Seelenfeld

Bauerngolf - ein neuer Sport in Seelenfeld

Ulrich Westermann

Gaudi pur in Seelenfeld: Der American Football erwies sich als widerborstig. - © Foto: Ulrich Westermann
Gaudi pur in Seelenfeld: Der American Football erwies sich als widerborstig. (© Foto: Ulrich Westermann)

Petershagen-Seelenfeld (Wes). Die Premiere war ein Erfolg: Nachdem der Schützenverein Heidegruß Seelenfeld in den vergangenen Jahren bereits Elfmeterschießen, Rasenmäherrennen, Bullriding, Live-Kickerturnier, Tauziehen und Fußballgolf ausgerichtet hatte, stand nun zum ersten Mal ein Wettbewerb im „Bauerngolf“ auf dem Programm. Um den Sieg und die weiteren Spitzenränge bewarben sich 32 Mannschaften. Insgesamt bemühten sich 115 „Bauerngolferinnen und -golfer“, den Parcours auf einer Wiese in der Nähe des Schützenhauses und im Festzelt zu bewältigen.

Aufgaben gab es an acht Stationen. Dort mussten der Ball oder weitere Spielgeräte (American Football, Klettball, kleiner Sandsack) nach Möglichkeit ohne Umwege im Ziel untergebracht werden. „Unser Wettbewerb in dieser Form ist einmalig in der Stadt Petershagen und darüber hinaus. Auch bei der Beteiligung blieben keine Wünsche offen“, freute sich Schützenvereinsvorsitzender Michael Krone. Platz eins mit 98 Punkten belegte ein Team aus Neuenknick, das sich „Deutz Fahr 6215 TTV“ nannte.

Erfolgreich waren Timm-Fedder Schrage, Tobias Reinking, Fabian Halfeld und Christoph Meyer. Der zweite Platz wurde zweimal vergeben. Jeweils 115 Punkte erreichten die Mühlengruppe aus Seelenfeld (Friedrich Dralle, Michael Kammeier, Friedhelm Nordmeier, Torsten Stöhr) und ein Nachwuchsquartett (Rouven Stahlhut, Joss Kammeier, Nils Buschke, Finn Saßmannshausen). Von jeder Mannschaft kamen drei Akteure in die Wertung.

Das beste Einzelergebnis mit 30 Versuchen gelang Fabian Halfeld („Deutz Fahr 6215 TTV“) mit 30 Versuchen. Rang zwei mit jeweils 32 Punkten ging an Michael Kammeier (Mühlengruppe) und Lukas Volkening („Die behaarten Alpakas“).

Die Seelenfelder Meisterschaft begann am frühen Abend und endete erst kurz vor Einbruch der Dunkelheit. Viereinhalb Stunden dauerte es, bis auch die letzte Aufgabe erfüllt war.

Das Teilnehmerfeld bildeten unter anderem Akteure aus Seelenfeld, Döhren, Neuenknick, Wasserstraße und Loccum. Die Organisatoren hatten Hindernisse aus Autoreifen, Pylonen und Holzelementen aufgebaut. Auch Kurven und Ecken mussten passiert werden. Die gute Vorlage spielte bei einem Zickzack-Kurs eine wichtige Rolle.

Bei den verschiedenen Aufgaben empfahl es sich, auch dann die Ruhe zu bewahren, wenn der Ball zur Seite hüpfte, zu schnell rollte oder auf kleinen Irrwegen unterwegs war. Der Schwierigkeit des Hindernisses entsprechend wurde eine Maximalpunktzahl vorgegeben. Spielerinnen und Spieler, die damit nicht auskamen, erhielten „Strafzähler“.

Mehreren Teilnehmern gelang es, eine Station mit zwei Versuchen zu bewältigen. Diese Leistung war bereits an der ersten Bahn möglich. Dabei mussten die Akteure allerdings mit der Eiform eines American Footballs und dem damit verbundenen kaum vorhersehbaren Laufweg fertig werden. Verlangt wurde, mit dem Spielgerät einen Reifenstapel zu passieren und dann mit dem Fuß in einem Erdloch zu versenken.

Sogar für einige aktive oder altgediente Fußballer war es an einigen Hindernissen nicht leicht, das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Die Teilnehmer konnten die Reihenfolge ihrer Bahnen in Eigenregie bestimmen.

