Petershagen

Ein gemeinsamer Weg für Petershagen und Lahde

Claudia Hyna

- © www.krischi-meier.de
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Petershagen (mt). „Wir wollen, dass es künftig nicht mehr heißt Petershagen oder Lahde, sondern Petershagen und Lahde.“ Petershagens Kämmerer Dirk Breves findet klare Worte, um die Zielrichtung der städtebaulichen Rahmenplanung zu verdeutlichen. Zum Auftakt gibt es eine Informationsveranstaltung am Donnerstag, 27. Juni. Dazu sind Interessierte aus allen Ortschaften der Stadt ab 19 Uhr in den großen Saal des Alten Amtsgericht Petershagen eingeladen.

Der Prozess, alle Ortsteile gemeinsam zu betrachten und dann zu planen, ist 2017 unter dem Namen Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept (Ikek) angestoßen worden. Dabei ist in 27 Ortsteilen gemeinsam mit den Bürgern erarbeitet worden, wo die Bedarfe sind und was umgesetzt werden muss, führte Breves im Pressegespräch aus. Ein Baustein ist der sogenannte städtebauliche Fachbeitrag, der die Kernorte Petershagen und Lahde-Nord ins Visier nimmt. Damit ist die Abgrenzung der Fördergebiete in den Orten gemeint, die dann in die Planungen etwa für bauliche Missstände einfließen. Für die Umsetzung gibt es Förderungen von Bund und Land über das Städtebauförderprogramm „Zukunft Stadtgrün“. Den Prozess begleitet das Planungsbüro Complan Kommunalberatung aus Bielefeld.

In der ersten Veranstaltung geht es schon konkret um Schlüsselprojekte in den Ortschaften. Für Petershagen sind das etwa die Zukunft des Grundschulgebäudes nach dem Umzug in die Hauptschule, die Fischerstadt attraktiver zu machen und die Verwaltungsstandorte in prominenter Lage. In Lahde sind mögliche Themen die Aufwertung des Umfelds rund um die Kirche sowie der Bismarckplatz. Der Neubau einer Mehrzweckhalle in Lahde-Nord steht ebenso auf der Tagesordnung. „Wir verstehen uns als ein Zentrum“, so Dirk Breves. Das allerdings müsse funktional geteilt werden. Die Bereiche Bildung und Sport können in der Campussituation mit Sekundarschule, Freibad, Grundschule zusammengeführt werden. Petershagen könne perspektivisch als Verwaltungsstandort etabliert werden, auch könne der Einzelhandel hier seinen Schwerpunkt finden.

Um Futter für ihre Informationsveranstaltungen zu bekommen, sind in der kommenden Woche Mitarbeiter von Complan – zu Fuß oder mit dem Fahrrad – in den beiden Ortskernen unterwegs. Damit sich keiner wundert: Straßen und Plätze werden an diesen Tagen kartiert und fotografiert. Wer mag, kann die Mitarbeiter von Mittwoch, 26., bis Freitag, 28. Juni, in der Zeit von 13 bis 17 Uhr in ihrem Büro im Alten Amtsgericht (Tourist-Information) besuchen und sich informieren oder Vorschläge machen.

Um das Projekt mit Leben zu füllen, sind mehrere Schritte nötig. In diesen sollen die Bürger in insgesamt drei öffentlichen Veranstaltungen stärker beteiligt werden. Dabei wünschen sich die Stadtplaner, dass die Einwohner ihre Alltagserfahrungen mit einbringen, wirbt Caroline Uhlig, bei Complan für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Das soll sich nicht auf die Einwohner der Kernorte beschränken, sondern auch alle anderen einschließen. Schließlich nutzen alle Bürger Schule, Verwaltung und Einzelhandel.

„Wir wollen nicht nur zurück, sondern auch nach vorne blicken“, sagt Caroline Uhlig. Dabei sollen die charakteristischen Merkmale der Orte durchaus weitergeführt werden. Im Hintergrund schauen sich die Mitarbeiter von Complan auch Prognosen an – etwa zur Bevölkerungsentwicklung. Die Verwaltung wird die Bürger weiter auf dem Laufenden halten. „Transparenz“ ist für die Complan-Akteure das Stichwort.

Weiter geht es mit öffentlichen Planungswerkstätten im November. Am Ende sollen zwei Rahmenpläne stehen: Einer für Petershagen und einer für Lahde. Eine Präsentation der Ergebnisse ist für das nächste Jahr vorgesehen. Die Rahmenplanung dient der Vorbereitung der baulichen Maßnahmen und somit als Grundlage zur weiteren Akquise von Fördermitteln.

Petershagen und Lahde im Dialog

Unter dem Motto „Petershagen und Lahde im Dialog“ wird die Stadtverwaltung Petershagen fortlaufend über Schwerpunktthemen der Stadtentwicklung und den Stand der Umsetzungen der Planungen für die Kernorte Petershagen und Lahde informieren. Die Veranstaltungen sollen im Wechsel in Petershagen und Lahde stattfinden.

Der Förderantrag ist bereits gestellt und die Stadt Petershagen ist in die Förderung aufgenommen worden.

Die Kosten für das Planungsbüro selbst werden zu 60 Prozent vom Land gefördert, 40 Prozent der Kosten zahlt die Stadt Petershagen.

Der städtebauliche Fachbeitrag kann auf der Internetseite der Stadt Petershagen abgerufen werden unter www.petershagen.de/Leben in Petershagen/Stadt-und-Dorfentwicklung/Städtebauförderung.

