Petershagen/Minden/Hannover

Prozess beginnt: Fünf Monate nach dem Fund der großen Cannabis-Plantagen in Ilvese steht 50-jähriger Mann vor Gericht

veröffentlicht

Bei einer Großrazzia im März waren die Ermittler auf einem Bauernhof in Ilvese auf die professionelle Indoor-Hanfplantage gestoßen. In der kommenden Woche kommt es zu einem ersten Prozess gegen einen 50-jährigen Mann aus Espelkamp. MT-Archivfoto: Alex Lehn - © Alex Lehn
Bei einer Großrazzia im März waren die Ermittler auf einem Bauernhof in Ilvese auf die professionelle Indoor-Hanfplantage gestoßen. In der kommenden Woche kommt es zu einem ersten Prozess gegen einen 50-jährigen Mann aus Espelkamp. MT-Archivfoto: Alex Lehn (© Alex Lehn)

Petershagen/Minden/Hannover (mt). Fünf Monate nach dem Fund großer Cannabis-Plantagen im Mühlenkreis kommt es zu einem ersten Prozess. Von kommender Woche Donnerstag an muss sich ein Mann aus Espelkamp vor dem Landgericht Bielefeld verantworten. Der 50-Jährige soll auf einem Bauernhof in Petershagen-Ilvese eine Plantage betrieben haben. Dort waren Mitte März mehr als 900 Hanfpflanzen und 32 Kilo abgeerntetes Marihuana gefunden worden.

Die Staatsanwaltschaft Bielefeld wirft dem Angeklagten Stefanos W. (50) aus Espelkamp folgendes vor: Er soll auf dem landwirtschaftlichen Anwesen in Petershagen in einer professionellen Indoor-Plantage Marihuana in großen Mengen angebaut haben. Von dem Weiterverkauf soll er profitiert haben.

Polizei-Einsatz gegen illegalen Cannabis-Anbau

Insgesamt war die Liste der verbotenen Substanzen und auch Munition, die die Polizei im März in den Kreisen Minden-Lübbecke, Schaumburg und im Raum Hannover sichergestellt hat, lang. Insgesamt 300 Einsatzkräfte aus Niedersachsen und NRW waren an der groß angelegten Razzia mit 16 Durchsuchungen beteiligt. Die mutmaßlichen Täter operierten offenbar vor allem aus dem Mühlenkreis und dem Raum Hannover heraus.

Insgesamt wurden acht Tatverdächtige im Alter von 22 bis 49 Jahren festgenommen. Die Beschuldigten sollen insgesamt vier Marihuana-Plantagen betrieben und überregional Betäubungsmittel in nicht geringen Mengen verkauft haben. Gegen sie wurde Haftbefehl beantragt. Außerdem werde gegen drei weitere Männer wegen Mittäter- oder Mitwisserschaft ermittelt. Hier gebe es keinen Anlass zur Festnahme, so die Ermittler. Vier der Männer stammen demnach aus Syrien, einer aus Russland, einer aus Afghanistan. Bei den fünf weiteren handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um Deutsche.

Einer der Tatverdächtigen, ein 33-jähriger Mann aus Syrien, hatte seinen Wohnsitz an der Königsstraße in Minden. Auch dort durchsuchten die Einsatzkräfte ein Haus.

Die Kripo war laut Auskunft der Staatsanwaltschaft Hannover in den Orten Hannover, Lehrte, Laatzen, Bückeburg, Meerbeck, Bad Oeynhausen, dreimal Lübbecke, Petershagen, Minden, Rahden, Preußisch Oldendorf und Espelkamp aktiv. Bei neun Razzien waren Spezialeinsatzkräfte vor Ort.

Copyright © Mindener Tageblatt 2019
Texte und Fotos von MT.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Kommentare

Das Kommentieren ist nur mit einem Abo oder Tagespass möglich.

Petershagen/Minden/HannoverProzess beginnt: Fünf Monate nach dem Fund der großen Cannabis-Plantagen in Ilvese steht 50-jähriger Mann vor GerichtPetershagen/Minden/Hannover (mt). Fünf Monate nach dem Fund großer Cannabis-Plantagen im Mühlenkreis kommt es zu einem ersten Prozess. Von kommender Woche Donnerstag an muss sich ein Mann aus Espelkamp vor dem Landgericht Bielefeld verantworten. Der 50-Jährige soll auf einem Bauernhof in Petershagen-Ilvese eine Plantage betrieben haben. Dort waren Mitte März mehr als 900 Hanfpflanzen und 32 Kilo abgeerntetes Marihuana gefunden worden. Die Staatsanwaltschaft Bielefeld wirft dem Angeklagten Stefanos W. (50) aus Espelkamp folgendes vor: Er soll auf dem landwirtschaftlichen Anwesen in Petershagen in einer professionellen Indoor-Plantage Marihuana in großen Mengen angebaut haben. Von dem Weiterverkauf soll er profitiert haben. Insgesamt war die Liste der verbotenen Substanzen und auch Munition, die die Polizei im März in den Kreisen Minden-Lübbecke, Schaumburg und im Raum Hannover sichergestellt hat, lang. Insgesamt 300 Einsatzkräfte aus Niedersachsen und NRW waren an der groß angelegten Razzia mit 16 Durchsuchungen beteiligt. Die mutmaßlichen Täter operierten offenbar vor allem aus dem Mühlenkreis und dem Raum Hannover heraus. Insgesamt wurden acht Tatverdächtige im Alter von 22 bis 49 Jahren festgenommen. Die Beschuldigten sollen insgesamt vier Marihuana-Plantagen betrieben und überregional Betäubungsmittel in nicht geringen Mengen verkauft haben. Gegen sie wurde Haftbefehl beantragt. Außerdem werde gegen drei weitere Männer wegen Mittäter- oder Mitwisserschaft ermittelt. Hier gebe es keinen Anlass zur Festnahme, so die Ermittler. Vier der Männer stammen demnach aus Syrien, einer aus Russland, einer aus Afghanistan. Bei den fünf weiteren handelt es sich laut Staatsanwaltschaft um Deutsche. Einer der Tatverdächtigen, ein 33-jähriger Mann aus Syrien, hatte seinen Wohnsitz an der Königsstraße in Minden. Auch dort durchsuchten die Einsatzkräfte ein Haus. Die Kripo war laut Auskunft der Staatsanwaltschaft Hannover in den Orten Hannover, Lehrte, Laatzen, Bückeburg, Meerbeck, Bad Oeynhausen, dreimal Lübbecke, Petershagen, Minden, Rahden, Preußisch Oldendorf und Espelkamp aktiv. Bei neun Razzien waren Spezialeinsatzkräfte vor Ort.