Petershagen-Gorspen-Vahlsen

Erntefest in Gorspen-Vahlsen kommt gut an

Ulrich Westermann

Die Kinder hatten sich für das Erntefest bunt kostümiert. Beifall erhielten die Jungen und Mädchen für ihre Tänze. - © Foto: Ulrich Westermann
Die Kinder hatten sich für das Erntefest bunt kostümiert. Beifall erhielten die Jungen und Mädchen für ihre Tänze. (© Foto: Ulrich Westermann)

Petershagen-Gorspen-Vahlsen (Wes). Strahlender Sonnenschein begleitete das Erntefest in Gorspen-Vahlsen. Gastgeberrolle war die Erntebauerngemeinschaft „Die Loher“.

Die Mitwirkenden begeisterten das Publikum über zwei Stunden lang mit Tanz, Instrumentalmusik, Gedichten und mehr. Die Besucher sparten nicht mit Beifall. Mit flotten Klängen unterhielt die Blaskapelle Heidebrass & Friends. Dazu kam Akkordeonmusik von Oliver Spieß. Durch das Programm führten Kulturgemeinschaftsvorsitzende Elke Friedrichs und deren Stellvertreter Rainer Sieling. Der neue Ortsbürgermeister Frank Kirchner wies am Beispiel des benachbarten Spielplatzes auf das ehrenamtliche Wirken der Einheimischen hin. Die Freizeitanlage sei mit frischem Sand saniert worden. Zudem hätten die Spielgeräte einen neuen Anstrich erhalten. „Mein Ortsbürgermeister-Vorgänger Reinhard Walter hat gut vorgearbeitet. Es gibt keine Baustellen, die ich übernehmen muss. Ich hoffe bei den zukünftigen Aufgaben und Aktionen auf ein gutes Einvernehmen der Vereine und Gruppen“, sagte Kirchner.

Kulturgemeinschaftsvorsitzende Elke Friedrichs sagte, dass die Ortschaft Reinhard Walter viel verdanke. Erfreulicherweise habe Reinhard Walter zugestimmt, sich auch weiterhin um den Friedhof und die Friedhofskapelle zu kümmern. „Als Dank überreichen wir Dir ein kleines Präsent. Vielleicht denkst Du auf der Terrasse in aller Ruhe einmal an die vielen Stunden und Projekte, die Du erfolgreich abgeschlossen hast“, sagte Elke Friedrichs. Dem neuen Ortsbürgermeister Frank Kirchner versicherte sie die Unterstützung der Kulturgemeinschaft und der Einwohner aus Gorspen-Vahlsen: „Mach das Beste daraus“.

Petershagens stellvertretende Bürgermeisterin Helga Berg sprach von der Abhängigkeit der Landwirtschaft von den Witterungsbedingungen. Hitze und Trockenheit hätten in den vergangenen beiden Jahren Probleme bereitet. Den Organisatoren des Erntefestes gelinge es, Bewährtes mit neuen Ideen zu verbinden. In Gorspen-Vahlsen gebe es zwar kein Kino oder Theater, aber eine dörfliche Nachbarschaft, in der im Vergleich zu Großstädten stärkere soziale Beziehungen gepflegt würden. „Man kennt sich, achtet aufeinander und feiert gemeinsam“, wusste Helga Berg.

Ebenfalls an der Programmgestaltung beteiligt waren die inzwischen 22 Jahre alten Dörmann-Zwillinge Anna und Fritz. In früheren Jahren hatten sie als Kinder und Jugendliche das Erntefestpublikum mit Sketchen und Textvorträgen unterhalten. Diesmal wiesen sie darauf hin, dass die „Loher“ beim Ortspokalschießen den „fünften Stern“ geholt hätten. Pfarrer Hans-Hermann Hölscher stellte die Bedeutung des Dankes heraus. Als Beispiel nannte er Friedrich von Bodelschwingh, der zunächst Landwirt, später Pastor gewesen sei und die nach ihm benannten Einrichtungen gegründet habe. Auf ihn gehe der Sinnspruch „Die größte Kraft des Lebens ist der Dank“ zurück, obwohl vier seiner Kinder innerhalb von 14 Tagen an Diphterie gestorben seien.

Das Erntefest mit seinen 22 Programmpunkten hatte Rainer Sieling koordiniert. Die Laienspielschar führte die Tänze „Tangermünder Quadrille“, „Sonderburger Doppelquadrille“ und „Freischütz“ auf. Die Schottskendänzer präsentierten die „Sauerländer Quadrille“ und den „Bändertanz“.

Kinder des VfB Gorspen-Vahlsen sagten die Gedichte „Erntedank“ und „Das Samenkorn“ auf. Die VfB-Kinderturngruppen begeisterten mit den Tänzen „Rolli, der Seeräuber“, „Die Weltraummaus“ und „Der kleine Fuchs“. Nach der Polonaise zog die Festgemeinde zum Landgasthaus Langeloh. Es folgten Aufziehen der Erntekrone, Tanz und Zusammensein bei Kaffee und Kuchen.

