Lahde

Technische Probleme im Freibad Lahde: „Es läuft nicht so gut“

Oliver Plöger

Auch in diesem Jahr ist die Saison wieder gut angelaufen, allerdings gibt es im Freibad technische Probleme. Darüber informierte Karl-Heinz Hucke im Ausschuss. Archivfoto: Ulrich Westermann
Auch in diesem Jahr ist die Saison wieder gut angelaufen, allerdings gibt es im Freibad technische Probleme. Darüber informierte Karl-Heinz Hucke im Ausschuss. Archivfoto: Ulrich Westermann

Petershagen-Lahde (mt). Die Freibadsaison hat längst begonnen, an den warmen Tagen war der Besuch schon recht gut, am Kiosk passt die Laune – und dennoch: „Derzeit läuft es nicht so gut.“ So Karl-Heinz Hucke als Leiter der Schul- und Sozialverwaltung, die auch für das Freibad am Bultweg zuständig ist. Nachdem in der vergangenen Saison ein Wasserschaden im Kiosk-Gebäude für Zusatzkosten gesorgt hatte, liegt das Problem diesmal in der Wärmepumpe. Die sei aktuell defekt, wie Hucke im Ausschuss für Schule- und Sport sagte. Am zweiten Heizkreislauf seien größere Reparaturen notwendig, derzeit werde die Anlage händisch gesteuert. In der kommenden Woche soll alles wieder funktionstüchtig sein.

Immerhin sorgte das Besucherergebnis aus dem Vorjahr im Ausschuss für zufriedene Gesichter. Insgesamt 34.931 Besucher waren gezählt worden, so viele wie schon lange nicht mehr. 2012 waren es noch 28.817, 2017 „nur“ 18.637, im Vorjahr dank des Sommers dann die große Steigerung. neben den üblichen Gästen hatten vermehrt auch Schulklassen die Anlage genutzt, was die in der Sitzung anwesenden Schulvertreter auch bestätigten. Schön sei das, meinte auch Helga Berg (CDU), die allerdings darauf verwies, dass das Freibad trotz dieser hervorragenden Besucherzahlen ein Zuschussgeschäft bleibe. Der Bedarf lag im Vorjahr bei 118.406 Euro, wozu die bereits genannte Sanierung beigetragen hatte, aber auch – so Karl-Heinz Hucke – die angesichts des guten Wetters um eine Woche verlängerte Öffnungszeit und erhöhte Personalkosten, die durch die Erkrankung eiens Schwimmmeisters nötig geworden waren. Zum Vergleich: bei 92 Betriebstagen im Jahr 2016 lag der Zuschussbedarf bei 115.870 Euro.

Wie auch immer: Petershagen sollte das Freibad auf jeden Fall als „kulturelle Institution“ in der Stadt halten, betonte Michael Schönbeck für die Grünen/Bündnis 90. Daran, so der Eindruck, bestand und besteht kein Zweifel. Kritik gab es allerdings an der Informationspolitik der Stadt. SPD-Fraktionsvorsitzender Ingo Ellerkamp, der in Vertretung an der Schulausschusssitzung teilnahm, wundert sich über den späten Zeitpunkt, an dem die Verwaltung die „aktuellen“ Zahlen herausgab. „Und das nicht als regulären Tagesordnungspunkt, sondern einfach unter Mitteilungen.“ Die Politik müsse die Möglichkeit haben, sich auf ein solches Thema vorzubereiten. Frage sei auch, warum Zahlen von 2018 in einer Zeit veröffentlicht werden, wenn die neue Saison längst läuft. „Sinnvoll wäre es doch, auf die Besucherzahlen direkt zu reagieren.“ Die Zahlen, so Karl-Heinz Hucke, lägen aber nun mal erst jetzt vor. Dann, so entgegnete Ellerkamp, müsse man eben mit vorläufigen Angaben arbeiten.

Fest steht derweil, dass sich die Eintrittspreise gegenüber dem Vorjahr nicht verändert haben: Die liegen auch in der laufenden Saison bei 3,60 Euro Einzelkarte, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre, Auszubildende, Schüler und Studenten zahlen 1,80 Euro. Für die Saisonkarte werden bei Erwachsenen 60 Euro verlangt, ermäßigt 30 Euro. Tageskarten für Familien kosten 7.50 Euro. Kinder unter sechs Jahren in Begleitung Erwachsener zahlen nichts.

