Heimsen

Deutscher Mühlentag 2020 startet in Heimsen

Ulrich Westermann

Petershagen-Heimsen (Wes). Schon heute dürfte klar sein, dass der 1. Juni 2020 (Pfingstmontag) in die Geschichte des Weserdorfes in der Nordregion der Stadt Petershagen eingehen wird. Dann findet an der Windmühle in Heimsen die Eröffnung des Deutschen Mühlentages statt. Dabei handelt es sich um eine bundesweite Veranstaltung, zu der Besucher aus Nah und Fern erwartet werden. „Wir freuen uns sehr, wissen aber auch, dass wir mit der Ausrichtung eine große Verantwortung übernehmen. Das Programm steht natürlich noch nicht fest, aber es liegen bereits zahlreiche Ideen vor, wie der Tag gestaltet werden kann“, betonte der Sprecher der Interessengemeinschaft Heimsen, Jochen Plenge.

Noch ist die Mühle in Heimsen eingerüstet. Mitarbeiter des Mühlenbauhofs haben Ausbesserungsarbeiten geleistet, auch Mitglieder der Interessengemeinschaft waren im Einsatz. - © Foto: Ulrich Westermann
Noch ist die Mühle in Heimsen eingerüstet. Mitarbeiter des Mühlenbauhofs haben Ausbesserungsarbeiten geleistet, auch Mitglieder der Interessengemeinschaft waren im Einsatz. (© Foto: Ulrich Westermann)

So sei beispielsweise geplant, die Wassermühle in Döhren und die Königsmühle in Seelenfeld in den Veranstaltungsablauf einzubeziehen. Die Verbindung könne im Pendelverkehr mit einem Bustransfer für die Besucher sichergestellt werden, führte er weiter aus. Eine wichtige Rolle bei der Vergabe der Eröffnungsveranstaltung spielte der 11. Mai 2019. An diesem Tag fand in einem Zelt an der Büschingschen Windmühle in Petershagen die Mitgliederversammlung des Mühlenvereins im Kreis Minden-Lübbecke statt. Im Verlauf der Zusammenkunft wies Geschäftsführer Friedrich Rohlfing darauf hin, dass der Deutsche Mühlentag im kommenden Jahr im Regionalverband Minden-Lübbecke eröffnet werde. Wichtig sei, dass sich das betreffende Industriedenkmal in einem guten Zustand befinde. Erwartet würden zahlreiche Besucher, so dass ausreichend Parkraum und weiterer Platz zur Verfügung stehen müssten, betonte Rohlfing.

Der Veranstaltungsort zu diesem Zeitpunkt stand noch nicht fest. Die Heimser Interessengemeinschaft nutzte die Gelegenheit, bewarb sich und hatte schließlich Erfolg. Da passt es genau ins Bild, dass im Verlauf der vergangenen Tage in einer Gemeinschaftsaktion Schadstellen an der Außenhaut ausgebessert wurden und die Windmühle einen frischen Farbanstrich erhalten hat. Mitarbeiter des in Frille ansässigen Mühlenbauhofes des Kreises Minden-Lübbecke haben das Baugerüst aufgestellt und Ausbesserungsmaßnahmen an der Jalousiesteuerung vorgenommen. Auch vier Mitglieder der Interessengemeinschaft waren im Einsatz. Zu den Aufgaben von Jochen Plenge, Gregor Kurka, Andreas Roloff und Kristian Plenge gehörte es, die Putzschäden mit Mörtel zu beseitigen. Zuständig für Grundierung und weißen Farbanstrich war eine Fachfirma. Die Gesamtkosten betragen 7000 Euro.

In den vergangenen Jahren haben in der Heimser Windmühle und im Außenbereich bereits zahlreiche Veranstaltungen stattgefunden. Mahlvorführungen, Mühlenbesichtigungen, Markt- und Informationstage lockten die Besucher. Die benachbarte Mühlenscheune bietet Platz für weit über 100 Personen. Dort standen vor „vollem Haus“ Musik- und Kabarettveranstaltungen auf dem Programm.

Die Windmühle ist als Wall-Holländer im Jahr 1873 erbaut und komplett verputzt worden. Davor gab es in Heimsen eine Bockwind-, Wasser- und Schiffmühle. Nach der Stilllegung im Jahr 1958 nagte der Zahn der Zeit so stark am Wall-Holländer, dass eine Ruine entstand. Nach den ersten Renovierungsarbeiten 1985 trat erneut Ruhe ein. Der Stillstand wurde zur 900-Jahr-Feier 1996 der benachbarten Weserdörfer Heimsen und Ilvese mit der Installation des neuen Mühlenkopfs und der Flügel beendet. Die 1998 gegründete Interessengemeinschaft hat sich zum Ziel gesetzt, in Zusammenarbeit mit dem Mühlenverein des Kreises Minden-Lübbecke das Bauwerk zu erhalten und mit Leben zu erfüllen. Ein weiterer Blickfang ist das Storchen-Pfahlnest, das 1996 in unmittelbarer Nähe aufgestellt wurde.

Am kommenden Sonntag, 25. August, ist die Windmühle Heimsen von 13 bis 17 Uhr eine Station des Kreismühlentages. Dazu kommen der Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 8. September (11 bis 17 Uhr), und ein Kartoffelmarkt am Samstag, 28. September (11 bis 18 Uhr). Eine interne Versammlung ist am Donnerstag, 5. September, ab 18 Uhr in der Mühlenscheune geplant. Dann geht es um die Eröffnung des Deutschen Mühlentages am Pfingstmontag 2020.

