Am Dienstagmorgen wurde das Ausmaß des Brandes deutlich. MT- - © Foto: Sebastian Radermacher
Am Dienstagmorgen wurde das Ausmaß des Brandes deutlich. MT- (© Foto: Sebastian Radermacher)

Feuer in Einfamilienhaus: Brandermittler vor Ort im Einsatz

Sebastian Radermacher

In der Nacht zu Dienstag musste die Feuerwehr zu einem Wohnhausbrand in Petershagen ausrücken. MT- - © Foto: Sebastian Radermacher
In der Nacht zu Dienstag musste die Feuerwehr zu einem Wohnhausbrand in Petershagen ausrücken. MT- (© Foto: Sebastian Radermacher)

Petershagen-Gorspen-Vahlsen (mt). Ein Brandermittler der Polizei Minden-Lübbecke wird am Dienstagmittag das durch ein Feuer erheblich beschädigte Haus in Gorspen-Vahlsen begutachten und versuchen, die Brandursache zu ermitteln. Das teilte Polizeisprecher Ralf Steinmeyer auf MT-Anfrage mit. In der Nacht zu Dienstag hatte ein Feuer in dem Einfamilienhaus in der Straße Mühlenberg einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst.

Um 1.19 Uhr ging die Alarmierung auf der Leitstelle ein: Beim Eintreffen der Feuerwehrleute vor Ort befanden sich keine Personen mehr im Gebäude. Die 33-jährige Bewohnerin des Hauses (ihr Mann war in der Nacht arbeiten) konnte sich und ihren Hund rechtzeitig nach draußen in Sicherheit bringen - "das Tier hatte die Frau, die im Obergeschoss des Hauses schlief, geweckt und vor den Flammen gewarnt, ein Nachbar hatte den Brand ebenfalls bemerkt und sofort die Feuerwehr alarmiert", wie Einsatzleiter Gunnar Walter, stellvertretender Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Petershagen, am Einsatzort mitteilte.

Die Feuerwehr rückte mit mehreren Einsatzfahrzeugen zur Brandstelle aus. MT- - © Foto: Sebastian Radermacher
Die Feuerwehr rückte mit mehreren Einsatzfahrzeugen zur Brandstelle aus. MT- (© Foto: Sebastian Radermacher)

Wo genau das Feuer im Gebäude ausgebrochen war, konnte Walter in der Nacht nicht sagen. "Als wir hier eintrafen, war ein Feuerschein zu sehen und das Dach des Hauses durch den Brand bereits leicht geöffnet", sagte er. Zwischenzeitlich hatte der Dachstuhl lichterloh in Flammen gestanden, während der Löscharbeiten bestand die Gefahr, dass das Feuer auf einen angrenzenden Stall überschlägt, die Einsatzkräfte konnten dies jedoch verhindern. Vom Garten und einer Drehleiter aus löschten sie den Brand. Das Haus wurde in erheblichem Maße zerstört, vor allem im Obergeschoss entstand ein auf den ersten Blick hoher Sachschaden.

Etwa 90 Feuerwehrleute waren im Einsatz. MT- - © Foto: Sebastian Radermacher
Etwa 90 Feuerwehrleute waren im Einsatz. MT- (© Foto: Sebastian Radermacher)

Etwa 90 Feuerwehrleute waren in der Nacht im Einsatz. Sie gehörten zu den Löschgruppen Gorspen-Vahlsen, Bierde, Ilserheide, Ilse und Lahde. Die Einsatzleitung forderte zudem Tanklöschfahrzeuge aus Petershagen, Frille und Neuenknick zur Unterstützung an - letztlich seien sie aber nicht benötigt worden, sagte Walter.

Gegen 3.30 Uhr konnte ein Großteil der Feuerwehrleute die Einsatzstelle wieder verlassen, zwei Löschgruppen blieben vor Ort und stellten die Brandwache. Die Bewohner des Hauses kamen kurzfristig bei Familienangehörigen unter. Die Polizei beschlagnahmte in der Nacht den Einsatzort.

