Inquisition in Petershagen: Justitia auf der Hexenwippe

Hans-Georg Gottfried Dittmann

Der genaue Standort der Hexenwippe am Schloss Petershagen lässt sich heute nicht mehr korrekt bestimmen. MT-Archivfoto: Oliver Plöger - © Oliver Plöger/mt
Der genaue Standort der Hexenwippe am Schloss Petershagen lässt sich heute nicht mehr korrekt bestimmen. MT-Archivfoto: Oliver Plöger (© Oliver Plöger/mt)

Petershagen (mt). „Hexenfurcht und Hexenhatz griffen um sich“, heißt es im „Jahrbuch für westfälische Kirchengeschichte“. Wir schreiben das Jahr 1650 nach Christus, der Dreißigjährige Krieg ist seit zwei Jahren beendet und die kirchliche und politische Routine kehrt wieder ein – auch in Petershagen. Die prägende Person zu dieser Zeit ist der Superintendent Julius Schmidt. Er legt während der Kriegswirren einen seltenen Aufstieg aus der Handwerkszunft ins Bürgertum hin.