Zu den Aufgaben gehörte es, einen Ball mit dem Fuß in einen Mauerkübel zu lupfen. An einer weiteren Spielstation wurde ein „verlängerter Gummistiefel“ als Schläger genutzt. Dabei ging es darum, den Ball durch Hütchentore zu spielen und dann einzulochen. Zudem wurde verlangt, kleine Sandsäcke von einer Abwurfmarke in eine Schubkarre zu werfen. Im Zelt stand eine große Dartscheibe der Marke Eigenbau im Mittelpunkt. Punkte konnten allerdings nicht mit Wurfpfeilen, sondern mit Klettbällen erzielt werden.

Nur wenige Meter davon entfernt war eine Leitergolfbahn aufgebaut worden. Dort mussten an beiden Bänderseiten befestigte Kugeln so genau geworfen werden, dass sie sich um die Querstangen wickelten. Jeder Spieler startete mit zehn Punkten und hatte drei Würfe. Bei einem Treffer an der oberen Sprosse wurden drei Punkte abgezogen. Beim mittleren Ziel ging es um zwei, bei der unteren Querstange um einen Zähler.

Die Siegerehrung beim ersten Bauerngolf-Turnier nahmen Schützenvereinsvorsitzender Michael Krone und Geschäftsführer Mario Ronnenberg vor.

Hinter dem Team „Deutz Fahr 6215 TTV“ (98 Punkte), der Mühlengruppe und den Jugendlichen (jeweils 115) platzierten sich folgende Mannschaften: „Die behaarten Alpakas“ und St.-Pauli-Fanclub (jeweils 116), Seelenfelder Buben (118), Die Bierkapitäne vom Gemüsekutter, die Nachzügler und SC Feuerwehr Kabuff (alle 124), Cherusker II (129), Tischfußballclub (TFC) I und Erdinger Gruppe (beide 130), Die bunten Bleistifte und `n Edding (132), Hartenlener Herzbuben (134), TFC II (135), Die vier Übrigen (137), Die Rookies (138) und Eintracht Prügel (jeweils 138), Jäger und Treiber (140), Jagdgenossenschaft und SV Einigkeit (jeweils 141), Team Döhren-Stadt (142), Swansea (143), Brotgang (144), Skatclub und Vier gewinnt (beide 155), Seelenfelder Frauen (158), Becherbande (160), Cherusker I (161), Die smarten Alpakas (172) und Der eine Junge mit den drei Mädels (174).

