Petershagen

Stadtsportverband koordiniert Förderprogramm für moderne Sportstätten

Oliver Plöger

Möglichst unbürokratisch soll das Förderprogramm in Petershagen umgesetzt werden, sagt Bernd Schäkel. Gesetzt wird auch auf die Beteiligung aller Petershäger Vereine. MT- - © Foto: Oliver Plöger
Möglichst unbürokratisch soll das Förderprogramm in Petershagen umgesetzt werden, sagt Bernd Schäkel. Gesetzt wird auch auf die Beteiligung aller Petershäger Vereine. MT- (© Foto: Oliver Plöger)

Petershagen (mt). Ein Tanzboden, der fast schon wegbricht, ein Schützenhaus, das alles andere als barrierefrei daherkommt oder ein sportliches Domizil mit durchlässigem Dach – Verwendungsmöglichkeiten für das Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“ gibt es reichlich. Das sagt Bernd Schäkel als Vorsitzender des Stadtsportverbands Petershagen, schränkt aber im nächsten Atemzug ein: „Diesmal geht es nur um vereinseigene Sportanlagen, die nicht von den Schulen mitgenutzt werden.“ Insgesamt 345.000 Euro Fördersumme gibt es für Vereine in Petershagen. Wer ein Stück vom Kuchen will, sollte sich bis Ende des Monats mit konkreten Überlegungen an den Stadtsportverband wenden.

Schäkel freut sich über das Förderprogramm, das auch Impulse für das weitere ehrenamtliche Engagement setzen kann. „Die Mindestfördersumme liegt bei 10.000 Euro und die Höchstförderung im Regelfall bei 90 Prozent.“

Das Programm unterstütze nur Maßnahmen, die noch nicht begonnen wurden. Eigenleistungen und Spenden werden bei der Fördersumme angerechnet. Die Entscheidung über die Förderung treffe das Land, so Schäkel, die Empfehlung des Stadtsportverbandes habe Gewicht.

Das Förderprogramm will Bernd Schäkel in Petershagen keinesfalls zum „Neidthema“ machen, wie er sagt. Der Sportverband setze deshalb auf die breite Teilhabe aller Vereine in Petershagen, angeschrieben wurden auch die Angelvereine, die gar nicht zum Stadtsportverband gehören. Auch Rat und Politik sowie der Kreissportbund sollen eingebunden werden. „Wir werden dann eine Liste mit den Förderempfehlungen aufstellen und an die Staatskanzlei NRW zur Entscheidung weiterreichen“, so Schäkel am Donnerstag im MT-Gespräch.

Bei der Entscheidung, was wo gefördert wird, will der Stadtsportverband nicht hinter verschlossenen Türen agieren. Gegründet wird ein Vergabeausschuss, an dem sich die Vereine beteiligen sollen. „Möglichst viele, je mehr, desto besser“, wie Bernd Schäkel hofft. „Um unsere Förderliste abzustimmen, wollen wir den Vergabeausschuss auf einer Infoversammlung gründen, bei dem dann möglichst alle Sportarten der Stadt Petershagen vertreten sind“, sagt Schäkel. Engagierte Personen hätten so die Möglichkeit, direkt Einfluss auf die Fördermittel zu nehmen. Die Veranstaltung ist am Dienstag, 8. Oktober, ab 19.30 Uhr im Sitzungssaal der Stadt Lahde geplant.

Bei den möglichen Anträgen, für die bis zum 30. September Informationen beim Stadtsportverband eingehen sollen, wäre laut Schäkel eine „erste Einschätzung zum Umfang“ wichtig. Das heißt: genannt werden sollen unverbindlich die Maßnahme, die Kostenschätzung und der Projektzeitraum. Als Beispiel nennt Bernd Schäkel: „energetische Sanierung Vereinsheim, 20.000 Euro, erstes Halbjahr 2011.“

Für den Petershäger Sport-Dachverband ist es nach Bernd Schäkels Worten wichtig, dass die Verfahren möglichst unbürokratisch über die Bühne gehen. Bis 2022 sollen die Maßnahmen dann umgesetzt sein. Ziel seien die Modernisierung, Instandsetzung, Sanierung, Ausstattung und Entwicklung der Sportstätten.