Das offizielle Saisonende ist auf Ende August terminiert, dieses Datum sei aber nicht „in Beton gegossen“, wie es aus der Verwaltung heißt: bei gutem Wetter sei eine Verlängerung der Saison mit eingeschränkten Öffnungszeiten möglich. Dass dann dann wieder „in die Kosten geht“, wird akzeptiert.

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LahdeTechnische Probleme im Freibad Lahde: „Es läuft nicht so gut“Oliver PlögerPetershagen-Lahde (mt). Die Freibadsaison hat längst begonnen, an den warmen Tagen war der Besuch schon recht gut, am Kiosk passt die Laune – und dennoch: „Derzeit läuft es nicht so gut.“ So Karl-Heinz Hucke als Leiter der Schul- und Sozialverwaltung, die auch für das Freibad am Bultweg zuständig ist. Nachdem in der vergangenen Saison ein Wasserschaden im Kiosk-Gebäude für Zusatzkosten gesorgt hatte, liegt das Problem diesmal in der Wärmepumpe. Die sei aktuell defekt, wie Hucke im Ausschuss für Schule- und Sport sagte. Am zweiten Heizkreislauf seien größere Reparaturen notwendig, derzeit werde die Anlage händisch gesteuert. In der kommenden Woche soll alles wieder funktionstüchtig sein. Immerhin sorgte das Besucherergebnis aus dem Vorjahr im Ausschuss für zufriedene Gesichter. Insgesamt 34.931 Besucher waren gezählt worden, so viele wie schon lange nicht mehr. 2012 waren es noch 28.817, 2017 „nur“ 18.637, im Vorjahr dank des Sommers dann die große Steigerung. neben den üblichen Gästen hatten vermehrt auch Schulklassen die Anlage genutzt, was die in der Sitzung anwesenden Schulvertreter auch bestätigten. Schön sei das, meinte auch Helga Berg (CDU), die allerdings darauf verwies, dass das Freibad trotz dieser hervorragenden Besucherzahlen ein Zuschussgeschäft bleibe. Der Bedarf lag im Vorjahr bei 118.406 Euro, wozu die bereits genannte Sanierung beigetragen hatte, aber auch – so Karl-Heinz Hucke – die angesichts des guten Wetters um eine Woche verlängerte Öffnungszeit und erhöhte Personalkosten, die durch die Erkrankung eiens Schwimmmeisters nötig geworden waren. Zum Vergleich: bei 92 Betriebstagen im Jahr 2016 lag der Zuschussbedarf bei 115.870 Euro. Wie auch immer: Petershagen sollte das Freibad auf jeden Fall als „kulturelle Institution“ in der Stadt halten, betonte Michael Schönbeck für die Grünen/Bündnis 90. Daran, so der Eindruck, bestand und besteht kein Zweifel. Kritik gab es allerdings an der Informationspolitik der Stadt. SPD-Fraktionsvorsitzender Ingo Ellerkamp, der in Vertretung an der Schulausschusssitzung teilnahm, wundert sich über den späten Zeitpunkt, an dem die Verwaltung die „aktuellen“ Zahlen herausgab. „Und das nicht als regulären Tagesordnungspunkt, sondern einfach unter Mitteilungen.“ Die Politik müsse die Möglichkeit haben, sich auf ein solches Thema vorzubereiten. Frage sei auch, warum Zahlen von 2018 in einer Zeit veröffentlicht werden, wenn die neue Saison längst läuft. „Sinnvoll wäre es doch, auf die Besucherzahlen direkt zu reagieren.“ Die Zahlen, so Karl-Heinz Hucke, lägen aber nun mal erst jetzt vor. Dann, so entgegnete Ellerkamp, müsse man eben mit vorläufigen Angaben arbeiten. Fest steht derweil, dass sich die Eintrittspreise gegenüber dem Vorjahr nicht verändert haben: Die liegen auch in der laufenden Saison bei 3,60 Euro Einzelkarte, Kinder und Jugendliche unter 18 Jahre, Auszubildende, Schüler und Studenten zahlen 1,80 Euro. Für die Saisonkarte werden bei Erwachsenen 60 Euro verlangt, ermäßigt 30 Euro. Tageskarten für Familien kosten 7.50 Euro. Kinder unter sechs Jahren in Begleitung Erwachsener zahlen nichts. Das offizielle Saisonende ist auf Ende August terminiert, dieses Datum sei aber nicht „in Beton gegossen“, wie es aus der Verwaltung heißt: bei gutem Wetter sei eine Verlängerung der Saison mit eingeschränkten Öffnungszeiten möglich. Dass dann dann wieder „in die Kosten geht“, wird akzeptiert.