Die Einsatzkräfte hatten das Feuer vergleichsweise schnell unter Kontrolle. MT- - © Foto: Sebastian Radermacher
Die Einsatzkräfte hatten das Feuer vergleichsweise schnell unter Kontrolle. MT- (© Foto: Sebastian Radermacher)

Der Brandermittler wird sich laut Steinmeyer am Dienstag das Haus genauer ansehen, mit den Bewohnern und dem Nachbarn sprechen. Da es nicht akut einsturzgefährdet ist, könne der Experte auch im Inneren des Hauses auf Spurensuche gehen. Außerdem werde er mit der Staatsanwaltschaft und auch der Versicherung der Bewohner Kontakt aufnehmen. Ob die Polizei im Laufe des Tages nähere Einzelheiten zur Brandursache und auch zur Schadenshöhe nennen kann, war am Dienstagmittag noch unklar.

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Feuer in Einfamilienhaus: Brandermittler vor Ort im EinsatzSebastian RadermacherPetershagen-Gorspen-Vahlsen (mt). Ein Brandermittler der Polizei Minden-Lübbecke wird am Dienstagmittag das durch ein Feuer erheblich beschädigte Haus in Gorspen-Vahlsen begutachten und versuchen, die Brandursache zu ermitteln. Das teilte Polizeisprecher Ralf Steinmeyer auf MT-Anfrage mit. In der Nacht zu Dienstag hatte ein Feuer in dem Einfamilienhaus in der Straße Mühlenberg einen Großeinsatz der Feuerwehr ausgelöst. Um 1.19 Uhr ging die Alarmierung auf der Leitstelle ein: Beim Eintreffen der Feuerwehrleute vor Ort befanden sich keine Personen mehr im Gebäude. Die 33-jährige Bewohnerin des Hauses (ihr Mann war in der Nacht arbeiten) konnte sich und ihren Hund rechtzeitig nach draußen in Sicherheit bringen - "das Tier hatte die Frau, die im Obergeschoss des Hauses schlief, geweckt und vor den Flammen gewarnt, ein Nachbar hatte den Brand ebenfalls bemerkt und sofort die Feuerwehr alarmiert", wie Einsatzleiter Gunnar Walter, stellvertretender Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr Petershagen, am Einsatzort mitteilte. Wo genau das Feuer im Gebäude ausgebrochen war, konnte Walter in der Nacht nicht sagen. "Als wir hier eintrafen, war ein Feuerschein zu sehen und das Dach des Hauses durch den Brand bereits leicht geöffnet", sagte er. Zwischenzeitlich hatte der Dachstuhl lichterloh in Flammen gestanden, während der Löscharbeiten bestand die Gefahr, dass das Feuer auf einen angrenzenden Stall überschlägt, die Einsatzkräfte konnten dies jedoch verhindern. Vom Garten und einer Drehleiter aus löschten sie den Brand. Das Haus wurde in erheblichem Maße zerstört, vor allem im Obergeschoss entstand ein auf den ersten Blick hoher Sachschaden. Etwa 90 Feuerwehrleute waren in der Nacht im Einsatz. Sie gehörten zu den Löschgruppen Gorspen-Vahlsen, Bierde, Ilserheide, Ilse und Lahde. Die Einsatzleitung forderte zudem Tanklöschfahrzeuge aus Petershagen, Frille und Neuenknick zur Unterstützung an - letztlich seien sie aber nicht benötigt worden, sagte Walter. Gegen 3.30 Uhr konnte ein Großteil der Feuerwehrleute die Einsatzstelle wieder verlassen, zwei Löschgruppen blieben vor Ort und stellten die Brandwache. Die Bewohner des Hauses kamen kurzfristig bei Familienangehörigen unter. Die Polizei beschlagnahmte in der Nacht den Einsatzort. Der Brandermittler wird sich laut Steinmeyer am Dienstag das Haus genauer ansehen, mit den Bewohnern und dem Nachbarn sprechen. Da es nicht akut einsturzgefährdet ist, könne der Experte auch im Inneren des Hauses auf Spurensuche gehen. Außerdem werde er mit der Staatsanwaltschaft und auch der Versicherung der Bewohner Kontakt aufnehmen. Ob die Polizei im Laufe des Tages nähere Einzelheiten zur Brandursache und auch zur Schadenshöhe nennen kann, war am Dienstagmittag noch unklar.