis 90/Die Grünen) die Pläne der Verwaltung. Er habe den Eindruck, dass seit der Gründung der Sekundarschule ein frischer Wind in der Schullandschaft Petershagens wehe.

Copyright © Mindener Tageblatt 2019
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem Abo oder Tagespass möglich.

LahdeGymnasium Petershagen wird für 3,2 Millionen Euro umgebautClaudia HynaPetershagen-Lahde (mt). Die Sanierung des naturwissenschaftlichen Traktes am Gymnasium Petershagen wird teurer als geplant. Veranschlagt waren 2,7 Millionen, nun werden die Bauarbeiten wohl 3,2 Millionen Euro verschlingen. „Das ist allerdings ein Vorentwurf“, sagte Detlev Scheumann aus der Schul- und Sozialverwaltung. Sprich, am Ende könne die tatsächliche Summe 20 Prozent höher oder niedriger liegen. Der Ausschuss für Schule und Sport stimmte dem Beschlussvorschlag zu. Im Mittelpunkt steht die neue dezentrale Lüftung. Das heißt, einige Räume sollen einzeln mit einem Gerät gekühlt werden. Dabei handelt es sich nicht um eine Klimatisierung, sagte Scheumann. Bei 32 Grad Raumtemperatur könne die Luft maximal auf 26 Grad heruntergekühlt werden. Die alte festinstallierte Lüftungsanlage von 1972 war defekt. Das in enger Zusammenarbeit mit der Schule abgestimmte Konzept sieht außerdem die multifunktionale Nutzbarkeit der Räumlichkeiten vor (das MT berichtete). Diese sind dringend sanierungsbedürftig, heißt es in den Erläuterungen. Das Gebäude, in dem die Räume für Physik, Chemie, Biologie und Technik untergebracht sind, stammt aus dem Jahr 1974; Teile sind 1990 hinzu gekommen. Die Außenwände bleiben bestehen. Nicht mehr benötigte Flure ergänzen teilweise die neuen Räume. Hinzu kommt ein Selbstlernzentrum, in dem die Schüler sich unter Aufsicht ihren Arbeiten widmen können. Da die meisten Räume über kein direktes Tageslicht verfügen, sollen spezielle Kuppeln für bessere Lichtverhältnisse sorgen. Alle Räume bekommen eine neue Decke mit LED-Beleuchtung sowie einen neuen Fußbodenbelag. Damit verbessert sich auch die Akustik. Ein Farbkonzept soll für ein angenehmeres Raumempfinden sorgen. In der Summe nicht enthalten sind die Lehrmaterialien, genannt Sammlungen. Auch diese seien – besonders in der Biologie – veraltet und müssten in den kommenden Jahren modernisiert werden. Auch Möbel und die weitere Ausstattung sind nicht in den Kosten enthalten. Wann die Arbeiten starten, ist noch nicht klar. Als Termin anvisiert sind die Osterferien 2020. Fertig sein soll der Umbau dann im ersten Quartal des Jahres 2021. Mit dem Gymnasium wurde abgestimmt, die Sanierung in einem Bauabschnitt auszuführen. Das sei für die Schule angenehmer, erklärte Detlev Scheumann. Als Ausweichort komme nun nach dem Auszug der Grundschule das Gebäude an der Nachtigallenstraße infrage. Froh über den Kompromiss zeigte sich Schulleiterin Karin Fischer-Hildebrand. Ganz pragmatisch habe man sich zusammen mit der Verwaltung an die nun vorliegende Lösung heran getastet. „Noch können wir uns gar nicht vorstellen, wie schön es am Ende wird.“ Es komme sicherlich eine harte Zeit auf die Schule zu, meinte sie. Doch sei Umbau immens wichtig für die Schule, die einen ihrer Schwerpunkte in den Naturwissenschaften habe. „Petershagen kann auch Schule“, kommentierte Auwi Meyer (Bündnis 90/Die Grünen) die Pläne der Verwaltung. Er habe den Eindruck, dass seit der Gründung der Sekundarschule ein frischer Wind in der Schullandschaft Petershagens wehe.