Buchholz

Schweinchen gehabt: Buchholzer gewinnen Bouleturnier

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Die Mannschaft aus Buchholz hat das Turnier gewonnen. Die Siegerehrung nahm Pokalstifter Alfred Breustedt (1. Reihe Mitte) aus Großenheerse vor. Foto: Ulrich Westermann - © westermnan
Die Mannschaft aus Buchholz hat das Turnier gewonnen. Die Siegerehrung nahm Pokalstifter Alfred Breustedt (1. Reihe Mitte) aus Großenheerse vor. Foto: Ulrich Westermann (© westermnan)

Petershagen-Buchholz (Wes). Die Gastgeber nutzten den Heimvorteil: Beim Drei-Dörfer-Bouleturnier siegte Buchholz vor Großenheerse und Hävern. Begleitet wurde die über siebeneinhalbstündige Kugelmeisterschaft von einem Wettermix aus Sonnenschein, Windstille, Sturm und Regen.

Los ging es am Samstagmittag um zwölf Uhr. Die letzte Kugel rollte gegen 19.40 Uhr über die Bahn, die vor zwei Jahren von der Buchholzer Boulegemeinschaft auf der Grünfläche in der Nähe des Feuerwehrgerätehauses angelegt worden ist. Am Nachmittag zogen Sturmböen durch das Weserdorf. Zehn Minuten lang wurden alle Hände der Spielerinnen und Spieler benötigt, um Pavillon und kleines Zelt zu sichern. „Hätten wir Gestänge und Planen nicht festgehalten, wäre der gesamte Aufbau wohl im Getreidefeld gelandet“, berichtete Bernhard Nachsel (Buchholz). Letztlich ging alles gut.

Am Start waren zwölf Mannschaften mit 36 Akteuren. Alle bemühten sich, die eigene Kugel so dicht wie möglich an eine kleine vorgelegte Holzkugel, Schweinchen genannt, zu werfen. Zur Taktik gehörte es auch, gut abgelegte Kugeln des anderem Teams zu treffen und so weit wie möglich vom Zielobjekt zu entfernen. Dabei waren verschiedene Techniken zu beobachten. Einige Boulesportler entschieden sich für eine flache Wurfvariante, andere bevorzugten einen hohen Bogen. Häufig war der Abstand so knapp, dass die Schiedsrichter Markus Klare und Rolf Eggesieker aus Ovenstädt zur Ergebnisermittlung einen Zollstock einsetzen mussten. Für die Auswertung waren Ralph und Gaby Engel aus Wasserstraße zuständig.

Der Turnierverlauf richtete sich nach einem ausgeklügelten System, das Uwe Schäkel (Hävern) entwickelt hatte. Zunächst wurden für jede Ortschaft die besten Spielerinnen und Spieler ermittelt, die dann in der folgenden Spielrunde sechs Mannschaften bildeten. Beteiligt waren Thomas Schmidt, Fabian Methner, Jörg Schoppmann, Friedhelm Methner, Jürgen Wiegmann, Willi Staib (Buchholz), Rolf Settke, Annette Settke, Nadine Pohlmeier, Oliver Pohlmeier, Alfred Breustedt, Gerd Stellhorn (Großenheerse), Martina Sundermeier, Thorsten Palten, Bernd Gieseking, Frank Glittenberg, Henry Werner und Uwe Schäkel (Hävern).

Im Finale mit drei Teams wurde unter dem Motto „Jeder gegen jeden“ der Gesamtsieger des Dorfpokal-Wettbewerbes ermittelt. Buchholz siegte 13:4 gegen Großenheerse und 13:10 gegen Hävern. Allein diese hart umkämpfte Begegnung nahm im Regen eine Stunde in Anspruch. Zudem setzte sich Großenheerse mit 13:11 gegen Hävern durch.