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SeelenfeldBauerngolf - ein neuer Sport in SeelenfeldUlrich WestermannPetershagen-Seelenfeld (Wes). Die Premiere war ein Erfolg: Nachdem der Schützenverein Heidegruß Seelenfeld in den vergangenen Jahren bereits Elfmeterschießen, Rasenmäherrennen, Bullriding, Live-Kickerturnier, Tauziehen und Fußballgolf ausgerichtet hatte, stand nun zum ersten Mal ein Wettbewerb im „Bauerngolf“ auf dem Programm. Um den Sieg und die weiteren Spitzenränge bewarben sich 32 Mannschaften. Insgesamt bemühten sich 115 „Bauerngolferinnen und -golfer“, den Parcours auf einer Wiese in der Nähe des Schützenhauses und im Festzelt zu bewältigen. Aufgaben gab es an acht Stationen. Dort mussten der Ball oder weitere Spielgeräte (American Football, Klettball, kleiner Sandsack) nach Möglichkeit ohne Umwege im Ziel untergebracht werden. „Unser Wettbewerb in dieser Form ist einmalig in der Stadt Petershagen und darüber hinaus. Auch bei der Beteiligung blieben keine Wünsche offen“, freute sich Schützenvereinsvorsitzender Michael Krone. Platz eins mit 98 Punkten belegte ein Team aus Neuenknick, das sich „Deutz Fahr 6215 TTV“ nannte. Erfolgreich waren Timm-Fedder Schrage, Tobias Reinking, Fabian Halfeld und Christoph Meyer. Der zweite Platz wurde zweimal vergeben. Jeweils 115 Punkte erreichten die Mühlengruppe aus Seelenfeld (Friedrich Dralle, Michael Kammeier, Friedhelm Nordmeier, Torsten Stöhr) und ein Nachwuchsquartett (Rouven Stahlhut, Joss Kammeier, Nils Buschke, Finn Saßmannshausen). Von jeder Mannschaft kamen drei Akteure in die Wertung. Das beste Einzelergebnis mit 30 Versuchen gelang Fabian Halfeld („Deutz Fahr 6215 TTV“) mit 30 Versuchen. Rang zwei mit jeweils 32 Punkten ging an Michael Kammeier (Mühlengruppe) und Lukas Volkening („Die behaarten Alpakas“). Die Seelenfelder Meisterschaft begann am frühen Abend und endete erst kurz vor Einbruch der Dunkelheit. Viereinhalb Stunden dauerte es, bis auch die letzte Aufgabe erfüllt war. Das Teilnehmerfeld bildeten unter anderem Akteure aus Seelenfeld, Döhren, Neuenknick, Wasserstraße und Loccum. Die Organisatoren hatten Hindernisse aus Autoreifen, Pylonen und Holzelementen aufgebaut. Auch Kurven und Ecken mussten passiert werden. Die gute Vorlage spielte bei einem Zickzack-Kurs eine wichtige Rolle. Bei den verschiedenen Aufgaben empfahl es sich, auch dann die Ruhe zu bewahren, wenn der Ball zur Seite hüpfte, zu schnell rollte oder auf kleinen Irrwegen unterwegs war. Der Schwierigkeit des Hindernisses entsprechend wurde eine Maximalpunktzahl vorgegeben. Spielerinnen und Spieler, die damit nicht auskamen, erhielten „Strafzähler“. Mehreren Teilnehmern gelang es, eine Station mit zwei Versuchen zu bewältigen. Diese Leistung war bereits an der ersten Bahn möglich. Dabei mussten die Akteure allerdings mit der Eiform eines American Footballs und dem damit verbundenen kaum vorhersehbaren Laufweg fertig werden. Verlangt wurde, mit dem Spielgerät einen Reifenstapel zu passieren und dann mit dem Fuß in einem Erdloch zu versenken. Sogar für einige aktive oder altgediente Fußballer war es an einigen Hindernissen nicht leicht, das gewünschte Ergebnis zu erzielen. Die Teilnehmer konnten die Reihenfolge ihrer Bahnen in Eigenregie bestimmen. Zu den Aufgaben gehörte es, einen Ball mit dem Fuß in einen Mauerkübel zu lupfen. An einer weiteren Spielstation wurde ein „verlängerter Gummistiefel“ als Schläger genutzt. Dabei ging es darum, den Ball durch Hütchentore zu spielen und dann einzulochen. Zudem wurde verlangt, kleine Sandsäcke von einer Abwurfmarke in eine Schubkarre zu werfen. Im Zelt stand eine große Dartscheibe der Marke Eigenbau im Mittelpunkt. Punkte konnten allerdings nicht mit Wurfpfeilen, sondern mit Klettbällen erzielt werden. Nur wenige Meter davon entfernt war eine Leitergolfbahn aufgebaut worden. Dort mussten an beiden Bänderseiten befestigte Kugeln so genau geworfen werden, dass sie sich um die Querstangen wickelten. Jeder Spieler startete mit zehn Punkten und hatte drei Würfe. Bei einem Treffer an der oberen Sprosse wurden drei Punkte abgezogen. Beim mittleren Ziel ging es um zwei, bei der unteren Querstange um einen Zähler. Die Siegerehrung beim ersten Bauerngolf-Turnier nahmen Schützenvereinsvorsitzender Michael Krone und Geschäftsführer Mario Ronnenberg vor. Hinter dem Team „Deutz Fahr 6215 TTV“ (98 Punkte), der Mühlengruppe und den Jugendlichen (jeweils 115) platzierten sich folgende Mannschaften: „Die behaarten Alpakas“ und St.-Pauli-Fanclub (jeweils 116), Seelenfelder Buben (118), Die Bierkapitäne vom Gemüsekutter, die Nachzügler und SC Feuerwehr Kabuff (alle 124), Cherusker II (129), Tischfußballclub (TFC) I und Erdinger Gruppe (beide 130), Die bunten Bleistifte und `n Edding (132), Hartenlener Herzbuben (134), TFC II (135), Die vier Übrigen (137), Die Rookies (138) und Eintracht Prügel (jeweils 138), Jäger und Treiber (140), Jagdgenossenschaft und SV Einigkeit (jeweils 141), Team Döhren-Stadt (142), Swansea (143), Brotgang (144), Skatclub und Vier gewinnt (beide 155), Seelenfelder Frauen (158), Becherbande (160), Cherusker I (161), Die smarten Alpakas (172) und Der eine Junge mit den drei Mädels (174).