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HeimsenDeutscher Mühlentag 2020 startet in HeimsenUlrich WestermannPetershagen-Heimsen (Wes). Schon heute dürfte klar sein, dass der 1. Juni 2020 (Pfingstmontag) in die Geschichte des Weserdorfes in der Nordregion der Stadt Petershagen eingehen wird. Dann findet an der Windmühle in Heimsen die Eröffnung des Deutschen Mühlentages statt. Dabei handelt es sich um eine bundesweite Veranstaltung, zu der Besucher aus Nah und Fern erwartet werden. „Wir freuen uns sehr, wissen aber auch, dass wir mit der Ausrichtung eine große Verantwortung übernehmen. Das Programm steht natürlich noch nicht fest, aber es liegen bereits zahlreiche Ideen vor, wie der Tag gestaltet werden kann“, betonte der Sprecher der Interessengemeinschaft Heimsen, Jochen Plenge. So sei beispielsweise geplant, die Wassermühle in Döhren und die Königsmühle in Seelenfeld in den Veranstaltungsablauf einzubeziehen. Die Verbindung könne im Pendelverkehr mit einem Bustransfer für die Besucher sichergestellt werden, führte er weiter aus. Eine wichtige Rolle bei der Vergabe der Eröffnungsveranstaltung spielte der 11. Mai 2019. An diesem Tag fand in einem Zelt an der Büschingschen Windmühle in Petershagen die Mitgliederversammlung des Mühlenvereins im Kreis Minden-Lübbecke statt. Im Verlauf der Zusammenkunft wies Geschäftsführer Friedrich Rohlfing darauf hin, dass der Deutsche Mühlentag im kommenden Jahr im Regionalverband Minden-Lübbecke eröffnet werde. Wichtig sei, dass sich das betreffende Industriedenkmal in einem guten Zustand befinde. Erwartet würden zahlreiche Besucher, so dass ausreichend Parkraum und weiterer Platz zur Verfügung stehen müssten, betonte Rohlfing. Der Veranstaltungsort zu diesem Zeitpunkt stand noch nicht fest. Die Heimser Interessengemeinschaft nutzte die Gelegenheit, bewarb sich und hatte schließlich Erfolg. Da passt es genau ins Bild, dass im Verlauf der vergangenen Tage in einer Gemeinschaftsaktion Schadstellen an der Außenhaut ausgebessert wurden und die Windmühle einen frischen Farbanstrich erhalten hat. Mitarbeiter des in Frille ansässigen Mühlenbauhofes des Kreises Minden-Lübbecke haben das Baugerüst aufgestellt und Ausbesserungsmaßnahmen an der Jalousiesteuerung vorgenommen. Auch vier Mitglieder der Interessengemeinschaft waren im Einsatz. Zu den Aufgaben von Jochen Plenge, Gregor Kurka, Andreas Roloff und Kristian Plenge gehörte es, die Putzschäden mit Mörtel zu beseitigen. Zuständig für Grundierung und weißen Farbanstrich war eine Fachfirma. Die Gesamtkosten betragen 7000 Euro. In den vergangenen Jahren haben in der Heimser Windmühle und im Außenbereich bereits zahlreiche Veranstaltungen stattgefunden. Mahlvorführungen, Mühlenbesichtigungen, Markt- und Informationstage lockten die Besucher. Die benachbarte Mühlenscheune bietet Platz für weit über 100 Personen. Dort standen vor „vollem Haus“ Musik- und Kabarettveranstaltungen auf dem Programm. Die Windmühle ist als Wall-Holländer im Jahr 1873 erbaut und komplett verputzt worden. Davor gab es in Heimsen eine Bockwind-, Wasser- und Schiffmühle. Nach der Stilllegung im Jahr 1958 nagte der Zahn der Zeit so stark am Wall-Holländer, dass eine Ruine entstand. Nach den ersten Renovierungsarbeiten 1985 trat erneut Ruhe ein. Der Stillstand wurde zur 900-Jahr-Feier 1996 der benachbarten Weserdörfer Heimsen und Ilvese mit der Installation des neuen Mühlenkopfs und der Flügel beendet. Die 1998 gegründete Interessengemeinschaft hat sich zum Ziel gesetzt, in Zusammenarbeit mit dem Mühlenverein des Kreises Minden-Lübbecke das Bauwerk zu erhalten und mit Leben zu erfüllen. Ein weiterer Blickfang ist das Storchen-Pfahlnest, das 1996 in unmittelbarer Nähe aufgestellt wurde. Am kommenden Sonntag, 25. August, ist die Windmühle Heimsen von 13 bis 17 Uhr eine Station des Kreismühlentages. Dazu kommen der Tag des offenen Denkmals am Sonntag, 8. September (11 bis 17 Uhr), und ein Kartoffelmarkt am Samstag, 28. September (11 bis 18 Uhr). Eine interne Versammlung ist am Donnerstag, 5. September, ab 18 Uhr in der Mühlenscheune geplant. Dann geht es um die Eröffnung des Deutschen Mühlentages am Pfingstmontag 2020.