Neben der Barrierefreiheit sollen auch die energetische Ertüchtigung (der Austausch alter Heizungsanlagen etwa), die digitale Modernisierung im Sportbereich und Maßnahmen zur Vermeidung von Unfällen, Verletzungen und Schäden im Sport eine Rolle spielen.

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PetershagenStadtsportverband koordiniert Förderprogramm für moderne SportstättenOliver PlögerPetershagen (mt). Ein Tanzboden, der fast schon wegbricht, ein Schützenhaus, das alles andere als barrierefrei daherkommt oder ein sportliches Domizil mit durchlässigem Dach – Verwendungsmöglichkeiten für das Förderprogramm „Moderne Sportstätten 2022“ gibt es reichlich. Das sagt Bernd Schäkel als Vorsitzender des Stadtsportverbands Petershagen, schränkt aber im nächsten Atemzug ein: „Diesmal geht es nur um vereinseigene Sportanlagen, die nicht von den Schulen mitgenutzt werden.“ Insgesamt 345.000 Euro Fördersumme gibt es für Vereine in Petershagen. Wer ein Stück vom Kuchen will, sollte sich bis Ende des Monats mit konkreten Überlegungen an den Stadtsportverband wenden. Schäkel freut sich über das Förderprogramm, das auch Impulse für das weitere ehrenamtliche Engagement setzen kann. „Die Mindestfördersumme liegt bei 10.000 Euro und die Höchstförderung im Regelfall bei 90 Prozent.“ Das Programm unterstütze nur Maßnahmen, die noch nicht begonnen wurden. Eigenleistungen und Spenden werden bei der Fördersumme angerechnet. Die Entscheidung über die Förderung treffe das Land, so Schäkel, die Empfehlung des Stadtsportverbandes habe Gewicht. Das Förderprogramm will Bernd Schäkel in Petershagen keinesfalls zum „Neidthema“ machen, wie er sagt. Der Sportverband setze deshalb auf die breite Teilhabe aller Vereine in Petershagen, angeschrieben wurden auch die Angelvereine, die gar nicht zum Stadtsportverband gehören. Auch Rat und Politik sowie der Kreissportbund sollen eingebunden werden. „Wir werden dann eine Liste mit den Förderempfehlungen aufstellen und an die Staatskanzlei NRW zur Entscheidung weiterreichen“, so Schäkel am Donnerstag im MT-Gespräch. Bei der Entscheidung, was wo gefördert wird, will der Stadtsportverband nicht hinter verschlossenen Türen agieren. Gegründet wird ein Vergabeausschuss, an dem sich die Vereine beteiligen sollen. „Möglichst viele, je mehr, desto besser“, wie Bernd Schäkel hofft. „Um unsere Förderliste abzustimmen, wollen wir den Vergabeausschuss auf einer Infoversammlung gründen, bei dem dann möglichst alle Sportarten der Stadt Petershagen vertreten sind“, sagt Schäkel. Engagierte Personen hätten so die Möglichkeit, direkt Einfluss auf die Fördermittel zu nehmen. Die Veranstaltung ist am Dienstag, 8. Oktober, ab 19.30 Uhr im Sitzungssaal der Stadt Lahde geplant. Bei den möglichen Anträgen, für die bis zum 30. September Informationen beim Stadtsportverband eingehen sollen, wäre laut Schäkel eine „erste Einschätzung zum Umfang“ wichtig. Das heißt: genannt werden sollen unverbindlich die Maßnahme, die Kostenschätzung und der Projektzeitraum. Als Beispiel nennt Bernd Schäkel: „energetische Sanierung Vereinsheim, 20.000 Euro, erstes Halbjahr 2011.“ Für den Petershäger Sport-Dachverband ist es nach Bernd Schäkels Worten wichtig, dass die Verfahren möglichst unbürokratisch über die Bühne gehen. Bis 2022 sollen die Maßnahmen dann umgesetzt sein. Ziel seien die Modernisierung, Instandsetzung, Sanierung, Ausstattung und Entwicklung der Sportstätten. Neben der Barrierefreiheit sollen auch die energetische Ertüchtigung (der Austausch alter Heizungsanlagen etwa), die digitale Modernisierung im Sportbereich und Maßnahmen zur Vermeidung von Unfällen, Verletzungen und Schäden im Sport eine Rolle spielen.