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PetershagenEin gemeinsamer Weg für Petershagen und LahdeClaudia HynaPetershagen (mt). „Wir wollen, dass es künftig nicht mehr heißt Petershagen oder Lahde, sondern Petershagen und Lahde.“ Petershagens Kämmerer Dirk Breves findet klare Worte, um die Zielrichtung der städtebaulichen Rahmenplanung zu verdeutlichen. Zum Auftakt gibt es eine Informationsveranstaltung am Donnerstag, 27. Juni. Dazu sind Interessierte aus allen Ortschaften der Stadt ab 19 Uhr in den großen Saal des Alten Amtsgericht Petershagen eingeladen. Der Prozess, alle Ortsteile gemeinsam zu betrachten und dann zu planen, ist 2017 unter dem Namen Integriertes Kommunales Entwicklungskonzept (Ikek) angestoßen worden. Dabei ist in 27 Ortsteilen gemeinsam mit den Bürgern erarbeitet worden, wo die Bedarfe sind und was umgesetzt werden muss, führte Breves im Pressegespräch aus. Ein Baustein ist der sogenannte städtebauliche Fachbeitrag, der die Kernorte Petershagen und Lahde-Nord ins Visier nimmt. Damit ist die Abgrenzung der Fördergebiete in den Orten gemeint, die dann in die Planungen etwa für bauliche Missstände einfließen. Für die Umsetzung gibt es Förderungen von Bund und Land über das Städtebauförderprogramm „Zukunft Stadtgrün“. Den Prozess begleitet das Planungsbüro Complan Kommunalberatung aus Bielefeld. In der ersten Veranstaltung geht es schon konkret um Schlüsselprojekte in den Ortschaften. Für Petershagen sind das etwa die Zukunft des Grundschulgebäudes nach dem Umzug in die Hauptschule, die Fischerstadt attraktiver zu machen und die Verwaltungsstandorte in prominenter Lage. In Lahde sind mögliche Themen die Aufwertung des Umfelds rund um die Kirche sowie der Bismarckplatz. Der Neubau einer Mehrzweckhalle in Lahde-Nord steht ebenso auf der Tagesordnung. „Wir verstehen uns als ein Zentrum“, so Dirk Breves. Das allerdings müsse funktional geteilt werden. Die Bereiche Bildung und Sport können in der Campussituation mit Sekundarschule, Freibad, Grundschule zusammengeführt werden. Petershagen könne perspektivisch als Verwaltungsstandort etabliert werden, auch könne der Einzelhandel hier seinen Schwerpunkt finden. Um Futter für ihre Informationsveranstaltungen zu bekommen, sind in der kommenden Woche Mitarbeiter von Complan – zu Fuß oder mit dem Fahrrad – in den beiden Ortskernen unterwegs. Damit sich keiner wundert: Straßen und Plätze werden an diesen Tagen kartiert und fotografiert. Wer mag, kann die Mitarbeiter von Mittwoch, 26., bis Freitag, 28. Juni, in der Zeit von 13 bis 17 Uhr in ihrem Büro im Alten Amtsgericht (Tourist-Information) besuchen und sich informieren oder Vorschläge machen. Um das Projekt mit Leben zu füllen, sind mehrere Schritte nötig. In diesen sollen die Bürger in insgesamt drei öffentlichen Veranstaltungen stärker beteiligt werden. Dabei wünschen sich die Stadtplaner, dass die Einwohner ihre Alltagserfahrungen mit einbringen, wirbt Caroline Uhlig, bei Complan für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig. Das soll sich nicht auf die Einwohner der Kernorte beschränken, sondern auch alle anderen einschließen. Schließlich nutzen alle Bürger Schule, Verwaltung und Einzelhandel. „Wir wollen nicht nur zurück, sondern auch nach vorne blicken“, sagt Caroline Uhlig. Dabei sollen die charakteristischen Merkmale der Orte durchaus weitergeführt werden. Im Hintergrund schauen sich die Mitarbeiter von Complan auch Prognosen an – etwa zur Bevölkerungsentwicklung. Die Verwaltung wird die Bürger weiter auf dem Laufenden halten. „Transparenz“ ist für die Complan-Akteure das Stichwort. Weiter geht es mit öffentlichen Planungswerkstätten im November. Am Ende sollen zwei Rahmenpläne stehen: Einer für Petershagen und einer für Lahde. Eine Präsentation der Ergebnisse ist für das nächste Jahr vorgesehen. Die Rahmenplanung dient der Vorbereitung der baulichen Maßnahmen und somit als Grundlage zur weiteren Akquise von Fördermitteln. Petershagen und Lahde im Dialog Unter dem Motto „Petershagen und Lahde im Dialog“ wird die Stadtverwaltung Petershagen fortlaufend über Schwerpunktthemen der Stadtentwicklung und den Stand der Umsetzungen der Planungen für die Kernorte Petershagen und Lahde informieren. Die Veranstaltungen sollen im Wechsel in Petershagen und Lahde stattfinden. Der Förderantrag ist bereits gestellt und die Stadt Petershagen ist in die Förderung aufgenommen worden. Die Kosten für das Planungsbüro selbst werden zu 60 Prozent vom Land gefördert, 40 Prozent der Kosten zahlt die Stadt Petershagen. Der städtebauliche Fachbeitrag kann auf der Internetseite der Stadt Petershagen abgerufen werden unter www.petershagen.de/Leben in Petershagen/Stadt-und-Dorfentwicklung/Städtebauförderung.