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Petershagen-Gorspen-VahlsenErntefest in Gorspen-Vahlsen kommt gut anUlrich WestermannPetershagen-Gorspen-Vahlsen (Wes). Strahlender Sonnenschein begleitete das Erntefest in Gorspen-Vahlsen. Gastgeberrolle war die Erntebauerngemeinschaft „Die Loher“. Die Mitwirkenden begeisterten das Publikum über zwei Stunden lang mit Tanz, Instrumentalmusik, Gedichten und mehr. Die Besucher sparten nicht mit Beifall. Mit flotten Klängen unterhielt die Blaskapelle Heidebrass & Friends. Dazu kam Akkordeonmusik von Oliver Spieß. Durch das Programm führten Kulturgemeinschaftsvorsitzende Elke Friedrichs und deren Stellvertreter Rainer Sieling. Der neue Ortsbürgermeister Frank Kirchner wies am Beispiel des benachbarten Spielplatzes auf das ehrenamtliche Wirken der Einheimischen hin. Die Freizeitanlage sei mit frischem Sand saniert worden. Zudem hätten die Spielgeräte einen neuen Anstrich erhalten. „Mein Ortsbürgermeister-Vorgänger Reinhard Walter hat gut vorgearbeitet. Es gibt keine Baustellen, die ich übernehmen muss. Ich hoffe bei den zukünftigen Aufgaben und Aktionen auf ein gutes Einvernehmen der Vereine und Gruppen“, sagte Kirchner. Kulturgemeinschaftsvorsitzende Elke Friedrichs sagte, dass die Ortschaft Reinhard Walter viel verdanke. Erfreulicherweise habe Reinhard Walter zugestimmt, sich auch weiterhin um den Friedhof und die Friedhofskapelle zu kümmern. „Als Dank überreichen wir Dir ein kleines Präsent. Vielleicht denkst Du auf der Terrasse in aller Ruhe einmal an die vielen Stunden und Projekte, die Du erfolgreich abgeschlossen hast“, sagte Elke Friedrichs. Dem neuen Ortsbürgermeister Frank Kirchner versicherte sie die Unterstützung der Kulturgemeinschaft und der Einwohner aus Gorspen-Vahlsen: „Mach das Beste daraus“. Petershagens stellvertretende Bürgermeisterin Helga Berg sprach von der Abhängigkeit der Landwirtschaft von den Witterungsbedingungen. Hitze und Trockenheit hätten in den vergangenen beiden Jahren Probleme bereitet. Den Organisatoren des Erntefestes gelinge es, Bewährtes mit neuen Ideen zu verbinden. In Gorspen-Vahlsen gebe es zwar kein Kino oder Theater, aber eine dörfliche Nachbarschaft, in der im Vergleich zu Großstädten stärkere soziale Beziehungen gepflegt würden. „Man kennt sich, achtet aufeinander und feiert gemeinsam“, wusste Helga Berg. Ebenfalls an der Programmgestaltung beteiligt waren die inzwischen 22 Jahre alten Dörmann-Zwillinge Anna und Fritz. In früheren Jahren hatten sie als Kinder und Jugendliche das Erntefestpublikum mit Sketchen und Textvorträgen unterhalten. Diesmal wiesen sie darauf hin, dass die „Loher“ beim Ortspokalschießen den „fünften Stern“ geholt hätten. Pfarrer Hans-Hermann Hölscher stellte die Bedeutung des Dankes heraus. Als Beispiel nannte er Friedrich von Bodelschwingh, der zunächst Landwirt, später Pastor gewesen sei und die nach ihm benannten Einrichtungen gegründet habe. Auf ihn gehe der Sinnspruch „Die größte Kraft des Lebens ist der Dank“ zurück, obwohl vier seiner Kinder innerhalb von 14 Tagen an Diphterie gestorben seien. Das Erntefest mit seinen 22 Programmpunkten hatte Rainer Sieling koordiniert. Die Laienspielschar führte die Tänze „Tangermünder Quadrille“, „Sonderburger Doppelquadrille“ und „Freischütz“ auf. Die Schottskendänzer präsentierten die „Sauerländer Quadrille“ und den „Bändertanz“. Kinder des VfB Gorspen-Vahlsen sagten die Gedichte „Erntedank“ und „Das Samenkorn“ auf. Die VfB-Kinderturngruppen begeisterten mit den Tänzen „Rolli, der Seeräuber“, „Die Weltraummaus“ und „Der kleine Fuchs“. Nach der Polonaise zog die Festgemeinde zum Landgasthaus Langeloh. Es folgten Aufziehen der Erntekrone, Tanz und Zusammensein bei Kaffee und Kuchen.