Petershagen

Altstadtfest Petershagen: „Besser als erwartet“

Ulrich Westermann

Durch die Blumen: Die Petershagen-Initiative mit ihrer ersten Vorsitzenden Karola Krause (Zweite von rechts) bot ideenreich gestaltete Arrangements an. Fotos: Ulrich Westermann
Durch die Blumen: Die Petershagen-Initiative mit ihrer ersten Vorsitzenden Karola Krause (Zweite von rechts) bot ideenreich gestaltete Arrangements an. Fotos: Ulrich Westermann

Petershagen (mt). So ändern sich die Zeiten: Während es beim Frühjahrsmarkt noch mächtig Ärger und Krisensitzungen um den Veranstaltungsort gab, flutschte das 35. Petershäger Altstadtfest ohne öffentliche Misstöne durch den Samstag. Nein, um dieses Fest habe es ohnehin nie Ärger gegeben, so Jörg Borcherding als Vorsitzender des Gewerbevereins. „Mit dem Verlauf sind wir sehr zufrieden.“ Problem diesmal seien eher die schlechten Wetterprognosen gewesen, weshalb es in den Reihen der Flohmarktbeschicker Lücken gab. „Einige hatten sich angemeldet, sind morgens aufgestanden, haben das schlechte Wetter gesehen und haben gar nicht erst aufgebaut“, so Borcherding. Als es darauf ankam, war das Wetter allerdings gut. „Besser als erwartet“, wie auch Ortsbürgermeister Wilhelm Lange (CDU) deutlich machte. Die Organisatoren schätzten am Ende des Tages „Tausende Besucher“, der Festverlauf sei „friedlich“ gewesen, so Borcheding.

Offenbar hatte es auch die immer wieder befürchteten Verunreinigungen nicht geben: Anwohner hatten vereinzelt Schilder aufgestellt, mit denen sie für die Sauberhaltung vor ihren Grundstücken warben.

Im Zentrum des Festes stand der Floh- und Trödelmarkt, Schnäppchenjäger ließen nicht lange auf sich warten. „Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt“, freute sich eine Besucherin, die Raritäten zum Mitnehmen entdeckt hatte.

Beim DRK gab es Erbsensuppe und Rauchenden und Speck.
Beim DRK gab es Erbsensuppe und Rauchenden und Speck.

Zur offiziellen Eröffnung hatten sich am Samstagvormittag 40 Ehrengäste auf dem Rathausplatz eingefunden. Jörg Borcherding dankte Mitwirkenden und Organisationsteam. Zudem würdigte er ausdrücklich das Miteinander von Handel und Handwerk: „Wir unterstützen uns gegenseitig.“ Das mache auch das Altstadtfest aus.

Am Ablauf an der „Fete in der Petershäger City“ hatten Mitglieder der örtlichen Vereine, Gruppen und Organisation, Privatpersonen, Gewerbetreibende und auswärtige Händler ihren Anteil. Die Kinder durften sich bei Karussellfahrten in Höhe der Vormbaumstraße vergnügen. Old- und Youngtimer präsentierten sich auf dem Parkplatz an der Schlossfreiheit. „Insgesamt waren es im Tagesverlauf um die 40 Fahrzeuge“, wusste der erste Vorsitzende des Motorsportclubs (MC) Eldagsen, Frank Heitmann.

Beim Petershäger Altstadtfest waren Tausende von Besuchern auf den Beinen.
Beim Petershäger Altstadtfest waren Tausende von Besuchern auf den Beinen.

Ein großes Spiel- und Aktionsangebot für die Kinder bot der CVJM Petershagen. Auf dem Gehweg an der Petrikirche lockten Schminkstand und Kunststoff-Entenangeln. Auf dem Kirchplatz waren unter anderem ein Klingeldraht und ein Bobbycar-Parcours aufgebaut worden. Der DRK-Ortsverein Petershagen/Lahde mit Ingrid Schäfer, Gero Seele und Team bot Erbsensuppe an, 40 vegetarische Portionen und 300 mit Rauchenden und Speck.

Groß war das Interesse am Stand der Petershagen-Initiative – mit rosa-lachsfarbener Esperanza-Edelrose, Fetthenne, Hagebutte oder Hortensie. Fans alter Schallplatten – etwa von Hermann Prey und Peter Alexander – waren bei Manfred Herrmann an der richtigen Adresse.

Zur Einstimmung auf das Volksfest hatte die HSG Petershagen/Lahde bereits am Freitagabend auf dem Parkplatz in Höhe der Stadtbücherei eine Party ausgerichtet. Mitglieder der Bürgerschützen-Gesellschaft hatten die Erlebnismeile zwischen Storchenkreisel und Huculvipassage mit Wimpelgirlanden geschmückt.

Wer das Altstadtfest verpasst hat, kann schon mal das nächste größere Event im Kalender ankreuzen. Der Herbstmarkt mit Autoschau und Flohmarkt wird am Sonntag, 6. Oktober stattfinden.