In der Einzelwertung war Thomas Schmidt (Buchholz, 44 Punkte) vor Uwe Schäkel (Hävern, 43) und Fabian Methner (Buchholz, 40) erfolgreich. Die Siegerehrung nahm Alfred Breustedt (Großenheherse) vor, der den Dorfpokal für das siegreiche Bouleteam gestiftet hatte.

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BuchholzSchweinchen gehabt: Buchholzer gewinnen BouleturnierPetershagen-Buchholz (Wes). Die Gastgeber nutzten den Heimvorteil: Beim Drei-Dörfer-Bouleturnier siegte Buchholz vor Großenheerse und Hävern. Begleitet wurde die über siebeneinhalbstündige Kugelmeisterschaft von einem Wettermix aus Sonnenschein, Windstille, Sturm und Regen. Los ging es am Samstagmittag um zwölf Uhr. Die letzte Kugel rollte gegen 19.40 Uhr über die Bahn, die vor zwei Jahren von der Buchholzer Boulegemeinschaft auf der Grünfläche in der Nähe des Feuerwehrgerätehauses angelegt worden ist. Am Nachmittag zogen Sturmböen durch das Weserdorf. Zehn Minuten lang wurden alle Hände der Spielerinnen und Spieler benötigt, um Pavillon und kleines Zelt zu sichern. „Hätten wir Gestänge und Planen nicht festgehalten, wäre der gesamte Aufbau wohl im Getreidefeld gelandet“, berichtete Bernhard Nachsel (Buchholz). Letztlich ging alles gut. Am Start waren zwölf Mannschaften mit 36 Akteuren. Alle bemühten sich, die eigene Kugel so dicht wie möglich an eine kleine vorgelegte Holzkugel, Schweinchen genannt, zu werfen. Zur Taktik gehörte es auch, gut abgelegte Kugeln des anderem Teams zu treffen und so weit wie möglich vom Zielobjekt zu entfernen. Dabei waren verschiedene Techniken zu beobachten. Einige Boulesportler entschieden sich für eine flache Wurfvariante, andere bevorzugten einen hohen Bogen. Häufig war der Abstand so knapp, dass die Schiedsrichter Markus Klare und Rolf Eggesieker aus Ovenstädt zur Ergebnisermittlung einen Zollstock einsetzen mussten. Für die Auswertung waren Ralph und Gaby Engel aus Wasserstraße zuständig. Der Turnierverlauf richtete sich nach einem ausgeklügelten System, das Uwe Schäkel (Hävern) entwickelt hatte. Zunächst wurden für jede Ortschaft die besten Spielerinnen und Spieler ermittelt, die dann in der folgenden Spielrunde sechs Mannschaften bildeten. Beteiligt waren Thomas Schmidt, Fabian Methner, Jörg Schoppmann, Friedhelm Methner, Jürgen Wiegmann, Willi Staib (Buchholz), Rolf Settke, Annette Settke, Nadine Pohlmeier, Oliver Pohlmeier, Alfred Breustedt, Gerd Stellhorn (Großenheerse), Martina Sundermeier, Thorsten Palten, Bernd Gieseking, Frank Glittenberg, Henry Werner und Uwe Schäkel (Hävern). Im Finale mit drei Teams wurde unter dem Motto „Jeder gegen jeden“ der Gesamtsieger des Dorfpokal-Wettbewerbes ermittelt. Buchholz siegte 13:4 gegen Großenheerse und 13:10 gegen Hävern. Allein diese hart umkämpfte Begegnung nahm im Regen eine Stunde in Anspruch. Zudem setzte sich Großenheerse mit 13:11 gegen Hävern durch. In der Einzelwertung war Thomas Schmidt (Buchholz, 44 Punkte) vor Uwe Schäkel (Hävern, 43) und Fabian Methner (Buchholz, 40) erfolgreich. Die Siegerehrung nahm Alfred Breustedt (Großenheherse) vor, der den Dorfpokal für das siegreiche Bouleteam gestiftet hatte.