Ilvese

Schmuckstücke auf Rädern

Ulrich Westermann

Beim Ilveser Dorfgemeinschaftsfest stellen die Ehrenamtlichen ein buntes Programm auf die Beine.Es sei nicht nur wichtig, grün zu denken, sondern auch so zu handeln, sagte der Ortsbürgermeister.

Petershagen-Ilvese (Wes). Die Ilveser Kulturgemeinschaft hatte ein abwechslungsreiches Programm zum Dorfgemeinschaftfest zusammengestellt, das über vier Tage verteilt war. Zu den Höhepunkten der bunten Veranstaltungsfolge gehörte die Erntefeier auf der Hofstätte von Heike und Frank Asche „auf dem Holze“ (Brokenkamp). Danach rollten 13 fantasievoll gestaltete Motivwagen durch das Weserdorf.

Bereits einige Tage zuvor stand ein Hofgottesdienst auf dem Programm. Zudem wurde aus Hafer, Triticale und Weizen eine prächtige Erntekrone gebunden. Groß war der Publikumszuspruch an der Hoffeier. Das stimmungsvolle Programm eröffnete der Posaunenchor der Kirchengemeinde Heimsen-Ilvese.

Kulturgemeinschaftsvorsitzender Oliver Müller freute sich über das Interesse und sagte, dass in wochenlanger Abend tolle Erntewagen entstanden seien. Erntebauer Frank Asche ging auf die Entwicklung der Stätte zum Reiterhof ein. Bürgermeister Dieter Blume wies darauf hin, dass die Ernte der Landwirtschaft zu verdanken sei. Allerdings hänge der Ertrag auch von Sonne, Regen und Wind ab.

Dabei handele es sich um Witterungsbedingungen, die die Menschen nicht beeinflussen könnten. „Die Trockenheit in diesem Jahr hat die Ernte erneut spürbar gemindert. Deshalb sind wir dankbar für jede Fuhre Getreide und für jedes Kilo Obst. Die Arbeit in der Landwirtschaft ist auch heute mühevoll, trotz hoch spezialisierter Maschinen und Berechnungen am Computer. Verlangt werden fundierte Kenntnisse auf vielen Gebieten und der volle Einsatz an sieben Tagen in der Woche“, sagte Blume.

Die Gesellschaft bzw. die dörfliche Gemeinschaft lebe vom freiwilligen Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger. Zahlreiche Veranstaltungen und Einrichtungen wären ohne das ehrenamtliche Element nicht möglich. „Ein Stück Lebensqualität ginge damit verloren, was uns aber erst dann auffällt, wenn es zu spät ist. Deshalb darf es erst gar nicht so weit kommen“, führte er weiter aus.

Ortsbürgermeister Michael Krüger erinnerte an die Abhängigkeit der Menschen von der Natur, der mit Respekt und Demut begegnet werden sollte. Vielen Verbrauchern sei der Zusammenhang zwischen gesunden Lebensmitteln und naturabhängiger Landwirtschaft verloren gegangen. Häufig gehe es ihnen nur noch um den Preis.

„Dabei ist es wichtig, nicht nur grün zu denken, sondern auch so zu handeln. Unser Dorfgemeinschaftsfest übernimmt eine immer wichtigere soziale Aufgabe. Es bietet Gelegenheit, mit Freunden und Nachbarn zu reden und gemeinsam etwas zu unternehmen. Das Erntefest zeigt uns, war wir gemeinsam schaffen können, wenn wir ein Ziel haben und alle an einem Strang ziehen“, bekräftigte Krüger.

Beifall erhielt der Ilveser Kindergarten für die Darbietungen „Hier von Doge is Erntefest“, „Beim Erntefest auf der Wiese“ und „Familie Maus“. Die Volkstanzgruppe Ilvese zeigte „Zigeunerpolka“, „Amerikanische Promenade“, „Schön lustig“ und „Sternpolka“.

Zu den Klängen des Posaunenchores setzte sich der Festzug in Bewegung. An einigen Motivwagen waren Tafeln mit Sinnsprüchen angebracht worden: „Hat das Blümchen einen Knick, war das Bienchen wohl zu dick“. Ziel war das Festzelt. Zum Programmpunkten gehörten der Kindernachmittag, Dorfgemeinschaftsabend sowie Tanz unter der Erntekrone.