Beim Frühjahrsmarkt hatten sich Anwohner über eine Änderung des Veranstaltungsorts in die Innenstadt geärgert. Auch Schausteller hatten Kritik geübt, da hier der Platz für größere Karussells fehle. Der Ort werde wegen der Nähe zu den dann verkaufsoffenen Geschäften auch im Oktober in der Innenstadt bleiben, so Borcherding am Sonntag. Und mit den Schaustellern sei man übereingekommen, das sie auf größere Fahrgeschäfte verzichten.

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PetershagenAltstadtfest Petershagen: „Besser als erwartet“Ulrich WestermannPetershagen (mt). So ändern sich die Zeiten: Während es beim Frühjahrsmarkt noch mächtig Ärger und Krisensitzungen um den Veranstaltungsort gab, flutschte das 35. Petershäger Altstadtfest ohne öffentliche Misstöne durch den Samstag. Nein, um dieses Fest habe es ohnehin nie Ärger gegeben, so Jörg Borcherding als Vorsitzender des Gewerbevereins. „Mit dem Verlauf sind wir sehr zufrieden.“ Problem diesmal seien eher die schlechten Wetterprognosen gewesen, weshalb es in den Reihen der Flohmarktbeschicker Lücken gab. „Einige hatten sich angemeldet, sind morgens aufgestanden, haben das schlechte Wetter gesehen und haben gar nicht erst aufgebaut“, so Borcherding. Als es darauf ankam, war das Wetter allerdings gut. „Besser als erwartet“, wie auch Ortsbürgermeister Wilhelm Lange (CDU) deutlich machte. Die Organisatoren schätzten am Ende des Tages „Tausende Besucher“, der Festverlauf sei „friedlich“ gewesen, so Borcheding. Offenbar hatte es auch die immer wieder befürchteten Verunreinigungen nicht geben: Anwohner hatten vereinzelt Schilder aufgestellt, mit denen sie für die Sauberhaltung vor ihren Grundstücken warben. Im Zentrum des Festes stand der Floh- und Trödelmarkt, Schnäppchenjäger ließen nicht lange auf sich warten. „Das frühe Aufstehen hat sich gelohnt“, freute sich eine Besucherin, die Raritäten zum Mitnehmen entdeckt hatte. Zur offiziellen Eröffnung hatten sich am Samstagvormittag 40 Ehrengäste auf dem Rathausplatz eingefunden. Jörg Borcherding dankte Mitwirkenden und Organisationsteam. Zudem würdigte er ausdrücklich das Miteinander von Handel und Handwerk: „Wir unterstützen uns gegenseitig.“ Das mache auch das Altstadtfest aus. Am Ablauf an der „Fete in der Petershäger City“ hatten Mitglieder der örtlichen Vereine, Gruppen und Organisation, Privatpersonen, Gewerbetreibende und auswärtige Händler ihren Anteil. Die Kinder durften sich bei Karussellfahrten in Höhe der Vormbaumstraße vergnügen. Old- und Youngtimer präsentierten sich auf dem Parkplatz an der Schlossfreiheit. „Insgesamt waren es im Tagesverlauf um die 40 Fahrzeuge“, wusste der erste Vorsitzende des Motorsportclubs (MC) Eldagsen, Frank Heitmann. Ein großes Spiel- und Aktionsangebot für die Kinder bot der CVJM Petershagen. Auf dem Gehweg an der Petrikirche lockten Schminkstand und Kunststoff-Entenangeln. Auf dem Kirchplatz waren unter anderem ein Klingeldraht und ein Bobbycar-Parcours aufgebaut worden. Der DRK-Ortsverein Petershagen/Lahde mit Ingrid Schäfer, Gero Seele und Team bot Erbsensuppe an, 40 vegetarische Portionen und 300 mit Rauchenden und Speck. Groß war das Interesse am Stand der Petershagen-Initiative – mit rosa-lachsfarbener Esperanza-Edelrose, Fetthenne, Hagebutte oder Hortensie. Fans alter Schallplatten – etwa von Hermann Prey und Peter Alexander – waren bei Manfred Herrmann an der richtigen Adresse. Zur Einstimmung auf das Volksfest hatte die HSG Petershagen/Lahde bereits am Freitagabend auf dem Parkplatz in Höhe der Stadtbücherei eine Party ausgerichtet. Mitglieder der Bürgerschützen-Gesellschaft hatten die Erlebnismeile zwischen Storchenkreisel und Huculvipassage mit Wimpelgirlanden geschmückt. Wer das Altstadtfest verpasst hat, kann schon mal das nächste größere Event im Kalender ankreuzen. Der Herbstmarkt mit Autoschau und Flohmarkt wird am Sonntag, 6. Oktober stattfinden. Beim Frühjahrsmarkt hatten sich Anwohner über eine Änderung des Veranstaltungsorts in die Innenstadt geärgert. Auch Schausteller hatten Kritik geübt, da hier der Platz für größere Karussells fehle. Der Ort werde wegen der Nähe zu den dann verkaufsoffenen Geschäften auch im Oktober in der Innenstadt bleiben, so Borcherding am Sonntag. Und mit den Schaustellern sei man übereingekommen, das sie auf größere Fahrgeschäfte verzichten.