- © Foto: Westermann

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IlveseSchmuckstücke auf RädernBeim Ilveser Dorfgemeinschaftsfest stellen die Ehrenamtlichen ein buntes Programm auf die Beine.Es sei nicht nur wichtig, grün zu denken, sondern auch so zu handeln, sagte der Ortsbürgermeister.Ulrich WestermannPetershagen-Ilvese (Wes). Die Ilveser Kulturgemeinschaft hatte ein abwechslungsreiches Programm zum Dorfgemeinschaftfest zusammengestellt, das über vier Tage verteilt war. Zu den Höhepunkten der bunten Veranstaltungsfolge gehörte die Erntefeier auf der Hofstätte von Heike und Frank Asche „auf dem Holze“ (Brokenkamp). Danach rollten 13 fantasievoll gestaltete Motivwagen durch das Weserdorf. Bereits einige Tage zuvor stand ein Hofgottesdienst auf dem Programm. Zudem wurde aus Hafer, Triticale und Weizen eine prächtige Erntekrone gebunden. Groß war der Publikumszuspruch an der Hoffeier. Das stimmungsvolle Programm eröffnete der Posaunenchor der Kirchengemeinde Heimsen-Ilvese. Kulturgemeinschaftsvorsitzender Oliver Müller freute sich über das Interesse und sagte, dass in wochenlanger Abend tolle Erntewagen entstanden seien. Erntebauer Frank Asche ging auf die Entwicklung der Stätte zum Reiterhof ein. Bürgermeister Dieter Blume wies darauf hin, dass die Ernte der Landwirtschaft zu verdanken sei. Allerdings hänge der Ertrag auch von Sonne, Regen und Wind ab. Dabei handele es sich um Witterungsbedingungen, die die Menschen nicht beeinflussen könnten. „Die Trockenheit in diesem Jahr hat die Ernte erneut spürbar gemindert. Deshalb sind wir dankbar für jede Fuhre Getreide und für jedes Kilo Obst. Die Arbeit in der Landwirtschaft ist auch heute mühevoll, trotz hoch spezialisierter Maschinen und Berechnungen am Computer. Verlangt werden fundierte Kenntnisse auf vielen Gebieten und der volle Einsatz an sieben Tagen in der Woche“, sagte Blume. Die Gesellschaft bzw. die dörfliche Gemeinschaft lebe vom freiwilligen Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger. Zahlreiche Veranstaltungen und Einrichtungen wären ohne das ehrenamtliche Element nicht möglich. „Ein Stück Lebensqualität ginge damit verloren, was uns aber erst dann auffällt, wenn es zu spät ist. Deshalb darf es erst gar nicht so weit kommen“, führte er weiter aus. Ortsbürgermeister Michael Krüger erinnerte an die Abhängigkeit der Menschen von der Natur, der mit Respekt und Demut begegnet werden sollte. Vielen Verbrauchern sei der Zusammenhang zwischen gesunden Lebensmitteln und naturabhängiger Landwirtschaft verloren gegangen. Häufig gehe es ihnen nur noch um den Preis. „Dabei ist es wichtig, nicht nur grün zu denken, sondern auch so zu handeln. Unser Dorfgemeinschaftsfest übernimmt eine immer wichtigere soziale Aufgabe. Es bietet Gelegenheit, mit Freunden und Nachbarn zu reden und gemeinsam etwas zu unternehmen. Das Erntefest zeigt uns, war wir gemeinsam schaffen können, wenn wir ein Ziel haben und alle an einem Strang ziehen“, bekräftigte Krüger. Beifall erhielt der Ilveser Kindergarten für die Darbietungen „Hier von Doge is Erntefest“, „Beim Erntefest auf der Wiese“ und „Familie Maus“. Die Volkstanzgruppe Ilvese zeigte „Zigeunerpolka“, „Amerikanische Promenade“, „Schön lustig“ und „Sternpolka“. Zu den Klängen des Posaunenchores setzte sich der Festzug in Bewegung. An einigen Motivwagen waren Tafeln mit Sinnsprüchen angebracht worden: „Hat das Blümchen einen Knick, war das Bienchen wohl zu dick“. Ziel war das Festzelt. Zum Programmpunkten gehörten der Kindernachmittag, Dorfgemeinschaftsabend sowie Tanz unter der Erntekrone.